Psych. Pflege Heute 3/2005
[
] Den Herausgebern gelingt ein Blick über den Tellerrand. Jörg Fengler denkt über das Schweigen in der Psychotherapie nach. [...] Karl Grammer u. a. schauen auf geschlechtsspezifische Aspekte der nonverbalen Kommunikation, während Andreas Altorfer den Blick auf die ,Stressindikatoren im nonverbalen Verhalten wirft. Matthias Hermer ist es selbst, der in seinen stillen Begegnungen behauptet, gemeinsames Lächeln, allgemeiner gesagt das Auftauchen von Humor müsse in Therapien als Ressource angesehen werden [
]. Nicole Frommann und Wolfgang Wölwer [stellen] ein Trainingsprogramm zur Dekodierung des mimischen Ausdrucks für schizophren Kranke vor. Hans Gerhard Klinizing beschreibt die Optimierung der Wahrnehmungs und Interpretationsfähigkeit nonverbaler Zeichen und Signale. Der Aufsatzband Nonverbale Prozesse in der Psychotherapie« erweitert unseren Blick. Er sollte Anstoß für viele weitere Überlegungen sein.
Christoph Müller
Kurzbeschreibung
Nonverbale Signale beeinflussen maßgeblich die Aufnahme, Aufrechterhaltung und Beendigung interpersonaler Beziehungen und wirken sich auf die Wahrnehmung, Verarbeitung, Beurteilung und Speicherung sprachlicher Inhalte, deren Kontexte sowie auf die Regulierung der Interaktionen aus.
Entgegen der hohen Bedeutung der nonverbalen Prozesse in der Psychotherapie spielen sie in Reflexion und Ausbildung therapeutischer Praxis bisher jedoch meist nur eine untergeordnete Rolle. Diesem unbefriedigenden Sachverhalt möchte das vorliegende Buch abhelfen, indem es die verschiedenen Forschungsansätze und Erfahrungsschätze erstmals im deutschsprachigen Raum zusammenträgt und vorstellt.
Entgegen der hohen Bedeutung der nonverbalen Prozesse in der Psychotherapie spielen sie in Reflexion und Ausbildung therapeutischer Praxis bisher jedoch meist nur eine untergeordnete Rolle. Diesem unbefriedigenden Sachverhalt möchte das vorliegende Buch abhelfen, indem es die verschiedenen Forschungsansätze und Erfahrungsschätze erstmals im deutschsprachigen Raum zusammenträgt und vorstellt.
Über den Autor
Matthias Hermer, Psychologischer Psychotherapeut; Jahrgang 1952. Seit 1977 in der psychiatrischen Klinik Warstein (Sauerland). Interessenschwerpunkte: methodenübergreifende Behandlungskonzepte; Psychotherapie und Gesellschaft; psychosoziale Versorgung; soziale Netzwerke. Veröffentlichungen zu diesen Themen und zu Qualitätssicherung, Ressourcenorientierung, therapeutischer Beziehung, Sozialpsychiatrie, Therapietechniken und nonverbalen Psychotherapieprozessen