Aus der Amazon.de-Redaktion
Jetzt hat's also auch die No Angels erwischt! Sie haben sich bei Kollegen wie Robbie Williams (
Swing When You're Winning), Bryan Ferry (
As Time Goes By), Robert Palmer (
Ridin' High) und George Michael (
Songs Of The Last Century) angesteckt und sich das Swing-Fieber eingefangen. Im Gegensatz zu anderen Popkünstlern, die meistens Standards aus dem
Great American Songbook aufgreifen und Klassiker von Komponisten à la Cole Porter, Irving Berlin und George Gershwin anstimmen, schlagen die fünf (B)Engelchen jedoch einen anderen Weg ein. Sie ließen für die Liveproduktion
When The Angels Swing die Highlights ihrer ersten beiden Popalben von Till Brönner und Jörg A. Keller umarrangieren und auf jazzig trimmen.
Am 2. Oktober 2002 hat das TV-Casting-Quintett die orchestral gesetzten Neuversionen dann mithilfe des 25-köpfigen RIAS-Tanzorchesters in Berlin vorgetragen und auf Band aufgezeichnet. Der Filmmitschnitt davon besticht mit zauberhaften Fassungen im Sound der 40er-Jahre. Zum schmetternden Blech der Jazzbläser singen Vanessa, Sandy, Lucy, Nadja und Jessica die Hits "Daylight In Your Eyes", "Still In Love With You", "Rivers Of Joy", "Like Ice In The Sunshine", das Eurythmics-Stück "There Must Be An Angel" und den bis dato unveröffentlichten Titel "Funky Dance". Dabei stellen sie eindrucksvoll ihre gesangliche Klasse unter Beweis. Egal ob Solopassagen oder Satzgesang -- diese Vokalistinnen überzeugen in jedem Fall mit einer Darbietung vom Feinsten. Was für eine Wandlungsfähigkeit!
Doch nicht nur musikalisch begeistern sie, optisch haben die Künstlerinnen ebenfalls eine Menge zu bieten. Dem Anlass entsprechend zeigen sie sich in feinster Abendgarderobe und stilgerechten Vintage-Frisuren, schlüpfen in Seidenkleider oder Fliege und Zylinder und bescheren dem Zuschauer so einen unvergesslichen Augenschmaus. Das handverlesene Publikum vor Ort, das sich aus 350 Siegern eines Radiogewinnspiels zusammensetzte, bedankte sich für den nostalgischen Ausflug in die Swing-Epoche mit "standing ovations". Der tosende Beifall wollte -- völlig zu Recht -- gar nicht enden. --Harald Kepler
Amazon.de DVD-Bewertung
Auf DVD wird die Verwandlung vom Popgesang zum Swing-Entertainment durch allerlei Extras zusätzlich aufgewertet. So erfährt der Fan einiges darüber, wie die No Angels auf die Idee mit der Jazz-Produktion gekommen sind. Die Girls sprechen in Interviews über die Lust, sich der neuen Herausforderung zu stellen und den Wunsch, sich musikalisch weiterzuentwickeln. Wir dürfen ihnen bei den Proben mit Gesangslehrer Nik Hafemann zuschauen und lernen die Musiker der RIAS-Bigband näher kennen.
Außerdem stellt ein Bericht den Ort vor, an dem diese ungewöhnliche Show über die Bühne ging: Der Tränenpalast am Bahnhof Friedrichstraße, wo früher die DDR-Bewohner ihre Verwandten und Freunde aus dem Westen nach einem Besuch tränenreich verabschiedeten, wird da unterhaltsam präsentiert. Abgerundet wird das Ganze vom Bonusvideo "All Cried Out", einer Fotogalerie und Tonspuren in den Formaten Dolby Digital 2.0 und 5.1 sowie DTS-Surround. Swing when you're winning! --Harald Kepler