Ich habe selten solch eine Detailverliebtheit gesehen/gelesen wie in diesem Buch. Viele Worte und wenig Inhalt. Die Handlung ist absolut langweilig. Am Schluss passiert nochmal ein wenig. Zwei Personen, deren Leben nebeneinander geschildert wird und die aneinander vorbei kommunizieren, immer um den heißen Brei schleichen und beide zu blöd und lebens- und beziehungsunfähig sind. Ein Millionär, der gleichzeitig ein Nichtsnutz ist und in einer absoluten Daseinskrise steckt und eine Galeriebesitzerin, die ebenso verkorkst ist. Das mit einer solchen vehementen Langweiligkeit erzählt, dass ich das Buch wirklich mehrfach in die Ecke werfen wollte. Beispiel: Man sitzt in einem Restaurant und es wird langatmig geschildert, wie das Restaurant aussieht, wie die Besitzer sind und wie sie sich streiten, aber weder Besitzer noch Restaurant spielen eine Rolle in dem Buch und tauchen auch nie wieder auf. Diese Buch füllende Vorgehensweise der Autorin wiederholt sich dann durch das ganze Buch. Ich denke, ein Neuling im Schreiben hätte dieses Buch nie in einen Verlag unterbringen können. Jeder Groschenroman versprüht mehr kurze Weile und Esprit.