Mit "Tainted love", einer Nummer die eigentlich nur eine Cover-Version eines Hits aus den 60's war schufen SOFT CELL 1981 die Dance-Hymne des New Wave oder Synthi-Pops. Über Nacht hatten die beiden Schmuddel-Jungs in Gummianzügen einen weltweiten Top-10-Hit, der bis heute ins Jahr 2003 eine Party erst richtig in Schwung bringt.
Leider wird der dazugehörige Longplayer zu oft übersehen, und das zu Unrecht.
"NON-STOP EROTIC CABARET" ist Underground-Synthi-Pop vom allerfeinsten. David Ball holte aus seinen Synthis alles machbare raus was die Elektronik hergab und Marc Almonds Texte waren eine einzige schweinerei. Lustvoll stöhnend beichtete er bei "Sex dwarf" sein Leben als Sex-Zwerg. Und "Tainted love" war als Northern-Soul-Hymne so sauber eingespielt, daß sie bis heute nach 22 Jahren genauso frisch klingt wie 1981.
Und wer sich noch an die Videos der beiden erinnern kann, sofern er sie gesehen hat wird noch heute feststellen, daß diese jeden Beate-Uhse-Film zur jugendfreien Familienunterhaltung degradieren.
Neben Heaven 17's "Penthouse and pavement" dürfte "Non-stop erotic cabaret" eine der wichtigsten und besten Scheiben des Synthi-Pops sein.
Wer auf "Non-stop erotic cabaret" leichte Chart-Kost aufgrund "Tainted love" erwartet, der ist mit einem "Feten-Hits"-Sampler besser bedient.