Der große Theoretiker unter den Pokerspielern ist David Sklansky, der unter anderem das absolute Standardwerk Theory of Poker" geschrieben hat. Zusammen mit seinem jungen Kollegen Ed Miller hat Sklansky sich der heute populärsten Pokervariante gewidmet. No Limit Texas Hold'em unterscheidet sich von den anderen Pokervarianten in vielem, ist viel komplexer als 7-Card-Stud oder auch nur der Limit-Variante von Texas Hold'em, bei denen mechanisch gespielt werden kann, nach einem festen System - Spiele, die klare Fehler haben, die es zu vermeiden gilt. So einfach ist es bei No Limit nicht, und daher lohnt sich ein Buch dazu.
Nein, das ist kein Buch zum lockeren Lesen zwischendurch, das ist die ganz harte Nummer. Man kann hier jede Menge lernen, keine Frage, aber man muss Zeit mitbringen und bereit sein, auch richtig Hirnschmalz zu investieren. Dennoch ist das Buch nicht völlig dröge, sondern nur in so weit, wie die Konzentration nun mal auf das Wesentliche gelegt wird - zwischendurch gibt es durchaus mal was zum Schmunzeln.
An der einen oder anderen Stelle ist die Übersetzung allerdings nicht unbedingt gelungen. Vor allem der Gebrauch vom Wort Straße" für das, was man im Deutschen eher als Setzrunde" bezeichnen würde. Im deutschen Pokerjargon ist eine Straße" nun mal eine Straight" - also eine ganz gute Hand -, das wirkt erst mal verwirrend.
Ansonsten darf die billige Aufmachung bei einem Preis von knapp dreißig Euro durchaus ärgern, aber prinzipiell sollte man mit den neuen Erkenntnissen das Geld ja wieder hereinholen können.
Für ambitionierte Spieler ein Muss, für Anfänger viel zu heftig.