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Nobody Knows (2 DVD-Set) [Collector's Edition]
 
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Nobody Knows (2 DVD-Set) [Collector's Edition]

Yuuya Yagira , Ayu Kitaura , Hirokazu Kore-eda    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Yuuya Yagira, Ayu Kitaura, Hiei Kimamura
  • Regisseur(e): Hirokazu Kore-eda
  • Komponist: Gontiti, Tate Takako
  • Format: Collector's Edition, Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Japanisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: SUNFILM Entertainment
  • Erscheinungstermin: 19. Oktober 2005
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 141 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000AJ9V8I
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.681 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Keiko hat vier Kinder von vier Vätern und lebt in einer kleinen Tokioter Wohnung. Ihrem Vermieter hat sie nur die Existenz des Ältesten, Akira, gestanden. Keines der Kinder geht zur Schule, sie dürfen die Wohnung nicht verlassen und müssen lautlos spielen. Eines Tages verschwindet Keiko und hinterlässt den zwölfjährigen Akira mit wenig Geld und viel Verantwortung. Er kümmert sich rührend um die Geschwister und findet immer neue Auswege, wenn das Geld ausgeht. Doch da geschieht ein Unglück.

Produktbeschreibungen

Keiko hat vier Kinder von vier Vtern und lebt in einer kleinen Tokioter Wohnung. Ihrem Vermieter hat sie nur die Existenz des ltesten, Akira, gestanden. Keines der Kinder geht zur Schule, sie drfen die Wohnung nicht verlassen und mssen lautlos spielen. Eines Tages verschwindet Keiko und hinterlsst den zwlfjhrigen Akira mit wenig Geld und viel Verantwortung. Er kmmert sich rhrend um die Geschwister und findet immer neue Auswege, wenn das Geld ausgeht. Doch da geschieht ein Unglck...

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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tark
Format:DVD
Nobody Knows - "Die Kofferkinder" ist ein im Jahre 2004 erschienener, japanischer Film, wobei Hirokazu Koreeda als Regisseur, Produzent und Drehbuchautor fungierte. Das Thema basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich angeblich 1988 in Nishi-Sugamo Japans zugetragen haben soll. Ergebnissen von Statistiken des Kulturministeriums zufolge war dieses Ereignis kein isolierter Einzelfall. Im Jahre 2000 betrug die Zahl der in ähnlichen Verhältnissen auf sich gestellten Kinder 302. Dies betraf aber ausschliesslich die amtlich gemeldeten Geburten. Folglich ist davon auszugehen, dass dieses gesellschaftliche Problem in der japanischen Kultur heute an Relevanz und Häufigkeit zugenommen hat.

Nachdem Hirokazu Koreeda sein Literatur-Studium abgeschlossen hatte, trat er der unabhängigen TV-Produktionsfirma "TV Man Union" bei. So realisierte er zahlreiche Dokumentarfilme für das Fernsehen. Immer wiederkehrende, zentrale Themen waren darin die Verarbeitung der Erinnerung, des Lebens und Sterbens. Auch in seinem fünften Film "Nobody Knows" sind diese Motive wiederzuerkennen. Hirokazu Koreeda`s Filme sind oft von Aspekten aus dem Buddhismus geprägt. Samsara, der Kreislauf des Lebens oder das Thema der Reinkarnation sind beispielsweise Thematiken, die in seinen Filmen oft meditativ verarbeitet werden. Auch in "Nobody Knows" folgt er dieser Herangehensweise.

Eine alleinstehende Mutter zieht mit zwei Töchtern und zwei Söhnen in ein kleines, unauffälliges Apartment. Jedes dieser Kinder stammt von einem anderen Mann. Das älteste Kind ist zwölf Jahre alt. Ausschliesslich dieses stellt die Mutter den Wohnungsvermietern vor. Über die drei anderen verliert sie kein Wort. Einen Koffer führt der ältere Sohn und die Mutter mit sich. Die ältere Tochter wird später heimlich abgeholt und der kleine Bruder in einem weiteren Koffer mit dem Umzugstransport in die Wohnung geschmuggelt. Da die Existenz der drei Kinder vorenthalten werden soll, darf keines je an die Öffentlichkeit. Auch viel Lärm muss vermieden werden. Nur der älteste Sohn hat eine Beziehung zur Aussenwelt, da er für die Logistik und den Haushalt verantwortlich ist. Eines Tages verschwindet die Mutter und hinterlässt eine Nachricht, aber sie kommt kurz darauf wieder nach Hause. Sporadisches Kommen und Gehen ihrerseits folgen. Jetzt verspricht sie, an Weihnachten wieder da zu sein, dieses Versprechen hält sie aber nicht. Für die Kinder beginnt ein Überlebenskampf auf 41,3 m2. Der ältere Sohn nimmt die Herausforderung mit voller Hingabe an. Als schliesslich das Geld und Lebensmittel knapp werden, überschattet ein trauriges Ereignis den vorübergehenden Erfolg der Kinder.

Eine der unverrückbaren Voraussetzungen, die sich Koreeda als Produzent persönlich stellte, war die Integrierung der Geschichte in die vier Jahreszeiten. Er kalkulierte, dass es ungefähr sechs Monate waren, als die Kinder alleine zurecht kommen mussten. Da nicht genau vorlag, wie lange sich die Mutter bei ihnen befand, legte man sich auf ein Jahr Drehzeit fest. Dadurch wurde nicht nur eine bessere Repräsentation der wahren Geschichte erreicht, sondern auch die Authentizität des Verwahrlosungsprozesses der Kinder erhöht. Es lag ausserdem in der Absicht des Regisseures, die verschiedenen Jahreszeiten zu atmosphärischen und poetischen Zwecken im Film zu nutzen. Wenn Akira in der Kälte stottert und wartet, um eine nicht verkauft wordene Weihnachtstorte beim nahegelegenen Händler zu ergattern oder die Kinder gemeinsam Samenkörner und Erde im Frühling für ihren Balkon sammeln, entstehen Momente von unbeschwerter Leichtigkeit und sanftem Mitgefühl. Andererseits sind es teilweise sehr meditative und intensive Bilder, die Koreeda durch Ruhe und Langsamkeit aufbaut und inszeniert. Dadurch, dass er sich dabei meist völlig auf die Empfindung und Wahrnehmung der Kinder im Mikrokosmos konzentriert, entsteht ein realistisches Bild, dessen aufrichtige und ernste Bildsprache sich im Hirn und Herzen des Zuschauers festsetzt. Dazu betont Koreeda: "Ich wollte nicht die Hölle zeigen, als die ihr Leben von Aussen wirkte, sondern den Reichtum, den ihr Leben von Innen her hatte. Es musste einen von materiellen Werten unabhängigen Reichtum im Mikrokosmos gegeben haben, der gegenseitig auf Verständnis, Trauer, Freude und Hoffnung beruhte"

Die vier Kinder werden von völlig unterschiedlichen, sehr begabten Darstellern gespielt. In der Hauptrolle des älteren Sohnes Akira wurde Yuya Yagira ausgewählt. Dabei erwähnt Hirokazu Koreeda, dass er von Yuya`s durchdringendem Blick im Casting betroffen gewesen sei. Der erst zwölf-jährige mimte seine Rolle derart überzeugend, dass er sich bei den Filmfestspielen 2004 in Cannes gegen die Erwachsenen Konkurrenten durchsetzen konnte und den Preis als bester Schauspieler gewann. Mit welcher Hingabe er die Rolle des entschlossenen, beschützenden, aber etwas unsicheren Charakters meisterte, ist sensationell. Bemerkenswert ist auch Momoko Shimizu in der Rolle des jüngsten Kindes. Hier ergänzt Koreeda, dass er im Casting regelrecht geschockt war vom Umfang ihres Wortschatzes und später von ihrer Konzentrationsfähigkeit bei den Dreharbeiten. Unvorstellbar für ein vier-jähriges Mädchen. Sie meisterte ihre Rolle der hilfsbedürftigen, jüngeren Tochter Yuki mit einer Reife und Perfektion, die alle ins Staunen versetzte. Aber auch der sechs-jährige Hiei Kimura in der Rolle des stets lebensfrohen und aufgeweckten jüngeren Bruders Shigeru sowie die neunjährige Ayu Kitaura als die introvertierte und hilfsbereite ältere Tochter Kyoko überzeugen und gehen in ihren Aufgaben auf. Ein jedes von ihnen besitzt seine Eigenheiten und Stärken, die sich wunderbar ergänzen. In der Rolle der egoistischen und verantwortungslosen Mutter Keiko hat man die Sängerin YOU verpflichtet. Aufgrund der unverblümten Offenheit und Lässigkeit, für die sie bekannt war, hielt Koreeda sie direkt für die Richtige. Dem war auch so. Den Charakter der anfangs liebevollen und fürsorglichen Mutter zu der undurchsichtigen und wesenlosen Person, welche die Kinder verlässt, interpretiert sie überragend.

Fazit: Hirokazu Koreeda`s Film "Nobody Knows" gehört zu den schönsten Filmen überhaupt. Erzählt von Freundschaft, Verlust, Hoffnung und Tod. Ein Kreislauf, der jedes Dasein prägt. Wie Michelangelo Antonioni und Alfred Hitchcock gelingt es dem Regisseur hier, eine visuell einzigartige Welt zu erschaffen. Ernsthaft, wahrhaftig, humanistisch. Unvergessliche Bilder.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von MikaViza
Format:DVD
Wer sich diesen Film angesehen hat und meint, er sei (grotten-) schlecht, der hat ihn entweder nicht verstanden, zu wenig Geduld besessen um ihn überhaupt zu Ende zu schauen, oder besitzt keinen Blick für die Realität...
Denn - so schrecklich das auch ist - genau darüber erzählt der Film: die Realität!
Und zwar nackt und schonungslos, wenn auch in sanften Atmosphären und geruhsamen Bildern.
Aber genau das ist es, was NOBODY KNOWS zu etwas Besonderem macht:
Hier wird nicht auf die Tränendrüse gedrückt, es werden keine (visuell) besonders grässlichen/grausamen Szenen gezeigt... Die Ruhe, die den Film ausmacht, ist viel beklemmender, als es jeder Gewalt- oder Gefühlsausbruch hätte darstellen können!

Auf den Plot gehe ich jetzt nicht noch einmal ein, das haben meine Vorrezensenten schon zu genüge getan und außerdem ist ja auch eine Kurzbeschreibung der Story vorhanden...

Stattdessen lieber ein paar Worte dazu, was ich außerordentlich gelungen, oder eher daneben finde:

Besonders gefallen haben mir die Stilmittel des Regisseurs. So hat er zum Beispiel den Film so konzertiert, dass er einzig aus der Sicht der Kinder erzählt wird. Man weiß unter anderem also nicht, wohin genau die Mutter verschwindet, oder was sie sich dabei denkt...
So bleiben einige Fragen zwar offen, was den Film aber keinesfalls abschwächt. Die Spekulationen die man als Zuschauer in die Story noch hineinpacken kann, machen den Film nur interessanter.

Andererseits kann ich aber schon irgendwo verstehen, wenn man mit NOBODY KNOWS nicht viel anfangen kann. Es ist ein schwieriger und anspruchsvoller Film, der viel Geduld erfordert und somit nicht unbedingt für ein breit gefächertes Publikum geeignet ist.
So ist es wohl für einige zum Beispiel schwer zu verstehen, wie man 141 Minuten Laufzeit beinahe komplett ohne Dialoge überstehen kann...
Wer aber nicht völlig auf greifbare Spannung, Special-Effects und immenser Sprachgewalt fixiert ist und mit ruhigen Schaubildern, sowie ergreifender Regungslosigkeit etwas anzufangen weiß, der sollte sich den Film wenigstens einmal im Leben angesehen haben!

Wofür ich ebenfalls Partei ergreifen muss, sind die Schauspieler und vor allem für den kleinen Hauptakteur Yuya Yagira.
Es wurde kritisiert, dass die Darsteller schlecht gespielt hätten und man keinerlei Gefühlregungen in ihren - und vor allem Yuyas - Gesichtern festmachen kann. Dies kann ich nur dementieren;
Meiner Meinung nach haben hier alle Akteure wunderbare Darbietungen geleistet! Vor allem wenn man bedenkt wie jung die Kinder noch sind!
Ich denke eher, die negativen Stimmen zu diesem Thema kommen daher, weil generell hier in Deutschland (oder überhaupt in Europa) der Asiatische Film noch nicht allzu weit verbreitet ist. In Gesichtern von Menschen mit asiatischer Herkunft lässt sich ganz anders lesen, als in denen von Europäern oder auch Amerikanern! Das sollte man unbedingt berücksichtigen. Es spielt also die Erfahrung des Zuschauers eine gewisse Rolle, ob man verschiedene Gestik und Mimik nun richtig deutet oder nicht.
Ist man in diesem Bereich komplett unerfahren, kann es schon sein, dass man die gebotenen Auftritte der japanischen Schauspieler als schlechte Leistung verbucht, obwohl sie eigentlich der eigenen Unwissenheit zuzuschreiben ist!

Allgemein zur DVD kann ich noch folgendes sagen:

Neben der mal etwas individueller gestalteten Box (keine der 0-8-15 Plastikhüllen), ist ein kleines, auf faltbares Booklet vorhanden, das außer der Extras- und Kapitelübersichten noch zu jedem der Darsteller eine Mini-Biografie bietet!
Des Weiteren finden sich in dieser Collector's Edition 2 Discs, eine für den Hauptfilm, die andere enthält die Extras (Interview/Anmerkungen mit/des dem Regisseur, Behind the Scenes, Produktionsnotizen, Fotogalerie, Bio- / Filmografien, Trailer).

Ein dicker Minuspunkt ist zum Schluss dann leider doch noch zu erwähnen:
Die deutsche Synchronisation ist wieder einmal komplett verhunzt! Der Film braucht zwar ohnehin kaum Dialoge, aber trotzdem versauen die paar die dann doch vorhanden sind die ganze Atmosphäre! Ich empfehle deshalb jedem, NOBODY KNOWS auf der originalen, japanischen Tonspur anzusehen, die ist nämlich in einwandfreiem Zustand vorhanden, genauso wie die dazugehörigen Untertitel!

Der Film an sich ist jedenfalls top und ich wünsche jedem, der sich entscheidet ihn sich anzusehen oder gar zu kaufen, viel Spaß bei einem anspruchsvollen DVD-Abend!
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Meisterwerk aus Japan 30. August 2005
Von "filmn"
Format:DVD
Nobody Knows ist großartiges Kino. Einer dieser seltenen Perlen im Meer von überflüssigem Blödsinn. Einer der besten Filme, die ich je gesehen habe.
Hirokazu Kore-eda hat ein Meisterwerk hinterlassen, welches trotz Erfolg in Cannes und guter Kritik, mal wieder am Publikum vorbeiging. Zumindest kam der Film überhaupt ins Kino, dafür muss man schon dankbar sein (Rapid Eye Movies), leider aber ohne den Publikumserfolg den er verdient gehabt hätte.
Nun kommt er als DVD und ich rate jedem, kauft diesen Film!
Erzählt wird die Geschichte von vier Kindern, die von ihrer Mutter verlassen werden. Kore-eda macht daraus aber keinen moralischen Kitsch über schlechte Eltern. Er sucht nach den positiven Aspekten in dieser Konstellation, zeigt wie die Kinder sich gegenseitig helfen und unterstützen. Ein zu tiefst humaner Film. Unbeschreiblich die Darstellung der vier Kinder, die für die nächsten Jahre ein Abo auf allen Filmfestivals der Welt für die Preise der besten Hauptrollen bekommen müssten. Ohne viele Worte spricht das Leben aus ihren Gesichtern. Sowieso wird nicht viel geredet und eigentlich wird die ganze Geschichte gar nicht erzählt, aber ihre innere Logik ist so zwingend, dass sie sich aus sich heraus erzählt. Nobody Knows ist ein langsamer Film, dabei kein bisschen langweilig. Es ist ein ruhiger Film, aber wenn man sich auf ihn einlässt, wird sich danach etwas verändert haben. Grandios! Dieser Film hat mehr als fünf Sterne verdient, aber mehr gibt es leider nicht.
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