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Noblesse oblige: Die Kunst, ein adliges Leben zuführen
 
 
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Noblesse oblige: Die Kunst, ein adliges Leben zuführen [Gebundene Ausgabe]

Christine Gräfin von Brühl
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Eichborn Verlag; Auflage: 2 (14. April 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821856955
  • ISBN-13: 978-3821856957
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 221.808 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Christine von Brühl
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Mit nüchternem Blick und nicht ohne Selbstironie bietet die blaublütige Journalistin Christine Gräfin von Brühl - übrigens frei von Klatsch und Tratsch - in 'Noblesse oblige" eine Innensicht der exklusiven Welt des Adels." (Buchjournal, 1. April 2009) "... ein unterhaltsames Lesebuch" (Das Magazin, 3/2009) "Wir haben es ... mit einem sehr gut geschriebenen, klugen und lehrreichen Buch zu tun." (Die Welt, 21. März 2009) "Christine von Brühl erklärt, wie sie wirklich aussieht, die Welt derer mit einem 'von" oder 'zu" im Namen." (Neue Presse, 21. März 2009) "Mit ihrem Buch liefert die Gräfin von Brühl fürstliche Ansichten von innen. Ganz ohne Klatsch und Tratsch verrät sie, dass Adel heute gar nicht so glamourös ist, wie die Boulevard-Presse immer tut. Und das ist ja irgendwie beruhigend für uns, die wir keine Blaublüter sind!" (MDR artour, 26. März 2009)

Kurzbeschreibung

Alles, was Sie schon immer über den Adel wissen wollten, aber eigentlich nie erfahren sollten Strenge Sitten, klare Etikette, alte Werte und Traditionen: Christine Gräfin von Brühl erzählt mit Tempo und Selbstironie vom Leben in einer Welt, die sich immer treu geblieben ist - in guten wie in schlechten Zeiten. Er lebt unter uns und ist doch ganz anders - der Adel. Ob reich auf dem Schloss oder verarmt in der Mietwohnung, das Zugehörigkeitsgefühl zu dieser exklusiven Klasse ist bis heute ungebrochen. Mit allen Konsequenzen, egal ob Heirat, Verwandtschaft, Erziehung der Kinder oder Lebensstil. So wird der Heiratspartner für den Nachwuchs im Gotha ausgesucht, denn es gilt: Keiner heirate unter seinem Stand, und Liebe hat nichts mit der Ehe zu tun. Der Jagdschein ist auch heute noch wichtiger als der Führerschein, und Walzer lernt man nicht in der Tanzschule, sondern beim Séjour mit anderen jungen Adligen auf einem Schloss. Was romantisch klingt, entbehrt nicht gewissen Eigenheiten: Schlösser sind sommers wie winters kalt, die Toiletten befinden sich mitunter nachträglich eingebaut in Schränken auf einsamen Gängen. Die notorische Technikfeindschaft ist seit der Erfindung des Mobiltelefons allerdings passé: Wer auf einem Schloss lebt, ist froh, wenn er nicht mehrere Kilometer zurücklegen muss, um rechtzeitig ans Telefon zu gelangen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Informativ, aber reaktionär 25. September 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Wer sich über Wesen und Wirken des Adels in der heutigen Zeit informieren will, der hat es mit einem Buch reichhaltiger Informationen zu tun, das ihn/sie sicher zufriedenstellen wird. Ein detaillierter Blick hinter die Kulissen, der beinahe kein Thema auslässt und vor allem für die Freunde und LeserInnen von Klatschzeitungen einige aha-Effekte bereithält. Die aristokratische Tour d'horizon geht von Geburt, Erziehung, Ausbildung und Heirat bis hin zu so brennenden Fragen wie 'Welche Kartenspiele spielen Adelige?' und 'Wann wird ein Schottenrock getragen?' Vieles wird eher im Vorbeigehen gestreift, wer z.B. verstehen will, warum Tortengabeln 'spießig' sind, der muss sich wohl oder übel seine eigenen Gedanken machen. Auch die Aversion der Autorin gegen Gardinen und Vorhänge ist nicht wirklich schlüssig erklärt.
Der Ton, in dem das alles geschrieben steht, ist betont beiläufig und beruhigt, als wollte man damit sagen: so ist es, so war es, und so wird es immer bleiben; Erklärung und Nachfrage unerwünscht. Ein Adeliger, so liest man, ist nie allein, und wer etwas Besseres zu tun hat als zu tanzen, ist zumindest seltsam, wem endlose Konversation über das Wetter zu nichtig ist, ebenso. Diese doch eher arrogante Attitüde trübt das Lesevergnügen, so heißt es etwa ernst gemeint, dass ein Adeliger "auf die schiefe Bahn gerät", wenn er (zu viele) bürgerliche Freunde hat. Auf die Selbstironie, die am Buchumschlag angekündigt war, wartet man über lange Strecken vergeblich; es sei denn, 'Selbstironie' ist gleichbedeutend mit 'liebevoller Verklärung'. Dazu kommt, dass die Ausführungen die (gravierenden) Unterschiede zwischen preußisch-protestantischer und katholisch-süddeutscher(-österreichischer) adeliger Lebensart im Wesentlichen ignorieren und verschweigen.
Zum Abschluss erhält man noch ein kaum verhülltes Plädoyer für die Monarchie (inklusive Geringschätzung solch arg bürgerlicher Institutionen wie der sozialen Marktwirtschaft) und eine apodiktische Sentenz über das Adelsleben, die einen nicht wirklich klüger macht:'es wird sich nie etwas ändern'.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kastengeist in Reinkultur... 25. November 2011
Von Nadine1978 TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
... aber kein Grund zur Aufregung.

So läßt sich meine Meinung zu diesem Buch am besten zusammenfassen.

Eigentlich wollte ich es gar nicht lesen, denn die negativen Rezensionen fand ich sehr abschreckend. Arroganz und Standesdünkel mag ich ganz und gar nicht und fürchtete daher, das Buch würde mich über Gebühr aufregen. Doch der Blick ins Buch, der auf Amazon möglich ist, sagte mir, daß es so schlimm nicht werden würde - also habe ich es bestellt.

Christine Gräfin Brühl schildert die Lebensgewohnheiten des Adels. Offiziell ist der Adel in Deutschland schon lange abgeschafft, der einstige Titel nur noch Teil des Nachnamens (in Österreich nicht einmal mehr das) - aber natürlich geben Familien nicht einfach von einem Tag auf den anderen ihren Lebensstil auf. Warum sollten sie auch?

Was haben Adlige also für Gewohnheiten? Sie leben, wenn es finanziell drin ist, auf Schlössern und Burgen, die zahlreichen Kinder werden streng (und geschlechtsspezifisch) erzogen, man redet einander gern mit Spitznamen an, der Jagdschein ist für Männer das höchste Lebensziel (na ja, fast), und Tanzen ist Pflicht. Sind Adlige reich? Nicht unbedingt, und Reichtum ist auch relativ - wer ein Schloß in Schuß halten muß, hat natürlich gewaltige Ausgaben, die einen Großteil des erarbeiteten oder geerbten Vermögens verschlingen dürften.

Der Grund für die Aufregung hier im Rezensionsbereich ist aber eher das was die Adligen NICHT tun: Sie meiden den Bürger wie der Teufel das Weihwasser - oder genauer gesagt: den Spießer!

Was alles spießig (oder "leutsch", wie es im Jargon des Adels heißt) ist, würde den Rahmen eines Buches sprengen. Eine kleine Auswahl: Enge Hosen, Haarefärben, Pantoffeln, Modeschmuck... Faustregel: Alles, was nachgemacht ist. Man sollte vielleicht noch hinzufügen: Alles, was bequem und praktisch ist. Tortenheber sind z. B. spießig, und ich fragte mich unwillkürlich, was ein Adliger zu Tortenhebern sagt, die einen "Schieber" eingebaut haben, mit dem man ein Stück Torte bequem auf den Teller schieben kann... Wahrscheinlich stehen ihm / ihr die Haare zu Berge!

Freundschaften oder gar Ehen mit Bürgerlichen sind verpönt. Jemanden ablehnen, weil er nicht den richtigen Stammbaum hat - ja, das ist arrogant, politisch unkorrekt und nicht besonders sympathisch. Die heftigen Reaktionen auf dieses Buch überraschen mich trotzdem, denn: Schaden die Adligen jemandem mit ihrer Lebensweise? Nehmen sie den bürgerlichen Zeitgenossen etwas weg? Hat irgendein Blaublüter politische Umsturzpläne, ist die Entmachtung des Parlaments und die Wiedereinführung der Privilegien geplant? Soweit ich weiß, kann man jede dieser Fragen mit einem Nein beantworten. Und deshalb besteht auch kein Grund zur Aufregung. Ich finde das Buch interessant!

Steckt hinter der Wut einiger Rezensenten vielleicht eher Neid? Denn um einiges kann man Adlige durchaus beneiden, z. B. um zweisprachiges Aufwachsen oder um die Möglichkeit, Hausarbeit und Kindererziehung an Personal zu delegieren.

Wie arrogant und politisch unkorrekt die Autorin persönlich ist, läßt sich schwer sagen. Sie beschreibt viel, kommentiert aber recht wenig, wie ich finde. Und sie hat auch mit einigen Regeln gebrochen, so hat sie z. B. nur zwei Kinder, wie der Klappentext verrät - und wie ein Stammbaum im Internet verrät, hat sie das Unmöglichde getan und einen Bürgerlichen geheiratet - der Name ihres Ehemanns (Henrik Schrader) klingt jedenfalls wenig hochherrschaftlich. So arg kann es bei ihr mit dem Standesdünkel nicht sein...
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58 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Überflüssig 1. Juni 2009
Von anso
Format:Gebundene Ausgabe
Um es gleich vorwegzunehmen: Bei Noblesse Oblige. Die Kunst, ein adliges Leben zu führen", handelt es sich um ein ausgesprochen überflüssiges Werk der Autorin Christine Gräfin von Brühl, der es über 252 Seiten gelingt, den Leser mit selbstgefälligen Nichtigkeiten zu ermüden und dem eigenen Stand ungeniert auf die Schulter zu klopfen.
So erfährt die Leserschaft zum Beispiel, dass auch der Adlige der Schulpflicht unterworfen ist und ihn weiße Socken in Sandalen schaudern lassen. Soweit, so schlecht, denn leider kommt das Buch über dieses Informationsniveau nicht hinaus. In einer keine Befriedigung findenden Wiederholungssucht werden zwei Themenbereiche in nahezu jedem Kapitel herausgearbeitet: explizit, der Adlige feiert und tanzt gerne; implizit, die Abscheu des Adligen vor dem Nichtadligen: Hier wird eine Mischehe" schon einmal mit einem Auf-die-schiefe-Bahn-Kommen gleichgesetzt. Und fast nebenbei wird dem Leser ausgerichtet, dass Demokratie und Soziale Marktwirtschaft nur vorübergehende Erscheinungen ihrer Zeit sind, wohingegen der Adel von dauerhaftem Bestand ist. Aha.
Dass der Eichborn-Verlag sich verteidigt, Frau von Brühl erzähle mit Sympathie und Selbstironie", erscheint vor diesem Hintergrund als eine verzweifelt nach Worten ringende Deeskalationsstrategie, die an Apartheid erinnernde Überheblichkeit einer sozialen Gruppe abzumildern, die sich primär über das Abwerten von Menschen nichtadliger Herkunft definiert und ihre eigene Stellung durch das Einheiraten in eine laut Gotha höher stehende Familie aufzuwerten versucht.
Auch die wertvollen Erfahrungsberichte der Autorin (Auch kenne ich gut den stechenden Schmerz, den eine Korsettstange verursacht, die sich gelöst hat und durch Stoff und Futter in die nackte Taille bohrt."), gepaart mit praktischen Tipps (Zur Not helfen auch ein Papiertaschentuch und Tesafilm. Wenn das alles nichts hilft, muss man das dumme Ding eben ganz herausziehen. Eine gute Korsage enthält schließlich mehr als eine Stange."), vermögen den Kauf dieses Buches deshalb nicht zu rechtfertigen.
Wenn die Arbeit von Frau von Brühl, die unter der Woche mit ihrem Mann und zwei Kindern in einer Wohnung in Berlin lebt" und die Wochenenden und Ferien auf diversen Schlössern und Landsitzen ihrer zahlreichen Verwandten in Europa" verbringt - wie der Klappentext aufgeklärt verkündet -, dennoch zu etwas Nütze ist, dann dafür, dass man nach der mühsamen Lektüre erleichtert aufatmen kann in der Erkenntnis, dass es sich heute weitestgehend durchgesetzt hat, in der Gesellschaft über eine persönliche Leistung Anerkennung zu erfahren und nicht über den bloßen Zufall, ein Nachfahre von adligen Eltern zu sein.
Für diesen Zweck den stolzen Preis zu verlangen, ist zwar eine Unverschämtheit, könnte aber beiläufig zur Folge haben, dass die Autorin als Dank für die finanzielle Zuwendung der sicher vornehmlich nichtadligen Leserschaft ein wenig mehr Respekt für sie erübrigt.
Zurück bleibt der Leser in seiner Ungewissheit über das Motiv von Frau von Brühl: Wenn sie in die Fußstapfen ihres Cousins Alexander von Schönburg und dessen Kunst des stilvollen Verarmens" treten wollte, darf dieser Versuch getrost als gescheitert angesehen werden; wenn sie sich dagegen bemüht haben sollte, Sympathie für und Interesse am Adel zu wecken, hat sie ihresgleichen einen Bärendienst erwiesen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Unsympathisch, arrogant und spießig
Wirklich viel gibt es hier eigentlich nicht zu sagen.
Das Buch habe ich als unangenehm und unintelligent empfunden.
Ich stimme Dr. H. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Vic veröffentlicht
Innenleben der Deutschen Adelskaste
Die Autorin hat ein amüsantes Buch über den Deutschen Adel geschrieben.
Man hält sich immer noch für etwas besonderes , obwohl dieses besonders sein... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Günther20000 veröffentlicht
Die Liebe, die in uns allen sein sollte.
Liebe Frau v. Brühl,
ich habe zwei ihrer Bücher gelesen, sowohl "Noblesse oblige ... ", als auch zuletzt "Out of Adel". Sie sind beide für mich ein Wunder. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Mai 2010 von Thomas Sturt
Es ist ein entlarvendes Buch...
...und das ist auch gut so! Bevor ich mir einige meiner Vorrezensenten angetan hatte, wollte ich dem Buch eigentlich eine schlechtere Note geben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. März 2010 von Nora Brinker
Mehr davon
Gutes Buch! Die Balance zwischen reflektierter Distanz und Zuneigung macht ihr so schnell keiner nach. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Dezember 2009 von Carola Hofstetter
... irgendwie spießig!
Das Buch nervt einfach kollossal, beinahe jeder zweite beginnt mit der/die Adeligen und in allen weitern Sätzen findet sich die gleiche Terminologie. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2009 von Barbara R.
Jagdschein für den Adel - Führerschein für das...
Gedanken zu
Christine Gräfin von Brühl: Noblesse oblige - Die Kunst, ein adliges Leben zu führen -
Eichborn Verlag, Frankfurt/M. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. August 2009 von Dr. H. Braukmüller
Mit naivem Charme geschrieben
Gräfin Brühls Buch »Noblesse Oblige« ist eine lohnende Lektüre, und man darf die Prophezeiung wagen, daß es ein vielzitiertes Werk werden wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Juni 2009 von Nikolaj Aaron
Bücher, die die Welt nicht braucht....
Da ich ein wunderbares Buch über Dresden der Autorin gelesen habe, war ich auch auf diesen Titel neugierig und habe ihn mir voller Vorfreude bestellt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Mai 2009 von my_way1971
Parallelgesellschaft Adel
Sie sind mitten unter uns und leben doch in ganz anderen Konventionen.
Offiziell ist das Adelsprädikat seit 1918 nur noch ein Teil des Namens, in Wahrheit haben sich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. März 2009 von zeilensprung
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