Schapelle Corby, eine junge Australierin, wird vorgeworfen im Jahr 2004 über 4kg Marihuana von Australien nach Bali geschmuggelt zu haben. Seitdem lebt sie unter menschenunwürdigen Bedingungen im "Hotel K", dem Kerobokan Prison, ganz nah an ihrem Traumstrand, an dem sie geplant hatte 2 Wochen lang zu "Boogie boarden" bevor sie wieder nach Hause fliegt.
Schon allein aufgrund der Sprachschwierigkeiten zwischen der Australierin und den Indonesiern gestaltete sich ihre Inhaftierung und gerichtliche Verhandlung sehr unfair. Inzwischen ist der Fall für die indonesischen Behörden abgeschlossen und Schapelle Corby soll eine 20jährige Haftstrafe für eine Straftat begehen, die sie, wie sie immer wieder beteuert, nicht begangen hat. Sie bestätigt bis heute immer wieder ihre Unschuld, die sich den Augen aussenstehender durch zahlreiche Fakten, entstanden durch schlechte indonesische Ermittlungen, bestätigen lässt:
Es gab keine Videoaufzeichnungen von allen 3 Flughäfen die sie passierte. Das Gesamtgewicht ihres Gepäcks wurde beim Check-In gewogen, das Gewicht nach dem Drogenfund aber nicht noch einmal verglichen. Die Zeugenaussagen ihrer Mitreisenden Freunde und ihres Bruders blieben unbeachtet. Fingerabdrücke wurden verweigert, die Droge nicht auf ihren Herkunftsort getestet. Es wurde zwar bekannt, das am Tag ihrer Reise ein groß organisierter Drogenschmuggel an australischen Airports aufgedeckt wurde, doch die australische Regierung zeigte sich ihr mit entlastenden Informationen nicht wirklich hilfsbereit. Stattdessen wurde sie zum Opfer einer großen Medienkampagne.
Diese Vorgänge und ihre persönlichen Erlebnisse im "Hotel K" beschreibt Schapelle Corby in ihrer Biographie "No more tomorrows". Ein wirklich lesenswertes Buch, das neben einer sehr traurigen Geschichte auch die Situation zwischen Australiern und Indonesiern, die sich nicht immer so gut verstehen wie es auf Bali, "Australiens Mallorca", auf den ersten Blick erscheint, beschreibt.