Nach 'Ein Löffelchen voll Zucker', welches im Jahr 2004 erschien, folgt nun 'Noch ein Löffelchen voll Zucker'. Warum? Die Kinder wachsen und werden Erwachsen und was vor ein paar Jahren noch angesagt war, mag den Kindern gefallen haben, aber den angehenden Teenagern ist das bereits peinlich oder sie lassen sich nicht mehr so leicht überzeugen. Da erscheint die Idee nur folgerichtig, einen zweiten Teil zu erstellen und sich neuen Problemstellungen zuzuwenden.
Es geht nach wie vor um ein gelungenes Zusammenleben, mit allen Höhen und Tiefen. Freude und Spaß soll im Alltag überwiegen, ohne dass sie nur aufgesetzt wirken und, selbstredend, ohne dass wichtige Entscheidungen und Entwicklungen übergangen werden. Charakterstärke ist gewollt.
Der neue Ratgeber ist aufgebaut wie der letzte, mit zahlreichen Fotos und Abbildungen, individuell und persönlich. Die Texte sind eingängig und nicht zu lang. Erklärungen und Vorgehensweisen, Tipps und Anregungen sind eine Mischung aus bekannten und neuen Ideen. Für aufregende und ruhige Momente, für angenehme bis schwierige Situationen. Immer wenn Handlungsbereitschaft gefragt ist, finden wir Vorschläge, um uns vielleicht die Umsetzung zu erleichtern. Natürlich wird nicht alles gleich gelingen, doch die Texte berichten von bereits gemachten Erfahrungen und können uns Mut machen.
Sabine Bohlmann ist selbstkritisch genug, um gleich wieder zu Beginn anzumerken, dass sie keine Pädagogin oder eine Supernanny ist. Aber sie gibt nicht auf, hinterfragt ihre eigene Motivation und ihre Vorgehensweise und ist sich nicht zu stolz, eigene Schwächen einzugestehen. Das macht sie authentisch und auf dem schwierigen Weg ihrer Kinder über die Einschulung, der Clique, der Pubertät bis zum jungen Erwachsenen, ist die Ehrlichkeit und die Einschätzung ihrer Person eine wichtige Voraussetzung, um den eigenen Weg finden zu können, da sich elterliche Vorgaben und persönlicher Freiraum die Waage halten.
Wem das 'Mary-Poppins-Prinzip' gefällt oder gefallen hat, kann getrost auch hier zugreifen.