Das eine Frau ihren Ehemann verläßt und sich erneut verheiratet passiert sicher nicht nur in Iowa. Das ihr neue Gatte sich eine Geliebte nimmt, die, als er sie verlassen will Schwierigkeiten macht, ist thematisch wohl auch schon tausentfach geschrieben worden. Da wäre dann noch die gemeinsame Tochter Dulcic aus erster Ehe, voll in der Pupertät,die so ihre Macken hat; nun ja, wer hatte die nicht.
Die Story selbst wird von Boswell routiniert erzählt, aber einen Geistesblitz welcher diesen Roman von anderen unterscheidet habe ich nicht gefunden.
Eine Identifizierung mit den Romanfiguren ist mir nicht gelungen. Lag wohl auch an Boswells Chronologie, alle Kapitel in unterschiedlichen Zeitebenen zu forcieren. Für mich eher lästig, wird man doch jedesmal beim Verlauf der Handlung unterbrochen.
Immerhin habe ich den Roman zu Ende gelesen und als Bettlektüre ist er sogar zu empfehlen - viele Seiten habe ich nicht geschafft.