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Noir [Broschiert]

Jenny-Mai Nuyen
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (64 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Oktober 2012
Nino Sorokin ist dabei, als der Unfall geschieht. Seine Eltern sterben, ihm bleibt eine besondere Gabe: Er sieht den Tod eines jeden ­Menschen voraus. Auch den eigenen. Von nun an ist er besessen von der Frage, wie man das Schicksal überlisten kann. Er weiß, er wird nur 24 Jahre alt – und sein Geburtstag rückt immer näher. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ninos Suche führt ihn zu einem geheimen Zirkel von Mentoren, die Seelen sammeln. Und er begeht den größten Frevel, den der Zirkel kennt: Er verliebt sich in eine der Seelenlosen. In die geheimnisvolle Noir, die bereits auf der Schwelle zum Jenseits steht ...

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Noir + Nijura - Das Erbe der Elfenkrone + Die Sturmjäger von Aradon - Feenlicht: Band 1
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Produktinformation

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  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Polaris (1. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862520285
  • ISBN-13: 978-3862520282
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (64 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 69.933 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, mit zehn folgte das erste Drehbuch, mit dreizehn ihr erster Roman. Seit ihrem literarischen Debüt „Nijura – das Erbe der Elfenkrone“ gilt sie als eine der größten Entdeckungen der letzten Jahre. Nach einem abgebrochenen Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchschnitt 11. Oktober 2012
Format:Broschiert
Nino Sorokin ist dabei, als der Unfall geschieht. Seine Eltern sterben, ihm bleibt eine besondere Gabe: Er sieht den Tod eines jeden ­Menschen voraus. Auch den eigenen. Von nun an ist er besessen von der Frage, wie man das Schicksal überlisten kann. Er weiß, er wird nur 24 Jahre alt – und sein Geburtstag rückt immer näher. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ninos Suche führt ihn zu einem geheimen Zirkel von Mentoren, die Seelen sammeln. Und er begeht den größten Frevel, den der Zirkel kennt: Er verliebt sich in eine der Seelenlosen. In die geheimnisvolle Noir, die bereits auf der Schwelle zum Jenseits steht ...

Nachdem ich bereits alle anderen Bücher der Autorin begeistert gelesen habe, war ich sehr gespannt auf ihr neuestes Werk "Noir" das ja so vollkommen anders ist, als man es von Jenny-Mai Nuyen gewohnt ist.
Doch leider hat mich dieses Buch eher enttäuscht zurückgelassen. Es vergehen 200 Seiten bis die Autorin ein wenig Licht ins Dunkel bringt und es schafft, ein wenig Spannung in die Handlung einzubringen. Vorher stellt man sich stets die Frage, worauf das alles hinauszulaufen vermag, denn ständig werden Drogen konsumiert und Gläser verrückt. Am Ende ist man nicht wirklich schlauer, sieht aber einen Zusammenhang zwischen den Geschehenissen in dieser Geschichte.
Zwar besitzt "Noir" dieses gewisse Etwas das den Leser zum weiterlesen animiert, dennoch fehlte mir die wirkliche Spannung und die Aussage am Ende.
"Noir" besitzt viel Philosophisches, es mutet wie eine Abhandlung über Leben, Tod und das Dazwischen an. Nebenbei enthält diese Geschichte viel Okkultes, sodass Fiktion und Wirklichkeit vor dem Auge das Lesers verschwimmen.
Die unterschiedlichen Abschnitte innerhalb der Kapitel werden mal im Präsens und mal im Perfekt geschildert, wodurch ein kleiner Einblick in die Zukunft des Protagonisten gegeben wird.
Im Großen und Ganzen erzählt aber der Klappentext schon die gesamte Handlung "Noirs", wodurch man nicht viel Neues erfährt.
Das Ende ist ziemlich offen und überlasst es dem Leser zu spekulieren, was nun geschehen mag.

Trotz der Erzählweise aus Nino's Sicht erfährt man nicht allzu viel über ihn und wird aus seinem Charakter einfach nicht schlau. Stets philosophiert er über Leben und Tod und versucht einen Ausweg aus dieser Misere zu finden, danach findet er sich in einem Strudel aus Okkultismus wieder und verliebt sich in "Noir". Er erscheint mir einfach zu blass, genau wie die anderen Charaktere dieses Buches und die Hintergründe der Mentoren über die man einfach zu wenig erfährt.

Lediglich der poetische und von sprachlicher Schönheit geprägte Schreibstil der Autorin hat dieses Buch am Leben gehalten und das gewisse Etwas verströmt. Die Sätze passen sich immer der jeweiligen Situation an und sind stets flüssig zu lesen. Dennoch schweifte die Autorin mir manches Mal zu stark vom roten Faden ab, fand aber zum Glück schnell wieder zurück.

Fazit: Ein leider eher durchschnittliches Buch der Autorin.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Drogen. Party. Depressionen. 9. November 2012
Von Vampyress "Coffee and Books" TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Nino Sorokin ist fünf, als seine Eltern mit dem Auto verunglücken. Seitdem sieht er den Tod anderer Menschen voraus – und er weiß, dass er selbst nur 24 Jahre alt wird. Auf der verzweifelten Suche nach einem Weg, wie er seinem sicheren Tod entkommen kann, taucht er tief ein in das undurchsichtige Nachtleben Berlins. Dort gerät er in einen Kreis von Mentoren, die in Verbindung mit der Welt zwischen Leben und Tod stehen. Mithilfe des geheimnisvollen Monsieur Samedi will er es schaffen, sein Schicksal zu ändern. Doch alles kommt anders, als er sich in die seelenlose Noir verliebt, die bereits auf der Schwelle zum Jenseits steht …

Meine Meinung:

Nachdem ich fast alles vorangegangenen Werke von Jenny-Mai Nuyen gelesen habe, war ich gespannt auf ihren neuen Roman, mit dem sie sich bewusst einem reiferen Publikum zuwenden will.
„Noir“ ist kein Fantasybuch mehr, es ist ein tiefgreifender philosophischer Roman, der die menschlichen Abgründe erforscht – mit einem Schuss Phantastik, der jedoch zu jeder Zeit in die reale Welt übertragen werden kann, eine Reflexion der Realität, wenn man so will. Es fällt auf, mit welchen Fragen sich die Autorin während des Schreibens auseinandergesetzt hat, Themen wie Tod und Endlichkeit, Verlust, Abnabelung, Liebe auf seelischer und physischer Ebene, Perspektivlosigkeit und das Gefühl des Verlorenseins dürften typisch sein für junge Leute Anfang zwanzig (zu denen auch ich gehöre, ich konnte mich mit einigem, was Nino durchmacht, sehr gut identifizieren).
Ihre Sprache ist bestechend schön, noch um einiges gereifter und erwachsener als in ihren vorherigen Werken und immer stärker mit Hang zum Poetischen.
Auch die Figuren sind hervorragend ausgearbeitet, die Dialoge geschliffen und besonders realitätsnah.
Vor allem aber ist es diese Empfindsamkeit, gepaart mit einer erstaunliche Reife und Klugheit, die aus jeder Seite dieses Buches spricht – kaum zu glauben, dass das eine 23jährige geschrieben hat. Hut ab!

Warum ich trotzdem nicht zufrieden mit „Noir“ bin?
Zunächst einmal passiert mir einfach zu wenig. Nuyen liefert ein überzeugendes Setting, eine flirrende Atmosphäre, aber einen Plot, der anfangs zu lange braucht, um in Gang zu kommen (das erste Drittel erschien mir viel zu lang und hinausgezögert, eine ordentliche Straffung hätte hier sicher gut getan), der zum großen Showdown zwar an Fahrt aufnimmt, aber zu sehr auf gedehnte, zum Abschweifen neigende Dialoge setzt, die zwar einige philosophische Ideen berühren, den Leser aber lange in der Dunkelheit herumtappen lassen, ohne ihn des Rätsels Lösung näher zu bringen. Im Großen und ganzen ist die Idee zwar großartig, aber in einen recht dünnen Plot verpackt und letztendlich zu stark zu einem großen Wirrwarr aus Dialogszenen, Gedankenfetzen und Sinneseindrücken aufgebauscht.

Des weiteren – aber das ist wirklich nur mein persönlicher Lesegeschmack – ist mir die Geschichte zu düster, zu drogenlastig, zu depressiv. Denn das ist „Noir“ in meinen Augen in Wirklichkeit: Die Geschichte einer schweren Depression. Oder nein, nicht nur das, im Grunde geht es auch um eine zerstörerische Drogensucht. Verpackt in eine phantastische Hintergrundgeschichte zwar und eine metaphysische Tour durch den menschlichen Geist und die Fragen, die irgendwann in uns erwachen, um uns das Leben schwer zu machen und uns am Leben festhalten zu lassen.
Diese alles niederdrückende Schwermütigkeit, diese tiefsitzende Verzweiflung und die Hoffnungslosigkeit beinahe aller agierenden Figuren hat mich beim Lesen niedergeschlagen gemacht und mich so geschlaucht, dass ich trotz aller Faszination und Spannung nicht behaupten kann, das Lesen hätte mir „Spaß“ im wörtlichen Sinne gemacht.

Zudem muss ich auch sagen, dass mir Jenny-Mai Nuyens lebendige und bildhafte Sprache, für die ich ihre Bücher unter anderem liebe, hin und wieder etwas over-the-top war. Grandioser und malerischer noch als in allen bisherigen Büchern, aber manchmal doch etwas … zu viel. Zum Beispiel versucht sich Nino während eines Gesprächs mit seiner Schwester zu konzentrieren, aber in seinem Kopf ist „[...] nur ein Knistern, das Bröseln von Herbstlaub. Als er lange genug im Rascheln gestanden hatte, erwiderte er […].“
An solchen Stellen wurde mir die Sprache doch etwas zu artifiziell, zu ausgeschmückt um ihrer selbst willen und dabei schon fast ins Peinliche abdriftend.

Und zum Schluss muss ich noch loswerden, dass ich das Ende von „Noir“ nicht ganz überzeugend fand … Meine Meinung. Zufriedenstellend, ja, aber nach allem, was diesem Schluss vorangegangen ist, bin ich mir nicht sicher, ob ich diese Auflösung ganz überzeugend fand.

Alles in Allem bin ich in meiner Meinung zu diesem Buch zutiefst gespalten. Die Sprache ist betörend schön, schießt aber ab und zu übers Ziel hinaus. Die Idee finde ich großartig, den Plot aber zu dünn. Mir gefällt, wir „Noir“ erzählt wird, aber das erste Drittel ist mir zu langatmig. Die philosophischen Gedanken und Dialoge sind sind äußerst tiefsinnig und überraschend, aber ich frage mich, ob dieser Aspekt nicht über Gebühr viel Platz beansprucht und dabei dem Rest der Handlung zuträglich ist. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob mir das alles nicht ein wenig zu metaphysisch, um nicht zu sagen esoterisch gefärbt ist. Ich mochte die Charaktere und die Dialoge sehr, konnte mich aber nicht mit der ausführlich beschriebenen Drogen- und Party-Szene identifizieren und die depressive Stimmung des Buches hat mich extrem runtergezogen.

Fazit: Ich werde definitiv auch weiterhin ein Fan von Jenny-Mai Nuyen bleiben, aber ich würde mir wünschen, dass sie mit ihrem nächsten Roman wieder mehr zu ihrer großartigen Art des Genschichtenerzählens zurückfindet und sich ein bisschen von der "dunkelschwarzen" Grundstimmung und der Paulo-Coelho-Esoterik loslöst. ;)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Geschichte, die mich nicht überzeugen konnte 29. Oktober 2012
Von Kleeblatt TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Nachdem bei einem Unfall seine Eltern ums Leben kamen, besitzt Nino Sorokin eine besondere Gabe. Er kann den Tod von Menschen vorhersehen, so auch seinen eigenen. Er weiß, dass er mit 24 Jahren sterben wird und versucht schon seit langer Zeit, diesem Schicksal zu entgehen.
So trifft er eines Tages in einem Club auf Monsieur Sambedi, der dort Séancen durchführt. Er ist einer aus dem Zirkel von Mentoren, die Seelen sammeln. Schnell erkennt dieser die Begabung von Nino und versucht ihm weiszumachen, dass er ihm behilflich sein kann, den Tod zu überlisten.
Die Mentoren besitzen Geister und ein Geist von Sambedi ist Noir, die nur von Sambedi und Nino gesehen werden kann. Nino verliebt sich in Noir, die von Sambedi abhängig ist.
Nino und Noir flüchten und plötzlich haben sie nicht nur Sambedi am Hacken, der sie verfolgt ...

Die Geschichte wird aus der Sicht des Protagonisten Nino erzählt, beginnend mit dem Autounfall, bei dem seine Eltern starben und er 5 Jahre als ist.
Nach dieser Episode beginnt die eigentliche Erzählung kurz vor Vollendung seines 24. Geburtstages, der ihm durch seine Gabe als sein letzter bewusst wird.
Zwischen den einzelnen Kapiteln sind Episoden eingeblendet, die sich im JETZT abspielen, auf die sich die Geschichte hinbewegt, bis sie übergangslos im Jetzt angekommen ist (schwer zu erklären). Warum die Autorin diese Kapitel eingefügt hatte, hat sich mir leider nicht erschlossen, zumal sie ja im Lauf der Erzählung noch einmal vorkamen.

Der Autorin ist es nicht gelungen, dass ich Sympathie für die Protagonisten empfinden konnte. Sie wirkten auf mich farblos und blass. Hintergrundwissen, sowohl über die Protagonisten wie auch über die Zusammenhänge, was die Mentoren angeht, fehlen völlig.
In der Mitte des Buches hatte ich des Öfteren das Gefühl, am Text vorbei zu lesen, ohne mir klar werden zu können, was man mir eigentlich sagen wollte.

Was mich in dem Buch penetrant gestört hat, war der unverhältmäßig hohe Konsum an Drogen. Es gab ja so gut wie keine Handlung, die ohne Drogen auskam. Dafür, dass das Buch als Jugendbuch deklariert wird, finde ich es als zuviel.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, wenn auch manchmal für mich inhaltlich unverständlich gewesen.
Wirkliche Spannung kam nicht auf, trotzdem war das Buch so geschrieben, dass ich an der Stange gehalten wurde, dass ich letztendlich wissen wollte, wie es ausgeht.
Das Ende hat mich leider auch nicht wirklich schlauer gemacht.
Schade, die Story an sich scheint Potenzial zu haben, nur mich hat die Umsetzung nicht wirklich überzeugt.
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