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Nomade auf vier Kontinenten: Auf den Spuren von Sir Richard Francis Burton
 
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Nomade auf vier Kontinenten: Auf den Spuren von Sir Richard Francis Burton [Taschenbuch]

Ilija Trojanow
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423137150
  • ISBN-13: 978-3423137157
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 12,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 265.335 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ilija Trojanow
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Man muss sich nur „die Strommasten wegdenken“, so Ilija Trojanow. Dann erleben Reisende Indiens Hinterland großenteils genau so wie Sir Richard Francis Burton im 19. Jahrhundert. Autor Trojanow folgte den Spuren des sagenumwobenen Burton nach Indien sowie nach Mekka, Sansibar und zu den Mormonen in Utah. In Der Weltensammler bereitet der deutsch-bulgarische Schriftsteller das Leben Burtons als Romanstoff auf. In Nomade auf vier Kontinenten nähert sich Trojanow nun der Lebensgeschichte des leibhaftigen Burton. Ergebnis ist ein Porträt der anderen Art, in der Trojanow mühelos eine Brücke schlägt zwischen den Kontinenten, zwischen seinen Erlebnissen und den Abenteuern Burtons, zwischen der Kolonialzeit und unseren Tagen.

Trojanows gründliche Spurensuche reicht mehr als 150 Jahre zurück in eine Zeit, in der Kolonialisten Menschenschädel mit nach Europa brachten wie heutzutage Urlauber geschnitzte Souvenirs. Die Erlebniswelten von Burton und Trojanow -- im Buch übersichtlich jeweils grün bzw. schwarz gedruckt -- greifen eng ineinander. Zum Beispiel wenn Trojanow eine Autofahrt im 20. Jahrhundert gleichklingend beschreibt wie Burton eine Reise in der Sänfte im 19. Jahrhundert. Den Engländer erleben Leser als kühnen Abenteurer mit poetischer Ader, aber auch als hartherzigen Draufgänger. Und obgleich Burton konsequent seinen eigenen Weg geht, bleibt er Kind seiner Zeit -- etwa wenn er „Neger“ als zurückgeblieben betrachtet.

Ilija Trojanow lässt in dieser großartigen Collage Episoden aus unterschiedlichen Epochen ineinander gleiten, ohne den Lesefluss im geringsten zu stören. Auch deshalb gehört dieses Buch völlig zu Recht zur Reihe „Die Andere Bibliothek“, in der der Eichborn-Verlag nobel aufgemacht mit Schuber und in Leinen gebunden besonders lesenswerte Werke präsentiert (etwas günstiger: die herkömmlich gebundene Ausgabe). Mögen der schillernden Spurensuche Trojanows viele Leser folgen, denn der Autor gehört zu den brillantesten hierzulande. -- Herwig Slezak -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Dieses Buch ist das Ergänzungsstück zu Trojanows Roman-Bestseller ›Der Weltensammler‹ – ein zweistimmiger Reiseroman, der eine fragmentarische Biografie des viktorianischen Weltreisenden, Abenteurers und Gelehrten Richard Burton mit autobiografischen Einsprengseln aus Trojanows Leben verschneidet, der 150 Jahre später Burtons Spuren nachreiste, in Parallelreisen auf vier Kontinenten. Ein Buch sui generis ist dabei entstanden: eine Art Burton-Reader, mit Kostproben aus dem riesigen Werk des Briten und eine Hommage Trojanows an sein Idol.«
Literaturen November 2008

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Buch der Saison 9. Juni 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Sieben Jahre lang, so behauptet es wenigstens der Verlag, war Ilija Trojanow auf den Spuren vob Sir Richard Francis Burton (1821-1890) unterwegs. Herausgekommen ist im vergangenen Jahr ein Roman und - nun endlich auch - die packende Schilderung der Reise Trojanows durch Indien, Arabien, Afrika und (am Rande) Nordamerika.

Das Ganze beginnt reichlich märchenhaft-skurril in einem Antiquariat im indischen Gebirgsort Shimla, wo Trojanow die Erstausgabe der Burtonschen Übersetzung von Tausendundeiner Nacht zu einem horrenden Preis erwirbt. Verbunden mit der Hoffnung auf weitere Informationen zu Burton. Was folgt ist eine Schnitzeljagd, eine bunte, wirre, fantstische, mitreißende Abfolge von Begegnungen und Erlebnissen, immer wieder unterbrochen von Eindrücken Burtons, der ca. 150 Jahre zuvor dieselben Gegenden bereist hatte.

Trojanow gelingt es meisterlich, die Faszination, die von der Figur Burtons ausgeht, mit der Faszination der Reise zu verbinden. Herauskommt ein Reisebuch der ganz besonderen Art, das in der Intensität der Beschreibung, an der Genauigkeit des Blicks und an der Leichtigkeit der Sprache seinesgleichen sucht. Für mich das Buch der Saison.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Buecherfans TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Autor: Ilija Trojanow entstammt einer bulgarischen Familie, die 1971 über Jugoslawien und Italien in die Bundesrepublik Deutschland floh, wo sie Politisches Asyl erhielt. Er ist seit 2002 Mitglied des P.E.N-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland. Im November 2007 war Trojanow im Rahmen der Tübinger Poetik-Dozentur Dozent an der Universität Tübingen.

Trojanow berichtet über den exzentrischen Lebemann Sir Richard Francis Burton und verfolgt auf seinen eigenen Reisen dessen Spuren. Trojanow schreibt:' Wenn wir heute über Bräuche oder Stämme oder Kasten sprechen, denken wir innerhalb von Paradigmen ' oder widersetzen uns Ihnen-, die zu Lebzeiten von Richard Francis Burton (1821 bis 1890) geprägt wurden.'

Wir erfahren durch die Reiseerlebnisse von Burton, der leidenschaftlich seine Umgebung erforschte, etwas über die Denk- und Lebensweise in Indien, Arabien, Afrika und Nordamerika. Die Berichte über Indien sind ein Schwerpunkt aber darüber hinaus wird dies ergänzt durch die Erlebnisse des Autors, der die Reise in den Neunzigern des letzten Jahrhunderts nachempfunden hat. Ein spannendes, lehrreiches Buch mit vielen Abbildungen, Zitaten und Buchquellen angereichert. Es ist Sachbuch mit Reiseerlebnissen, wie ein Roman geschrieben und dadurch nie langweilig. Man bekommt direkt Lust ebenfalls eine Reise in diese Länder zu starten, um in die Kulturen einzusteigen, die warscheinlich heute durch die Globalisierung stark leiden.
Für mich ist das Buch Literatur vom Feinsten und sehr zu empfehlen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eigenwillige Zusammenstellung 20. September 2007
Von abraxas
Format:Gebundene Ausgabe
Für Burton- und Trojanowbegeisterte ganz knapp 4 Sterne.
Während der 'Weltensammler' (=WS) in seiner Perfektion jeder Kritik entzogen scheint, verwundern die geteilten Meinungen zum 'Nomaden' kaum. Die offizielle Kritik lobt i.d.R. mehr die üppige Ausstattung als den Inhalt des Buches. Auch die in meiner WS-Rezension genannte Studie Dr. Ruffs äußert sich dazu auffallend knapp und trägt manche Bedenken:
'Trojanows letztes Buch, Nomade auf vier Kontinenten, fällt allenfalls unter einen weiten Literaturbegriff, indem es Gattungen, Textsorten und Stile mischt, wobei indes die journalistischen überwiegen. Allerdings findet sich auch Experimentelles, indem z.B. häufig originale Satzteile Burtons mit solchen des Autors zu neuen Sätzen gefügt werden. So erweist sich einerseits, daß sich manche Verhältnisse zumal in Afrika seither kaum geändert haben, andererseits aber auch von hier, daß der Weltensammler eben kein historischer Roman ist. Manches aus den Vorarbeiten zum Roman schlägt sich hier nieder, dazu Erfahrungen des Verfassers. Leider blieben Fehler stehen, das Buch ist ungleichmäßig, auch findet man hier nicht die außerordentliche Disziplin des Romans. Lesenswert ist es allemal, doch für die Fragestellung nach der Hochliteratur eignet dieser Veröffentlichung derzeit wenig Bedeutung, wenn sie auch womöglich erste tastende Schritte in bisher unerprobte Richtungen setzt.'(Zitat)
Tatsächlich fügen sich die Bestandteile nicht immer nahtlos; im Indienteil sticht S. 43 ff. ein ungewohnt schwülstiger Stil heraus, die bei Burton vorfindliche Schnurre von der 'entführten Nonne' ist unglaubwürdig und offenbar eingewandert, kaum indisch. Überhaupt bringt der Teil weniger ein als manche Reportage des Autors, immerhin Etliches zu Burton. Die Vorgänge um das Antiquariat und die Büchersuche schmecken gar etwas nach fantasy. Von den ausufernden Fußnoten weiß man nicht, ob sie das Vorbild nachahmen oder parodistisch gemeint sind, weil da neben Wissenswertem öfter völlig Nebensächliches steht.
Die Reiseerlebnisse Trojanows werden die meisten weniger interessieren, weil sie nicht im entferntesten mit denen Burtons mithalten, der Nordamerika-Abschnitt z.B. ist schon peinlich unergiebig. Nur die Hadj fasziniert, allerdings zitiert sich der Autor da weitläufig selbst. Zu den Afrika-Klischees S. 349 der Medien hätte man einen zornigen Exkurs erwartet. Insgesamt meint man, daß das Buch übereilt auf den Markt kam, schon das falsche lat. Motto folgt einer Verlesung im Web... Vorwürfe, es ginge nur um Geld, sind bei einem Berufsschriftsteller unangebracht, der erst unlängst bekannter wurde, außerdem findet sich viel Nützliches von / zu Burton, was das Verständnis des WS erleichtern kann. Besonders der Abdruck von 'Kasidah' samt guter Übersetzung erlaubt tiefe Einblicke, und das kritische Literaturverzeichnis wurde bereits gelobt. Mit Sicherheit wollte Trojanow Material nachliefern, das die feine Balance des WS beschädigt hätte, und dafür kann man nicht dankbar genug sein: Dieses beispiellose Kunstwerk ist wohlfeil mit dem 'Nomaden' bezahlt. Immerhin übertrifft das Buch noch die meiste Literatur unserer Tage.
Wohldotierte Preise und andere Förderung sollten Trojanow vom journalistischen Geschäft nun weitgehend entbunden haben, man wird sehen und darf hoffen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Diffuse Langweile durch und durch
Mann. Mann. Mann. ... hab ich mich gelangweilt. Und geärgert, dass ich blöd genug war, mal wieder ein gedrucktes Buch zu kaufen .. statt eBook. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Tagen von Thomas Johannsen veröffentlicht
Der Doppelpass geht auf
Etwas verschroben kommt der erste, der Indien-Teil, des Buches daher: Der Autor geht auf im Personenkult um die historische Gestalt von Francis Richard Burton. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von M. A. Spannring veröffentlicht
Etwas enttäuscht
Eigentlich ein spannender Ansatz, diese Nachreise auf den Spuren von Burton. Allerdings empfinde ich einen schalen Nachgeschmack. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2008 von Klein Andreas
Spannend und anspruchsvoll
'Nomade auf vier Kontinenten' eignet sich ziemlich gut als Hörbuch, denn die Geschichte wird aus zwei, sich abwechselnden Perspektiven erzählt: Trojanows Reiseerlebnisse... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. August 2007 von Rene Luderer
bunt und spannend
Das Buch ist ein echtes Füllhorn, eine bunte und spannend zusammengesetzte Mischung aus Originaltexten von Richard Burton und Reiseerlebnissen von Ilija Trojanow, noch dazu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juli 2007 von Tom
Buch der Saison
Sieben Jahre lang, so behauptet es wenigstens der Verlag, war Ilija Trojanow auf den Spuren vob Sir Richard Francis Burton (1821-1890) unterwegs. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juli 2007 von Hans Zeiler
Langweilig und überflüssig
Das aktuelle Buch von Trojanow schaffte es nicht, mich zu fesseln. Ich hatte nie Lust zu wissen, wie es weiter ging. Das liegt daran, dass eine wirkliche Handlung nicht existiert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Juli 2007 von Nivea06
Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte
Nicht dass das Buch unlesbar oder Trojanow ein schlechter Autor wäre. Das Problem ist wohl eher, und es kommt bei diesem Text noch mehr zur Geltung als bei seinem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juli 2007 von Hans-christian Eberl
Langweilig, zäh, überflüssig.
Das aktuelle Buch von Trojanow schaffte es nicht, mich zu fesseln. Ich hatte nie Lust zu wissen, wie es weiter ging. Das liegt daran, dass eine wirkliche Handlung nicht existiert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Juni 2007 von Nivea06
Reisen bildet
Es geht in diesem Buch um Richard Burton. Nein, nicht um den Schauspieler und seine Ehe mit Liz. Es geht um den berühmten Weltreisenden vom Ende des 19. Jahrhunderts. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Juni 2007 von Niclas Grabowski
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