Auf ihrer ersten Zusammenarbeit geben sich Robert Fripp und Brian Eno äußerst spartanisch. Die beiden Stücke, beide ca. 20 Minuten lang, sind mit der Hilfe von wenig mehr als einer Gitarre und zwei manipulierten Tonbändern entstanden. Die Stücke bestehen aus sich überlagernden Frequenzen mit allmählichen Übergängen, wie sie in elektronischer Musik mittlerweile selbstverständlich geworden sind. Als die Platte erschien, war dies freilich noch anders. Ihre extremen Qualitäten bekommt die Musik durch Robert Fripps gedehnte Gitarrenimprovisationen, die er über seine "Frippertronics" genannten Schleifen spielt. Das Ergebnis hat mit dem bei Ambient zumeist erwarteten Wohlklang wenig zu tun. Dies Experiment geht aber sehr schön auf, die Musik fesselt in all ihrer Minimalität durchaus. Das erste Stück "The Heavenly Music Corporation" ist allerdings besser geraten als "Swastika Girls". In jedem Fall ein unabdingbares Album für Fripp- und/oder Eno-Fans.