Aus der Amazon.de-Redaktion
Er hat das Zeug zum Teenieschwarm, der mittlerweile dreiundzwanzigjährige Trompeter und Hornist aus Gorki Sergei Nakariakow. So scheint dies auch die Plattenfirma Teldec zu sehen; nicht umsonst verzichtet die signierte (!) CD "No limit" auf ein Booklet und liefert stattdessen ein auffaltbares Poster, auf dem der junge Mann verträumt aufblickt. Die Zielgruppe ist klar: junge Mädchen.
In der Tat ist das Repertoire, das Nakariakow auf der Aufnahme interpretiert, etwas für verträumte romantische Gemüter. Werke von Camille Saint-Saens, Peter Tschaikowsky, Max Bruch und Jules Massenet erklingen -- die meisten sind im Original für Violine oder Violoncello gesetzt und von Nakariakovs Vater Mikhail für Trompete oder Flügelhorn arrangiert. Sergei Nakariakovs Ton ist samtweich geradezu schmusezart; seine Geschmeidigkeit auf dem Instrument enorm, sein Legato unbeschreiblich. Das Orchester The Philharmonia unter der Leitung von Vladimir Ashkenazy passt sich ganz den Solisten an und übt sich in diskreter Zurückhaltung. Manchmal wünschte man sich weniger Melancholie sondern etwas mehr Temperament, mehr Verve und Esprit besonders bei Gershwins aufreizender "Rhapsody in Blue". --Teresa Pieschacón Raphael