Nun hat es der Soundtrack also endlich auch nach Deutschland geschafft.
Natürlich muss man halbwegs etwas mit der Musikrichtung und Soundtracks im allgemeinen anfangen können. Doch wenn das der Fall ist, sollte man auf diese CD auf keinen Fall verzichten, denn: Was einen hier erwartet, ist ein Werk, dass einfach verzaubert.
Angeführt wird der Soundtrack von dem Opening Theme, eines der beiden Stücke, die nicht von Yuki Kajiura komponiert wurden. Das Stück ist Geschmackssache; es wirkt einfach vom Stil und Klang her etwas deplatziert, trotz der sporadischen Streicher. Entweder man mag es oder nicht.
Dann beginnt der eigentliche Soundtrack: "Les Soldats" ist ein mystisch-düsteres Stück, mit Chören, E-Gitarre und Elektronik.
Dann folgt mit "Snow" ein sehr ruhiges, praktisch nur aus Piano und leichter Keyboard-Untermalung bestehendes, melancholisches Stück mit schöner Melodie.
Dann folgt mit "Canta Per Me" eins der Highlights der CD; Die italienischen Lyriks passen perfekt zu diesem ebenfalls melancholischen Song, der auch in der Serie oft zu hören ist.
"Corsican Corridor" ist ein weiterer guter Track, der zur Abwechslung mal ein wenig flotter daherkommt.
"Ode to Power" ist wieder ein etwas düsterer Track. Dann kommt mein persönlicher Geheimtipp:
"Solitude by the window", ein schlicht traumhaft romantisches Stück, dass mit dem Zusammenspiel aus Klavier und Akkordeon einfach perfekt das französiche Ambiente der Serie einfängt.
Die folgenden "Romance" und "Silent Pain" sind Stücke, die sich nicht so sehr in den Vordergrund drängen, aber keinesfalls schlecht sind. Aber dann gehts los:
Zunächst mit "Lullaby" eine traumhafte, melancholische Ballade (mal wieder mit Gesang, diesmal Englisch), dann
"Mélodie", basierend auf der Spieluhr-Melodie aus der Serie, dass sich nach einer Weile zu einer fast schon rockigen Nummer mit E-Gitarre entwickelt, und
"Chloé", welches mit einer (weiteren) Ohrwurm-Melodie aufwartet.
Die dann folgenden "Whispering Hills", "Zero Hour", "Liar Your Lie" und "Sorrow" sind Stücke, die es zwar nicht mit den vorangegangenen aufnehmen können (außer vielleicht das Piano-Instrumental "Zero Hour"), aber trotzdem durchaus den einen oder anderen Hördurchlauf wert sind.
Dann folgt schließlich mit "Salva Nos" der wohl (zu Recht) populärste Song des Soundtracks. Ein stampfender Beat, coole Bass-line, verzerrte (aber eher leise) E-Gitarre, Keyboard, Streicher und ein weibliches Duett, dass die lateinischen Zeilen vorträgt. Ein Ohrwurm ohnegleichen.
Den Abschluss bildet dann das Ending Theme der Serie, der zweite Song der nicht von Yuki Kajiura ist. Im Gegensatz zum Opening fügt sich dieser eher melacholische Song sehr gut in die Atmosphäre des Soundtracks ein, und kann dank Ohrwurm-Refrain sehr überzeugen.
Man sollte noch anmerken, dass die anderen Songs der Serie nicht etwa weggelassen, sondern auf einem zweiten und dritten Soundtrack, die jedoch (noch) nicht in Deutschland veröffentlicht wurden, zu finden sind. Bis zu deren Veröffentlichung kann man die Wartezeit aber gut mit diesem Soundtrack und Yuki Kajiuras Solo-Album "Fiction" überbrücken.
Also: kaufen!