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Es kann nur eines geben..., 25. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Nokia 5140i orange Handy (Elektronik)
Das Nokia 5140i ist ein gutes, zuverlässiges Handy. Wer mit dem kleinen Mobilphone einfach nur telefonieren oder SMSn will, liegt hier genau richtig.
Ich habe das Handy nun 2 Jahre und es wird teilweise wirklich nicht sehr nett behandelt - es liegt im Rucksack, zusammen mit dem Schlüsselbund, oder es fällt auch mal runter...doch ich kann so gut wie keinen Kratzer finden. Außerdem ist der Akku super und ich habe einen sehr zuverlässigen Empfang. Nun dachte ich mir, ich bräuchte mal ein neues, ganz modernes Handy - und habe mir das Sony Ericsson w760i gekauft....und schon wieder zurück geschickt. Schnickschnack, viel zu langsam, schlechte Tastenfunkion, der Empfang ist nicht der Hit und dem Akku kann man beim Sterben zusehen. Da lob ich mir mein gutes altes Nokia!
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Multitool für Abenteurer, 11. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Nokia 5140i orange Handy (Elektronik)
Als Motorradfahrer brauche ich für Fahrten bei jedem Wetter ein besonderes Handy. Mein Alltagshandy, derzeit ein SE K850i, würde die rauen Bedingungen nicht lange überstehen und bleibt deshalb bei solchen Touren zu Hause. Ich habe deshalb schon seit mehreren Jahren Outdoor-Handys von Nokia im Einsatz; aktuell das hier vorgestellte 5140i.
Das 5140i ist die mittlerweile fünfte Generation robuster Outdoor-Handys von Nokia. Der Urahn 6250 ist das wohl robusteste Handy überhaupt gewesen: durch dicke Gummiarmierung und reichliche Gehäusestärke geradezu erdbebensicher und so wasserdicht, dass man es unter fließendem Wasser reinigen kann. Die Bedienung und Zuverlässigkeit, aber auch die lange Akkulaufzeit hat es vom kleinen Bruder 6210 geerbt. Dazu kamen Features wie ein Lärmmesser. Per Infrarot oder Kabel DLR-3 war ein Abgleich des Telefonbuchs mit der PC-Suite von Nokia möglich. Gut erhaltene 6250 erzielen darum noch heute Preise bis über 100 Euro -gebraucht, versteht sich. Die gewaltige Größe, gepaart mit einem Gewicht von 167 Gramm, wirkt allerdings oft störend.
Sein Nachfolger 5210 führte 2003 erstmals das XPress-On-Cover bei den Outdoorhandys von Nokia ein. Eine beschädigte Hülle konnte nun ausgetauscht werden, allerdings war dies leider häufig nötig. Speziell die Displayabdeckung des 5210 bricht ohne großen Kraftaufwand. Zudem ist es nicht mehr wasserdicht, sondern bestenfalls spritzwassergeschützt. Die Fuge zwischen den Gehäuseteilen ist der Schwachpunkt. Wasser, das hier eindringt, setzt das Gerät außer Gefecht. Dafür ist das 5210 wesentlich kleiner als das 6250. Statt des Lärmmessers ist ein Thermometer integriert, allerdings mit sehr mäßiger Genauigkeit und trägem Ansprechen. Das 5210 ist als einziges Outdoor-Handy nicht in der Lage, Kontakte mit Outlook oder der Nokia PC-Suite abzugleichen -ein echtes K.O.-Kriterium, muss man doch jeden Kontakt einzeln eingeben. Letzten Endes ist es aber eher ein Standard-Handy im Outdoor-Look, da ihm echte Nehmerqualitäten fehlen.
Das Farbdisplay hielt im selben Jahr mit dem 5100 bei den robusten Begleitern Einzug. Dabei handelt es sich um ein nur 128x128 Pixel auflösendes CSTN-Display mit 4096 Farben, dem man an Kontrast und Auflösung deutlich anmerkt, dass es zu den ersten seiner Art gehört. Die Ausstattung ist aus den Funktionen der Vorgänger zusammengesetzt und umfasst Thermometer und Lärmmesser. Zusätzlich wurde erstmals eine LED-Taschenlampe integriert, deren Nutzen den der anderen Details weit übertrifft. Diese Taschenlampe hat man immer dabei, ob auf der Suche nach dem Schlüsselloch, auf dem Hundespaziergang oder bei der Panne unterwegs. Ebenso interessant: ein UKW-Stereo-Radio, das allerdings den Anschluss des serienmäßigen Headsets als Antenne erfordert. Die Tastatur des 5100 ist allerdings eher nach optischen Gesichtspunkten gestaltet -die Ergonomie ist für Schnelltipper ungeeignet, zumal der Druckpunkt schwergängig ist. Eine Kamera ist nicht integriert, stattdessen empfiehlt Nokia den Anschluss eines HS-1C genannten Kamera-Headsets. Aus heutiger Sicht eine absurde Idee, damals ein Novum.
2005 schließlich erschien das 5140, der Vorläufer des 5140i. Die Erfahrung mit den Vorgängern floss in dieses Handy ein. Der wichtigste Punkt: es ist weniger robust als der Primus 6250, aber weit robuster als ein 5210. Dazu trägt auch bei, dass neben dem XPress-On-Cover nun auch ein abgedichteter Akkudeckel Wasser von der Elektronik fernhält. Auch das Gehäuse selbst ist gummiert und deutlich stabiler geworden. Nicht wenige 5140-Besitzer berichten von meterhohen Stürzen und unfreiwilligen Tauchbädern, die das Handy unbeschadet überstanden hat. Dennoch gilt es als spritzwassergeschützt, aber nicht wasserdicht.
Reine Telefonierer freuen sich über zeitgesteuerte Umgebungsprofile -eine Nokia-Spezialität. So kann man z.B. das Handy anweisen, bis sechs Uhr morgens lautlos zu schalten und ab dann wieder per Klingelton auf sich aufmerksam zu machen. Dazu passt auch der integrierte Wecker. Zwar ist das Display auch hier, wie beim 5100, ein CSTN-Typ mit nur 4096 Farben und 128x128 Pixeln Auflösung. Tipp: der Kontrast kann eingestellt werden und ist merkwürdiger Weise besser, je weiter man ihn herunterregelt (!). Die Akkulaufzeit ist dadurch aber extrem lang und erreicht im gemischten Betrieb eine Woche. Wie alle Nokia-Handys für den Outdoorbereich ist der Akku ein Li-Ion-Typ, der mit den seit Jahren gebräuchlichen Nokia-Ladegeräten geladen werden kann. Die Tastatur missfällt mit unterschiedlich harten Druckpunkten ("0" ist deutlich härter als "5"), hat aber ein gutes Layout. Als Klingeltöne können polyphone MIDI-Töne verwendet werden.
Zur Außenwelt nimmt das 5140 über Infrarot oder das optionale Datenkabel CA-42 auf, zum Beispiel zur Synchronisation mit dem PC. Diesem steht das 5140 auch als EDGE-, GPRS- oder HSCSD-Modem zur Verfügung, wobei die Übertragungsraten in der heutigen (UMTS-)Zeit nicht mehr überzeugen.
Die Ausstattung ist ungewöhnlich umfangreich. Neben den Vorgängerfunktionen Radio, Taschenlampe, Thermometer und Lärmmesser wurden eine beleuchtete Dosenlibelle und sogar ein elektronischer und (nach Kalibrierung mit Hilfe der Dosenlibelle) sehr genauer Kompass integriert. Eine zusätzlich erhältliche Coverhälfte mit GPS-Empfänger ergänzt ihn auf Wunsch, wird aber selten gekauft. Ihr veralteter SIRF 2-Empfänger und fehlende Karten schränken die Nutzung zu sehr ein. Selbst ein RFID-Modul ist erhältlich. Erstmals ist eine Kamera integriert, deren Nutzen angesichts von nur 0,3 Mio. Pixeln und des schwach auflösenden Displays aber fraglich ist. Als Zubehör liegen ein Stereo-Headset, eine Handgelenkhalterung mit Lupe und natürlich ein Ladegerät bei.
Als Nachfolger wurde 2006 das 5140i vorgestellt. Bis auf etwas andere Gehäusefarben gleicht es dem Vorgänger äußerlich wie ein Ei dem Anderen. Die Unterschiede liegen im wesentlichen in einem nun 65.000 Farben anzeigenden Display und der Möglichkeit, kurze MP3-Klingeltöne zu benutzen. Auch das Menü des 5140i (das zur zweiten Generation der Series 40-Handys von Nokia gehört) wurde etwas erweitert, so dass z.B. verschiedene Themen (Ansichten) ausgewählt werden können. Gebrauchtkäufer sollten wissen, dass diese Funktionen mit deutlich höheren Gebrauchtpreisen erkauft werden müssen. Dafür hat das "i"-Tüpfelchen dank der etwas besseren Multimediaunterstützung mit MP3-Tauglichkeit und besserer Grafik den fünften Stern verdient, den ich dem 5140 noch in Hinblick auf die Ansprüche moderner Käufer versagt habe.
Fazit: Die nunmehr fünfte Generation der Outdoor-Nokias überzeugt durch Robustheit und eine Ausstattung, die an ein Taschenmesser erinnert. Funktionen wie die mit nur einem Tastendruck aktivierbare Taschenlampe sind nicht nur unterwegs überaus nützlich. Wer seinen Interessenschwerpunkt auf Outdoor-Aktivitäten statt Multimedia setzt oder wer bereits leidvolle Erfahrungen mit (zu) empfindlichen Geräten gemacht hat, ist mit dem 5140i genauso gut bedient wie derjenige, der ein ausdauerndes Gerät zum "Nur Telefonieren" sucht. Dabei muss es nicht unbedingt das etwas teurere 5140i sein. Käufer, die sich am etwas weniger bunten Menü und der Beschränkung auf polyphone Klingeltöne nicht stören, können mit dem ansonsten gleichwertigen 5140 ein paar Euro gegenüber dem Nachfolger 5140i sparen. Abenteurer, Handwerker oder ganz einfach Pechvögel, denen das Handy schon mal aus der Hand rutscht, werden mit beiden Versionen sicher eine lange Freundschaft eingehen.
Wichtig für Gebrauchtkäufer: Da das 5140/5140i auch in Prepaid-Paketen mit SIMlock verkauft wurde, sollte bei Geräten mit T-Mobile- oder Vodafone-Logo geklärt werden, ob das Handy für Fremdkarten freigeschaltet ist. Allerdings wurden die meisten 5140 in 2005 und die meisten 5140i in 2006 verkauft. Eine nachträgliche Freischaltung führen die Netzanbieter zwei Jahre nach Fertigungsdatum kostenlos durch; dafür wird keine Rechnung, sondern nur die IMEI-Nummer benötigt. Diese zeigt jedes Handy nach Eingabe von *#06# an. Je nach Anbieter genügt ein Anruf oder der Besuch der Internetseite, um zu erfahren, ob die Zweijahresfrist abgelaufen ist. In diesem Fall erhält man den Freischaltcode und kann sofort selbst das Gerät entsperren.
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