Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Leicht und spannend unterhaltsam und unterhaltsam leicht..., 23. Mai 2007
Liza Marklund hat mit der Protagonistin Annika Bengtzon eine äusserst charmante und sympathische Figur geschaffen, deren Eigenheiten auf den Handlungsverlauf immer Einfluss haben. Es macht Spaß, zu lesen, wie eine 'ganz normale Journalistin' nicht dem Prototyp eines erfolgreichen Amateur-Kriminalisten und unter keinen Umständen etwa dem Macho-Charaktistikum entspricht, wie das andere Autoren nur zu gerne auskosten. Nein, Bengtzon zerbricht in diesem Serien-Roman - den man problemlos auch ohne Kenntnis früherer Marklund-Krimis geniessen kann - an persönlichen Problemen und just das macht neben der gut konstruierten Handlung diesen Krimi lesens- und begrüßenswert:
Während einer Gala-Veranstaltung des Nobelpreises wird in unmittelbarer Nähe der Redakteurin Annika Bengtzon ein Mord verübt. Inbesondere das Motiv ist unklar, auch wenn später die Mörderin ermittelt - wenn auch noch nicht gefasst - wird. Weitere Morde aus dem Umfeld des Nobelpreis-Kommitees erschüttern das Land und die Motive werden immer undurchschauberer, bis Annika Bengtzon recherchiert und gemeinsam mit Kommissar Zufall dem Mörder auf die Spur zu kommen scheint, während parallel ihr privates Leben zusammenzubrechen scheint: ihre Ehe scheint vor dem Aus, vor einer Affäre hat sie Angst, ihre beruflichen Ziele werden auf Eis gelegt, ihre Kinder finden sich in einer neuen Wohnumgebung nicht zurecht, ihre beste Freundin nutzt sie schamlos aus und zuguterletzt läuft ihr neuer Nachbar auch noch Amok.
Es ist beeindruckend, wie Marklund hier eine spannende Handlung konstruiert, die wirklich locker und leicht zu lesen ist, gleichzeitig wächst von Seite zu Seite das Mitleid mit der Handlungsträgerin und sie reagiert stets so, wie man es eben nicht erwarten würde. Die Figuren sind sympathisch, Emotionen und Gefühle sind bedeutend wichtig für die Handlung und die Protagonisten und es fällt schwer, das Buch ungelesen aus der Hand zu legen. Der Stil ist selbstverständlich ein klein wenig feminin, dahingehend werden Leser von Krimis aus den Federn von etwa Kathy Reichs, Karin Slaughter, Fred Vargas oder etwa auch Mo Hayder oder Patricia Cornwell ohne Zweifel Liza Marklund mögen. Der nächste Krimi Marklunds wird ohne Frage auf meiner Einkaufsliste landen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Annika mal wieder am Abgrund, 22. Mai 2007
Ich habe bisher alle Annika Bengtzon - Krimis von Liza Marklund gelesen und habe mich auch auf Nobels Testament wieder sehr gefreut, nachdem "Der rote Wolf" zuletzt ein echtes Highlight war. Annika, diese sperrige, spröde und doch warmherzige und immer wieder mitfühlende und an das Gute glaubende Person, ist mir mit all ihren Ecken und Kanten als Frau, Mutter und Journalistin absolut ans Herz gewachsen, obwohl es zuletzt anstrengend mit ihr war, die Stimmen, die sie hörte, ihre unverarbeiteten Traumata.... Aber auch Nobels Testament ist ein Leckerbissen, macht Freude - man muss allerdings schon die vorgänger kennen, sonst versteht man vieles wirklich nicht. Die Personen, ihre Biographien und ihre Verbindungen zueinander werden als bekannt vorausgesetzt, erklärt wird da nix und niemand. Für Anfänger undurchschaubar. Diesesmal dreht Marklund die Dramaturgie um, für gewöhnlich schliddert Annika am Ende in eine gefährliche Situation, diesesmal begegnet sie gleich zu Beginn einer eiskalten Killerin und natürlich wieder in den Focus der Ermittlungen, unterstützt wie immer von dem göttlichen "Q" und wie immer sabotiert vom Chefredakteur und vor allem vom eigenen Ehemann. Nebenbei hat sie ja plötzlich Kohle ohne Ende - der Finderlohn aus dem "Roten Wolf"!- und kauft ihr Traumhaus. Alles könnte bestens sein, ist es aber bei Frau Bengtzon leider nie. Die gute Anne Snaphane dreht mal wieder durch, ihre Ehe gerät noch weiter in die Krise, Sohn Kalle wird im Kindergarten gemobbt und der neue Nachbar entpuppt sich als Alptraum , ein geistesgestörter Freak. Und nebenbei muss Annika noch über diverse Morde an Wisenschaftlern berichten.....ach so und dann ist da noch die Killerin.....
Sehr spannend, wie immer, lebensecht, gefühlsecht, allerdings vom Katastrophenpegel her fast ein wenig zu heftig. Und der Cliffhanger am Ende - ja Herrschaftszeiten, die Marklund hat das Buch enden lassen., als hätten wir alle die Fortsetzung schon auf dem Nachttisch liegen!!!!
Das muss sie schleunigst aufklären, wie es denn nun weitergeht.
Ansonsten für alle Kenner des Annika - Kosmos sehr zu empfehlen, Anfänger müssen noch Hausaufgaben machen und die Vorgänger lesen, macht sonst keinen Spaß!
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht nur ein toller Krimi, sondenr auch ein Buch über das Zusammenleben zweier erfolgreich berufstätiger Eheleute, 29. Januar 2008
Der neue Roman von Liza Marklund setzt die Erfolgsgeschichte dieser außergewöhnlichen Kriminalschriftstellerin fort. Wie schon in ihren früheren Büchern verknüpft sie einen genialen Spannungsaufbau mit einer Geschichte, die ihr erlaubt, in guter schwedischer Krimitradition (Sjöwall/Wahlöö, Leif GW Persson u.a.) Degenerationserscheinungen der lange so vorbildlichen schwedischen Demokratie aufzuzeigen.
Der Schauplatz der aktuellen Geschichte ist das berühmte Karolinska-Institut, in dem nicht nur geforscht wird, sondern in dem u.a. die Auswahl für die jährliche Vergabe des Medizin-Nobelpreises getroffen wird. Obwohl alles an dieser außerordentlich spannenden Geschichte erfunden ist, gibt Liza Marklund einen gut recherchierten Einblick in den Wissenschaftsbetrieb, den gnadenlosen Konkurrenzkampf unter Wissenschaftlern um die Fördergelder und die besten Forschungsbedingungen, das gegenseitige Misstrauen, die Sucht nach dem Erfolg und der Anerkennung und die extreme Abhängigkeit der Grundlagenforschung von den großen Pharmakonzernen dieser Welt.
Die aus den anderen Büchern bekannte Journalistin Annika Bengston, Redakteurin des Stockholmer Abendblatts freut sich auf einen schönen Abend: sie soll einen Bericht liefern von der Verleihung des Medizin-Nobelpreises, der am 10. Dezember im festlich geschmückten Stadthuset in Stockholm dem Preisträger, einem Forscher aus Israel überreicht werden wird. Am Ende des Abends tanzt Annika mit einem Kollegen vom Konkurrenzblatt, der ihr gut gefällt und für den sie schwach werden könnte, als ihr zunächst eine Frau auf den Schuh tritt. Für Sekundenaugenblicke nimmt Annika diese Frau wahr; kurz danach fallen zwei durch Schalldämpfer kaum hörbare Schüsse und unmittelbar neben Annika wird die Präsidentin des Nobelkomitees erschossen und der diesjährige Preisträger aus Israel schwer verletzt.
Kommissar Q, auch er für Annika und ihre Stammleser schon bekannt, verbietet ihr darüber zu schreiben und sorgt dafür, dass sie für ein halbes Jahr beurlaubt wird. Doch Annika verfolgt mit ihren eigenen Methoden in dieser Zeit den Fall - zu genau ist ihr in Erinnerung geblieben, wie Caroline von Behring, das Opfer, sie in ihren letzten Lebenssekunden anschaute, so als habe sie mit diesem Attentat gerechnet und wüsste genau Bescheid.
Die Polizei ist auf der Spur jordanischer Terroristen von "Neuen Jihad", die sich natürlich sofort gemeldet hatten und den Verdacht nahe legten, der jüdische Preisträger sei das hauptsächliche Ziel des Anschlags gewesen.
Liza Marklund schildert nun unter anderem die schnelle, für einen Rechtsstaat sehr bedenkliche Abschiebung eines vermeintlichen Terroristen durch die Amerikaner und weckt damit Erinnerungen an verblüffende Parallelen zu Vorgängen in der letzten Zeit in Deutschland.
Auch die heftigen Diskussionen , die Annika mit ihrem im Justizministerium beschäftigten Ehemann führt über notwendige Befugnisse der Polizei zur Bekämpfung der Terroristen kommen deutschen Lesern sehr bekannt vor. Und so mischt Liza Marklund in gewohnter Weise die Themen, indem sie es wie bei den Vorgängertiteln auch versteht, aktuelle Debatten aufzugreifen, ohne dass sie dozieren würde. Und es gelingt ihr noch besser als anderen Autoren, das Privatleben ihrer Protagonistin zum das ganze Buch durchziehenden Subthema zu machen, ohne dass es lästig wäre. So ist dieses Buch nicht nur ein toller aktueller Krimi, sondern auch ein Buch über das Zusammenleben zweier erfolgreicher berufstätiger Eheleute und ihrem täglichen und manchmal verzweifelten Versuch über all dem beruflichen Engagement und dem persönlichen Ehrgeiz die Liebe, die Familie und die Kinder nicht aus den Augen zu verlieren. Man ist schon jetzt auf das nächste Buch gespannt, um zu erfahren, wie diese Geschichte weiter gehen wird.
Dieses Buch ist absolut empfehlenswert.
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