Nach einem Gefecht finden sich drei Soldaten in einem Schützengraben im Niemandsland zwischen den Fronten wieder: der Serbe Nino (Rene Bitorajac) und die beiden Bosnier Chiko (Branco Djuric) und Cera (Filip Sovagovic). Ein soeben erschossener Serbe hat Cera, den er für tot gehalten hatte, als Falle auf eine Mine gelegt: Sobald dieser sich bewegt, fliegt alles im Umkreis von fünfzig Metern in die Luft. Nino, völlig ahnungslos, da erst vor ein paar Wochen einberufen, wird zunächst von Cera überwältigt und gezwungen, fast nackt mit einer weißen Fahne zu winken. Die Serben, genauso planlos wie die Bosnier gegenüber, rufen daraufhin die UN zur Hilfe, um die Soldaten zu bergen. Die UN-Oberen erfahren von der Sache mit der Mine, bekommen kalte Füße. Doch nachdem die Presse den Funk abhört, kann man sich nicht mehr raushalten. Die Mine ist nicht zu entschärfen und keine Lösung in Sicht, die der live berichtenden Weltpresse zu verkaufen wäre.
Regisseur und Drehbuchautor Danis Tanovic erzählt in seinem Debut eine fein konstruierte Geschichte, die auf kleinem Schauplatz alles beinhaltet, was den Krieg so grotesk macht: Soldaten zwischen Angst, selbstzerstörerischem Hass und Mitmenschlichkeit, Führungspersonen, die die Verantwortung der nächsthöheren Ebene zuschieben, Journalisten, die die UN gleichermaßen behindern wie deren Hilflosigkeit entlarven. Ein Kammerstück im Schützengraben. Schön auf das Wesentliche reduziert mit überzeugenden Darstellern und Dialogen. Mal ein Film, der zurecht den Oscar erhalten hat.