Jeder kennt das: Laute Handy-Gespräche, nervige MP3-Plärrer, Hupen, Alarmanlagen, Signaltöne, Presslufthämmer usw., die an den Nerven zerren durch unnötigen Lärm. Dieser Film zeigt ein zu Recht umstrittenes Ventil für diese Wut, aufwühlend, kontrovers, mit Selbstironie und viel Gefühl.
Tim Robbins, Bridget Moynahan, Margarita Levieva und William Hurt brillieren in ihren Rollen eines erfolgreichen Mannes, dessen inneres Tier im Lärmkäfig seiner Umwelt gefangenen ist und droht aus zu brechen, einer besorgten Ehefrau, die zwischen der Liebe zu ihrem Mann und dem Schutz der Familie hin und her gerissen ist, einer intelligenten, idealistischen Rebellin, die dem Idealismus die Effektivität an die Seite stellt und einem verbitterten Karrieristen, dessen Idealismus ihn mächtig und allein gemacht hat.
Dieser Film funktioniert auf vielen Ebenen und lässt den Zuschauer nicht los, seine Vielschichtigkeit, seine Untentschiedenheit zwischen Komödie, Beziehungs-Drama und Sozialsatire ist sein Vorteil - nie gleitet der Film ab in eine alberne Superhelden-Geschichte, nie wird er übersentimental, man bekommt die Geschichte in viele Weisen erzählt (was auch filmisch sehr abwechslungsreich ist) und wird auf so verschiedene Weisen berührt und inspiriert, dass man hinterher noch viel über ihn, die Welt und die Macht und Verantwortung des Einzelnen in ihr und vieles mehr diskutieren will.
Das ist intelligentes Kino.