Februar 1995. Von irgendwoher dringt eine fetzige Indie-Nummer mit einer absolut schrägen Frauenstimme an mein Ohr: Zombie. Natürlich musste daraufhin das Album folgen, wurde 2-3 mal angehört und dann in den Schrank gestellt. Irgendwann einmal habe ich mir das Album dann aber wieder angehört, und wieder, und immer wieder...
...und irgendwann einmal die Songs nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Dieses Album stellt meiner Meinung nach einen der Meilensteine der Indiemusik dar, in der Musik der Cranberries findet man allerlei Elemente der seeligen Smiths, in den Gitarrenläufen mein ich manchmal Johnny Marr rauszuhören...und "Daffodil lament" könnte genausogut ein Morrissey-Text sein. Nicht umsonst bezeichnen die Cranberries die Smiths als Ihre geistigen Väter. Einfach wahnsinnig gut. Dazu diese unglaublich schräge Stimme, mal aggressiv, mal schmeichelnd, mal ruhig. Es wäre beinahe unfair, hier einen Song herauszuheben, aber abgesehen von dem schon ein wenig totgehörten "Zombie" sind "I can't be with you", "Yeats Grave", "Daffodil Lament" und natürlich das göttliche "No Need To Argue" zu erwähnen. Wahre Meilensteine. Ohne Zweifel eines der besten Alben der Neunziger. No need to argue!