Also, ich muss sagen, bei den hier angegebenen Rezensionen und für den Preis habe ich so viel mehr erwartet. Ich gebe dem Buch noch 2 Sterne, weil die Idee und auch die Handlung nett ausgedacht sind und durchaus Potenzial haben könnten.
Allerdings lässt der Schreibstil, die Erzählform und die Ausdrucksweise der Autorin doch sehr zu wünschen übrig. Ich frage mich, ob die anderen das gleiche Buch gelesen haben, wie ich. So viele Fehler in der Grammatik und der Wortstellung habe ich noch nie gesehen. Ständig kamen Sätze wie: "... und sie hatte sie sich in all den Jahren,..." vor, Rechtschreibfehler oder fehlende Buchstaben habe ich nachher einfach überlesen. Falls das Buch Korrektur gelesen wurde, dann äußerst miserabel!
Außerdem wechselt ständig der Erzähler, zum Teil, ohne dass man es mit bekommt, was einen ganz schön verwirren kann. Die Absätze, die in dem Buch gemacht werden, ergeben meistens keinen Sinn, da kein Erzähler-, Ortswechsel oder Zeitsprung stattfindet, sondern die Handlung genau dort weiter geht, wo der letzte Absatz aufgehört hatte.
Inhaltlich bin ich immer wieder auf Ungereimtheiten und einfach nur unverständliche Geschehnisse gestoßen. So akzeptiert Felicitas einfach so, dass sie einen Bruder hat, tut so, als wäre ihr nicht etwas schlimmes als Kind zugestoßen und die Leute um sie herum wären keine Fremden. Die beiden Hauptdarsteller akzeptieren sehr schnell, wer und was der jeweils andere ist, genauso wie Sie sehr schnell wissen, dass sie sich lieben, aber den jeweils anderen gar nicht wirklich kennen.
Verständnis für den Zustand der Hauptpersonen, für Ihre Gefühle, ihre zum Teil doch sehr wirren Gedanken und Ihre Vorstellungen von einer Beziehung kommt leider nicht auf, ich konnte mich in keinen der beiden hineinversetzen.
Die Vorstellungen von Christoph fand ich sogar so altmodisch, dass ich zwischenzeitlich einfach nur wütend war, wer Straft seine Frau den schon für Ungehorsam (Hallo!!) mit der Verweigerung eines Höhepunktes beim Liebesakt und behauptet er würde selber darunter leiden?
Was mich auch sehr gewundert hat, ist die angebliche Krankheit von Felicitas, auf die Christoph immer wieder anspielt, die er ja sogar behandelt, aber was genau sie hatte, wird nie erwähnt!
Die Liebesszenen waren mehr als dürftig und verwirrend, die hätte die Autorin sich auch sparen können!
Ich bin einfach nur enttäuscht und würde keinem Raten dieses Buch für diesen Preis zu kaufen. Wer gute Bücher in diesem Umfeld (Vampire, Bruderschaft, Fantasy etc.) sucht, der sollte besser zu J.R. Wards Blackdagger Brotherhood oder Lara Adriens Midnight Breed Novels greifen (beide Serien sind bereits auf deutsch erschienen).