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Nokia N900 - Wahrer "Milestone" für Individualisten, 9. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Nokia N900 Smartphone (UMTS, WLAN, GPS, Maemo, 5 MP, QWERTZ-Tastatur) black (Wireless Phone Accessory)
Hallo unentschlossener Besucher,
nach zig Rezensionen, Tests und sonstigen Meinungen zum vielerorts besprochenen Smartphone aus dem Hause Nokia hier nun eine weitere Rezension, die Ihnen etwas bei der doch sehr schweren Entscheidung für oder gegen dieses äußerst interessante Gerät helfen möchte.
Der Abgesang im Überblick:
1. Das Äußere
2. Die Tastatur
3. Die Kamera
4. Das Betriebssystem
5. Alltagstauglichkeit
6. "Fazit"
7. Zukunftsmusik meeGo - R.I.P. Maemo 5 / Nokia N900?
1. Das Äußere:
+ hochwertig
+ klassisch
+ praktische Features (verschließbare Kamera, "Standfuß" auf der Rückseite)
- bullig
- relativ kleine Tastatur (dazu später mehr)
- etwas schwerer als die Konkurrenz
'In detail':
Das Gerät liegt gut in der Hand, ist allerdings kein Leichtgewicht mit seinen 183g. Im Vergleich zu momentan angesagten Geräten wie dem Samsung HD i8910, iPhone 3GS oder Motorola Milestone ist es allerdings kaum spürbar schwerer. Wer sich ein leichtes Handy mit ähnlichem Innenleben wünscht, sollte noch einige Jahre warten, bis es solche Geräte in Leichtbauweise gibt. Stand heute ist das häufig kritisierte Gewicht und die Dicke des Geräts zu verkraften. Dadurch liegt das Gerät auch angenehm in der Hand, was jetzt vielleicht etwas irritierend klingt, ruht daher, dass das Bedienen und Halten des Geräts dadurch nicht zu fahrlässigen Schleuderflügen einlädt. Es liegt griffig und mächtig in den Händen, so wie es sich für ein Gerät dieser Preiskategorie und Bauart gehört.
Zum Design, welches natürlich auch einen nicht unwesentlichen Anteil bei der Entscheidung für oder gegen ein Smartphone ausmacht, kann gesagt werden, dass es keine verzaubernde Schönheit ist. Das darf aber nicht überbewertet werden, denn ein klassisch schwarzes Handy ist nicht unbedingt die schlechteste Designvariante. Es weiß auch so zu gefallen, denn die Geräteteile verlaufen gut ineinander und geben dem dunklen, markanten Äußeren eine passende Note. So muss ein Smartphone mit QWERTZ-Tastatur aussehen. Sie brauchen keine Angst zu haben, unscheinbar ist das Gerät nicht, dafür sorgt die wertige Verarbeitung, die schnell für Begeisterung sorgt. Wie gesagt, wenn es das klassische "Schwarze" sein darf, dann passt das N900 gut zu Ihnen.
Wenn Sie mich fragen:
Die Verarbeitung der Bauteile, das unscheinbare (nichts verratende) Design, das bullige Steinchen - toll! Es mag absolut subjektiv sein, aber diese Eigenschaften machen mich jedes Mal glücklich, wenn ich meinen N900-"Brocken" in die Hand nehme. Einzigartig unförmig. :-)
2. Die Tastatur:
+ guter Druckpunkt
+ doch nicht so schwierig zu bedienen
+ qualitativ top
- klein
- teils umständliche Wege ans Zeichenziel
- für Riesen ungenießbar (wohl gemerkt: richtige Riesen!)
'In detail':
Die Tastatur ist für mich die Überraschung des Geräts, während anfangs noch die Skepsis - ob der mikrigen Ausführung - überwiegt, wird es nach und nach immer leichter ganze Romane an Freunde und das WWW zu zwitschern. Wer sich aufmacht, die Welt der kleinen, gummierten Tasten zu erkunden, wird schnell spüren, dass es nicht so schwer ist wie anfangs erwartet. Lobenswert ist, dass es Nokia mit uns Deutschen gut meint und eigene Ä-, Ö- und Ü-Tasten spendiert. Besonders gut wurde übrigens die volle Breite der Tastenwelt unter einen Hut gebracht, so gibt es zahlreiche Kombinationen, die jede erdenkliche Taste nach spätestens zweimaligem Tippen erreichbar machen. In Verbindung mit der überlebensnotwendigen STRG-Taste, die sich im linken, oberen Eck versteckt, kann dann auch wirklich gar nichts schiefgehen - (funktionstechnisch) wie am PC.
Das alles ist gut gemeint und wirklich gut umgesetzt, lässt die Tasten aber auch nicht über sich hinauswachsen. Wer also schwere Probleme mit akribischen Handgriffen, die teilweise besondere Fingerfertigkeit verlangen, hat, sollte zweimal überlegen, ob das N900 das richtige Gerät ist. Es wäre schade, wenn die Freude am N900 bereits daran zu scheitern drohen sollte.
Wenn Sie mich fragen:
Für mich eine positive Überraschung, für viele andere ein Ärgernis und absolutes Manko. Da hilft NUR der Selbstversuch, greifen Sie im Elektrodiscounter oder Handybasar Ihres Vertrauens zu, testen Sie die Druckpunkte, aber vor allem auch die Erreichbarkeit der Umschalt-, Symb- und STRG-Tasten, um sich ein Bild von dieser Tastatur zu machen. Andernfalls gehen Sie ein hohes Risiko der Unzufriedenheit ein, das sich früh hätte vermeiden lassen.
3. Die Kamera:
+ gute Bilder bei Tag
+ zufriedenstellende Ergebnisse
+ Videoqualität exzellent
+ eine der besseren Smartphone-Kameras (nach Sony Ericsson Satio und Co. aus der Upper Class der Handycams)
+ tolle Features (Sharing via Funk / Internet, GeoTagging, Effekte)
- stellenweise unscharf bei schlechteren Lichtverhältnissen
(je nach Nutzungsgewohnheiten: - Touchbedienung wird in vielerlei Hinsicht vorausgesetzt)
'In detail':
Vollkommen zufriedenstellende Resultate, die sich schnell und unkompliziert über den Globus verteilen lassen. Die Bearbeitungsmöglichkeiten versetzen keine Bäume in den Vulkan, aber vielleicht wird das per App nachgeliefert, um den Photoshop-Nerds immer und überall die Möglichkeit der Augenfarbenanpassung zu ermöglichen. Für Alltagszwecke und spontane Fotos sehr gut geeignet, für Anspruchslosere (zu denen ich mich auch zähle) als kompletter Digicamersatz nutzbar. Besonders überzeugend ist die Videoqualität, da kommt sogar ansprechender Ton mit aufs Band, was keinesfalls zum Standard unter Handys gehört. Gerade gegenüber dem ansonsten makellosen Samsung HD i8910 ein riesiger Qualitätsunterschied.
Wenn Sie mich fragen:
Gute Kamera, intuitive Bedienung, einige Modi - das reicht vollkommen aus.
4. Das Betriebssytem - Maemo 5 (siehe auch Punkt 8; "Update"):
+ flexibel
+/- Open Source (Pro: Freiheit | Contra: Beta hier, Beta da)
- ausbaufähig
- nicht für jeden Nutzer zufriedenstellend
'In detail':
Nach einwöchiger Nutzung des N900 muss ich mich als Fan dieses OS outen, die Freiheit, die durch die nahtlose Einbindung zahlreicher unterschiedlicher Applikationen möglich ist, ist der Schritt in Richtung "User Interface", was das Handy zum perfekten Begleiter macht, wenn man denn Zeit und Nerven bereithält, um das perfekt passende System zurecht zu schneidern. Wer immer davon geträumt hat, ein Handy auf seine Bedürfnisse anpassen zu können, ohne die Grundstruktur dabei vollkommen aus dem Auge zu verlieren, sollte sich jetzt schon mal ein dickes Plus in Gedanken bereithalten. Dass das Betriebssystem noch relativ applikationsarm ist, wird dagegen viele enttäuschen. Allerdings muss ich einen Einwand äußern, wenn es um die grundsätzliche Qualität der verfügbaren Apps geht. Anders als vielerorts behauptet, gibt es genügend interessante Tools und Programme, die das Spielen, Entdecken, Werken und Genießen des Geräts ohne Weiteres ermöglichen. Nichtsdestotrotz gehört das Fehlen von weiteren Programmen, egal welcher Art, zu DEN Schwachstellen des Systems und damit auch Nokia N900. Daran wird sich mit Sicherheit in den nächsten Monaten noch etwas ändern, allerdings ist nicht absehbar, ob das N900 als alleiniger Vertreter des verwendeten Betriebssystems jemals "Appjunkies" befriedigen wird. Es ist also ein zweischneidiges Schwert, entweder Open Source (Maemo) oder proprietär (bspw. iPhone OS).
Wenn Sie mich fragen:
Das Gerät weiß auch ohne Apps im fünf- oder sechsstelligen Bereich zu gefallen, es gleicht vieles durch den bereits installierten Browser und die vollwertige Nutzung des Internets aus. Noch nie war es so schön und einfach das ganze World Wide Web unterwegs zu benutzen. Mit dem Nokia N900 ist (nahezu) alles möglich.
5. Alltagstauglichkeit:
+ 4 frei konfigurierbare / auf eigene Bedürfnisse anpassbare Desktops
+ Navi onboard (derzeit: Ovi Maps 2.0 / Nokia gelobt Nachlieferung von Ovi Maps 3.0)
+ tolle Telefonqualitäten
+ Online-Alleskönner (ICQ, MSN, Skype, IRC, eMail etc.)
+ ansprechender, übersichtlicher Mediaplayer (inkl. tollem Sound)
+ ausreichende Organizerfunktionen / synchronisierbar (PC Suite von Nokia vorausgesetzt)
- (auch hier nicht zu verachten...) Geräteausmaße / vor allem: Dicke des Geräts
- zeitintensive Individualisierung und Anpassung an eigene Bedürfnisse
- Bedienung dank Maemo 5 nicht immer komfortabel (Menüführung teils etwas eigenartig)
'In detail':
Wer sich an die Eigenheiten des Geräts gewöhnt hat, möchte es nicht mehr missen. Wer die wahren Stärken kennengelernt hat, kann nicht mehr ohne das N900. So ergeht es Ihnen aber auch mit dem iPhone oder einem Android-Smartphone, ganz so einfach ist der Weg dahin bei dem hier besprochenen Gerät allerdings nicht. Nokia N900 steht für Kompromisse, der Entscheidung zwischen der Fülle eines iTunes Stores oder der (ungewollten) Übersichtlichkeit der Programmlisten aus Nokias Ovi...
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Perfekt so wie es ist, 21. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Nokia N900 Smartphone (UMTS, WLAN, GPS, Maemo, 5 MP, QWERTZ-Tastatur) black (Wireless Phone Accessory)
Was mich langsam aufregt sind die ganzen Leute die versuchen das Gerät schlecht zu reden, nur weil sie unfähig sind sich zu informieren. Ganz ehrlich, sowas ist einfach nur unangebracht. Es gibt genug Anlaufstellen im Netz um sich ein umfassendes Bild über die Eigenschaften des N900 zu machen. Wer das nicht schafft ist selber Schuld. Ich kaufe mir auch keinen Backofen und wunder mich, warum man ihn nicht auf kalt stellen kann. Wer seinen Schwerpunkt auf 1400 Kalendereinträge und Business legt, der ist bei einem Internettablet, das was das N900 nämlich ist, wohl falsch oder einfach unfähig sich damit zurecht zufinden.
Und dennoch, ich benutze das N900 geschäftlich und habe absolut nichts auszusetzen! Die Businessfunktionen sind mehr als ausreichend. Das Adressbuch ist viel umfassender als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Dank verschiedener Plugins ist es möglich die unterschiedlichsten Messenger wie ICQ, MSN, Yahoo, etc einzubinden. Man klickt also auf den gewünschten Kontakt und sieht den Status den er in MSN und ICQ hat. Ein weiterer Klick und man chattet mit ihm im gewünschten Protokoll.
Das Betriebssystem basiert auf Linux und ist demensprechend frei modifizierbar. Da es Linux ist, kann man sogut wie alle Programme die auf einem normalen Linux laufen auch auf dieses Gerät portieren. (Z.B. kann man bereits Starcraft, verschiedene Shooter wie Quake oder OpenOffice darauf installieren.) Das ist der riesen Vorteil ist! Die Entwickler sitzen nämlich nicht in Büros von Nokia, sondern überall auf der Welt. Man kann mit den Entwicklern Kontakt aufnehmen, sich austauschen und Vorschläge machen. Dazu muss man kein "Linuxfreak" sein. Es reicht wenn man die richtigen Stellen aufsucht, wie etwa das Maemoforum. Täglich werden neue Programme vorgestellt oder nach Lösungen gefragt.
Dank dem kürzlich veröffentlichtem Update sind viele Bugs behoben worden und u.a. ist der Potrait-Mode im Browser verfügbar oder der Akku hält nun länger.
Es ist das beste Gerät, das ich jemals in den Händen hatte. Es ist kein Handy mehr, sondern ein kleiner Computer.
Fazit: Wer 600 Euro für für ein "Handy" ausgibt, sollte sich auch vorher informieren, was es kann. Und es kann verdammt viel. Man muss nur wissen wie man damit umgeht.
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Bahnbrechendes Smartphone, 7. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Nokia N900 Smartphone (UMTS, WLAN, GPS, Maemo, 5 MP, QWERTZ-Tastatur) black (Wireless Phone Accessory)
Hallo zusammen,
ich habe das Gerät jetzt seit letzten Freitag (Danke Amazon für die gewohnt blitzschnelle Lieferung) und ich muss zugeben, dass dieses Gerät mein (Kommunikations)leben verändern wird. Ein wirklich exzellentes, brilliantes Gerät.
Das UI ist verdammt schick (vor allem im Vergleich zu Symbian), schnell und realtiv intuitiv zu bedienen, sobald man sich einmal einige Stunden damit beschäftigt hat. Auch für mich als Maemo Neuling war das gut machbar.
Sehr schön auch, wie die Installation von Apps über den Programmmanger gelöst ist. Einfacher geht es kaum und schon jetzt, zu diesem sehr frühen Zeitpunkt, stehen schon jede Menge nützlicher Apps zum Download bereit (TIP: Im Programmnager ---> Programmkataloge ----> Programmkatalog "Extras" aktivieren. Dieser ist standarmäßig erst einmal deaktiviert).
Toll ist auch die Möglichkeit Infos und Bilder direkt aus Facebook in die Kontakte zu ziehen, genauso wie die Möglichkeit IM / Skype direkt aus den Kontakten heraus zu benutzen.
Die Batterie hält bei durchschnittlicher Nutzung auch ausreichend lange, das allabendliche Laden dürfte aber Pflicht sein.
Der Bildschirm ist ebefalls ein richtiger "eye catcher", als ich das erste Mal den Trailer von "9" auf dem N900 gesehen habe, ist mir, ob der hervorragenden Qualität, sprichwörtlich die Kinnlade heruntergeklappt. Sehr, sehr beindruckend.
Der Mediaplayer ist ordentlich, wenn auch ziemlich schlicht. Aber ich denke, dass durch die Community innerhalb kürzester Zeit abhilfe geschaffen werden wird (Canola ?).
Das absolute Highlight bis jetzt ist aber die Internetnutzung mit dem N900. Kein Vergleich zu den mir bisher bekannten Erfahrungen auf dem N97 oder dem Iphone. Dank Flash 9.4 Unterstützung werden 99% der Seiten so dargestellt, wie man es auch vom Surfen auf "richtigen" Computern gewohnt ist. Flashgames funktionieren in den meisten Fällen ebenfalls tadellos. Lediglich auf Flash 10.x basierende Inhalte können derzeit vom N900 (noch) nicht wiedergegeben werden. Lt. Adobe ist hier Abhilfe in Q1 2010 zu erwarten.
Die Verarbeitungsqualität ist (bei meinem Gerät zumindest) sehr gut, die Hardware Tastatur ist stabil, mit guten Druckpunkten und damit sehr brauchbar.
Das schöne an dem Gerät ist auch, dass es sich unabhängig von NOKIA ständig weiterentwickeln wird. Ich finde es irgendwie spannend, von Anfang an dabei zu sein und dem N900 beim "Erwachsenwerden" begleiten zu können....;).
Nicht nur für "Frickler" empfehlenswert.
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