Auf einem Grundstück, das ein halbes Jahrhundert lang brachgelegen hat, werden die sterblichen Überreste eines Menschen gefunden, auf dessen noble Herkunft ein Siegelring, der bei dem Toten gefunden wird, hinzuweisen scheint - Ein weiterer Fall für Commissario Brunetti, dem der Name der venezianischen Adelsfamilie Lorenzoni, deren Wappen den kostbaren Ring ziert, selbstverständlich ein Begriff ist, wurde doch deren einziger Sohn Roberto vor zwei Jahren entführt und ward seitdem nicht mehr wieder gesehen, weder tot noch lebendig. Handelt es sich bei dem Fund etwa um dessen Leiche? Wurde der Tote ermordet und wenn ja: wer nahm ihm das Leben und weshalb? Brunettis Ermittlungen kreisen zunehmend um zwei potentielle Verdächtige, die möglichen Motive bleiben jedoch zunächst Spekulation. Dann folgt die übliche „Donna-Leon-Durststrecke", die sich etwas in die Länge zieht, bis ganz unvermutet einer der Verdächtigen durch seinen plötzlichen Tod ausscheidet. - Oder war er's vielleicht doch? Die Erzählung dümpelt wieder etwas vor sich hin, und dann hatte Donna Leon doch noch einen Einfall, der schließlich alles aufklärt. Insgesamt ein typischer Brunetti, der sich leicht lesen lässt und einfach unterhaltsam ist.