Was macht man wenn man aus der tristen Vorstadt Londons kommt und Langweile hat? Man macht Musik! Man besingt also die Freuden und Leiden der Gleichaltrigen und spinnt darum Indierockklänge. Ein einfaches Konzept, das in letzter Zeit viele Bands verfolgen, so dass man leicht den Überblick verlieren kann. Good Shoes sollte man aber unbedingt mal ausprobieren.
Mit The Way My Heart Beats startet das Album sehr forsch und zackig und zeigt was den Sound der Good Shoes ausmacht. Klarer Gitarrensound mit krachenden Drums und der markanten Stimme von Rhys Jones. Danach gibt es einen kleinen Bruch mit der Down-Temponummer Everything You Do. I Know zeigt sich dann wieder von der rockigen Seite und geht wieder zielstrebig nach vorne wie auch die Single Under Control direkt in die Beine geht. Do You Remember beginnt relativ ruhig und endet dann im besten Instrumentalteil des Albums. Our Loving Mother In A Pink Diamond hat eine hypnotisierende Melodie und geht wohl nicht mehr so leicht aus dem Ohr. Times Change ist dann wieder eine typische Good Shoes-Nummer, die ihren Höhepunkt in einem fesselnden Refrain findet. A Thousand Miles An Hour ist ein kleiner Tiefpunkt, der weder durch Text noch durch Melodie überzeugt. Das vergisst man aber schnell, da das Album nun nochmal richtig aufblüht. Then She Walks Away ist ein absoluter Ohrwurm mit einer quietschenden Gitarre und einem Wahnsinnssound. City By The Sea beendet das Album schließlich ruhig und gefühlvoll.
Good Shoes machen vielleicht keine Musik für die Ewigkeit, aber im Moment machen sie richtig Spaß!