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No.1 Hits
 
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No.1 Hits

Erdmöbel Audio CD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ideen muss man haben. Nicht einfach irgendwelche Covers machen, sagten sich Erdmöbel aus Köln, sondern nur lupenreine No. 1 Hits, die zwischen 1965 und 2001 die Spitze der Charts anführten. So heißt das neue Album des Quartetts, das sich dem Pop Pur verschrieben und die zwölf Ohrwürmer eingedeutscht hat. Und zwar ohne große Ambitonen, die entsprechene Sprachinerpretation zu liefern, sondern frech und albern eine bewusste Fehl-Eindeutschung zu wagen. Auch wenn das sprachlich bisweilen etwas merkwürdig klingt, rutschen Erdmöbel dabei nie in die Comedy-Allüre ab. Lustig ja, aber sich lustig machen? Nein. Manche mögen es Sakrileg empfinden, wenn sie Nirvanas zornige Grunge-Hymne zu „Riecht wie Teen Spirit“ in sanft-melodisches Pop-Gewand mit Bläser packen, oder Kraftwerks „Das Modell“ als fröhliches Mitpfeif-Liedchen zum Besten geben. Doch weil den Kölnern meist gelungen ist, die Essenz von so Unterschiedlichem wie „Was geht, Muschikatz?“ (Tom Jones), „Einer wie wir“ (Joan Osborne), „Aus meinem Kopf“ (Kylie Minogue) oder „Der Weg nach Mandalay“ (Robbie Williams) zu erfassen, ohne in die Komposition einzugreifen, wirkt alles wie aus einem Guss. Das gilt ebenso für das Procol-Harum-Oldie „Fahler als nur fahl“, als auch „Ich machte nen Scherz“, die Bee Gees seinerzeit 1968. Haben wir nicht alle mit unserem Schulenglisch den einen oder anderen Song nicht haargenau so verstanden? Hübsches Aufmöbeln von Bekanntem. -- Ingeborg Schober

Musikexpress, Mai 2007

Sie wollen uns nur unterhalten: Erdmöbel interpretieren die Klassiker neu. Dass die in Köln ansässige Band an dieser Aufgabe nicht scheitert, liegt zu keinem geringen Teil an der Haltung, mit der sie legendären Songs begegnen: lakonisch-lässig, aber nie gelangweilt, selbstbewusst, aber zu keiner Zeit überheblich.

Intro.de: intro.de/platten/kritiken/23040857

Die werten Herren Erdmöbel! Beglücken uns wieder nur mit Hits. Im wahrsten Sinne des Wortes sogar, denn "No. 1 Hits" beinhaltet tatsächlich nur ausgesuchte internationale Chartspitzenstürmer und die erklärten Meister der inkommensurablen Übersetzung haben es sich nicht nehmen lassen, Kylie Minogue und Robbie Williams mal zu synchronisieren. Besser noch: Eigenwillige und ultra-charmante Versionen ihrer Hits einzuspielen. "Der Weg nach Mandalay" hätte man vielleicht noch selbst hinbekommen, aber wie übersetzt man Tom Jones' "What's New, Pussycat" angemessen ins Deutsche: "Was geht, Muschikatz?" Vielleicht. "Smells Like Teen Spirit" wurde gar komplett entrockt und in einer Bläser-dominierten Nummernrevue auf Pop getrimmt. Das selbst auferlegte Korsett, eben nicht zwingend Lieblingslieder sondern ganz konkret nur Nummer-Eins-Hits zu covern - am Ende war's wohl gar keines, so beschwingt und lockerleicht klingen die Arrangements hier.

Die Stagediven, die-stagediven.de/wp/2007/04/15/top-of-the-pops

Coveralben halten meist nicht über die gesamte Länge durch, wenn sie nicht gerade von Johnny Cash kommen, aber die bisher vorhörbaren Tracks besitzen den ganz eigenen Erdmöbel-Charme und lassen hoffen.

Kurzbeschreibung

„No.1 Hits“: zum Lachen, Weinen, Hineinstürzen. Auch zum Nebenbei- oder Garnichthinhören. Und dann zum Ohrwurm-nicht-mehr-los-werden. Hits eben. Von Erdmöbel. Leicht zu Hören beim ersten Mal, ein Abenteuer beim zwanzigsten. Erdmöbel machen ein Album mit Neuinterpretationen großer Hits. Und nach einigen allerbesten Alben ihr allerbestes.

kulturnews.de

Seit mehr als zehn Jahren spielen die Kölner intelligenten, etwas angestaubten und chronisch erfolglosen Songwriterpop. Bis Ende letzten Jahres, denn da machten sie plötzlich Quatsch, nahmen mit "Weihnachten" eine deutschsprachige Coverversion von Whams Feiertagsnerver auf - und landeten in den deutschen Singlecharts. Einmal der Brotlosigkeit entkommen, weiten sie die einträgliche Masche jetzt mit "No. 1 Hits" auf Albumlänge aus. Dabei kennen Erdmöbel weder Genre- noch Geschmacksgrenzen: Kylie Minogue, Kraftwerk, Tom Jones und selbst die Vengaboys bekommen eine Synchronisation. Wenn sie Joan Osbounes "One of us" in radikaler Eins-zu-Eins-Übersetzung als kompletten Textmüll entlarven, ist das durchaus lustig. Auch charmant, wie sie Nirvanas "Smells like Teen Spirit" mit Bläsern komplett entrocken. Aber nach einem Hördurchgang ist der Spaß dann auch vorbei. (cs)

Der Künstler über die CD

Der einzige Stilbegriff, den Erdmöbel selbst immer akzeptiert hat, ist: Pop. Nur was heißt das schon? „Lasst uns das Wort Pop mal ernst nehmen“, sagten wir uns. „Mögen wir echte populäre Musik? Mögen wir die populärste Musik? No.1? Können wir mit Deppen-Techno, Kommerz-Machismo, Schmuseschlagern, Mode-Torheiten, billigem Pathos?“ Natürlich nicht! Aber das ist der springende Punkt: An der No. 1-Position der Hitparaden dieser Welt wippt immer wieder neu die musikalische Wiege der Kultur in und von der wir leben: Pop. Und immer wieder sind tolle Songs da oben, wo die Masse so entsetzlich breit ist. Die Beatles waren auch da, und spätestens hier merkt so mancher, dass es mit dem eigenen elitären Musikgeschmack nicht all zu weit her ist.

Biographie der Mitwirkenden

Wie schon so oft bei den seltsamen „Erzsympathen“(FAZ) aus Köln scheint auf „No.1 Hits“ das Unmögliche wie von leichter Hand gelöst. Sie nähern sich den großen Hits und die nähern sich ihnen. Am Ende ist ein Wunder geschehen. Die Charts der Welt werden bevölkert von lauter umwerfenden Melodien mit herzergreifenden deutschen Texten. Und dir ist, als hörtest du sie zum allerersten Mal.

„Was geht, Muschikatz?“ heißt der verrückte Opener des Albums und so saublöd sich diese Übersetzung von Tom Jones’ „What’s New, Pussycat“ lesen mag, so herrlich durchgeknallt, charmant und romantisch hört sich das an, was Erdmöbel mit dem Hit des Tigers machen. „Was geht?“, fragt hier eine Band und probiert es einfach aus.

Wer rechnet danach mit „Riecht wie Teen Spirit“? Die Nirvana-Nummer 1 knöpfen sich Erdmöbel als nächstes vor. Ein Sakrileg? Wenn, dann eins, das täglich tausendfach in Proberäumen von unvorstellbar gruseligen Bands begangen wird. Aber Erdmöbel können das. Wer hätte je beim Abrocken auf den Sinn geachtet? Erdmöbel haben Kurt Cobains Depressionen trefflich übersetzt und dann den Rock weggelassen: „hallo, hallo, hallo, k.o.“ Voller Respekt und – wie immer auf diesem Album - sich verneigend vor dem Original.

Der Text macht die Musik. Es kann doch eigentlich gar nicht sein, dass z.B. die Bee Gees oder Gilbert O’Sullivan so gute Lyrics haben. Auf „No. 1 Hits“ ist das so, und manche beim Radiohören schon oft bewusstlos mitgesummte Zeile bekommt plötzlich neue Bedeutung, wirkt irritierend vielleicht oder einfach nur wunderschön oder eigentlich meistens beides. Selbst, wenn Erdmöbel eins zu eins übersetzen, ist die Wirkung umwerfend, wie z.B. bei „Gott ist groß, Gott ist gut“ („One Of Us“ von Joan Osborne). Und vor allem die Adaption von Kylies „Can’t Get You Out Of My Head“ stößt in neue Dimensionen vor. Unwiderstehliche Tanzmusik wie das Original, aber das berühmte „Lalala“ singt der Erdmöbelchor. Stellt euch vor, die Massen auf der Tanzfläche singen mit Markus Berges: „Wir sind frei“.

Insgesamt hat Produzent Ekimas die kleine Band Erdmöbel noch mehr als bei früheren Alben auf ihren ureigenen unverwechselbaren Sound reduziert. Dieses Ensemble hat einen Klang und das liegt an irgendwas Unerklärlichem, denn diesmal hören wir selten mehr als nur Schlagzeug, Bass, akustische Gitarre, akustisches Klavier, Posaune und Gesang. Vielleicht bezaubert so, dass bei jedem Detail der besondere Aspekt gesucht und gefunden und dann zu einem Ganzen zusammengefügt wird, das mehr ist als die Summe seiner Teile.

Das Ergebnis klingt schlicht berückend.

Produktbeschreibungen

NO.1 HITS
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