Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Nip/Tuck" macht auch in Hollywood eine gute Figur, 19. September 2008
"Nip/Tuck" goes Hollywood - eine wirklich gute Idee der Autoren die Serie nach
Los Angeles zu verlegen - in die Welt der Schönen und Reichen.
Nicht nur um die Möglichkeit zahlreicher neuer Geschichten deutlich zu erhöhen,
sondern auch weil die Serie vom Grunde her durch ihre absurden und überspitzten
Geschichten viel besser in das ebenfalls verrückte Hollywood passt.
Und tatsächlich findet sich die Serie um das Chirurgenpaar Sean McNamara und
Christian Troy sofort in Hollywood zurecht.
Die Geschichte knüpft dort an wo die vierte Staffel aufhörte - diesmal ohne einen
packenden Spannungsbogen wie wir es von den ersten drei Staffeln gewohnt waren.
Allerdings wird diese Staffel wieder einen Derartigen bereit halten, soviel sei gesagt.
Qualitätsverluste büst die Serie durch den Standortwechsel nicht ein.
Im Gegenteil, Hollywood scheint der Serie richtig gut zu tun, immerhin befinden wir
uns nun im Paradis der Schönheitschirurgie und Potenzial für neue Geschichten
gibt es hier somit genügend..
Leider neigt die Story häufig dazu zu klischeelastig zu werden und serviert ein absolut
kitschiges und übertrieben verrücktes Hollywood.
Alle neuen Charaktere wirken abgedrehter denn je - und viele Nebenrollen verfallen
in ein Meer aus Klischees.
So ist der radikale Kritiker, der in einer Episode Sean McNamara bis aufs übelste
kritisiert, selbstverständlich ein äußerst hässlicher und mit sich unzufriedener Mensch
ohne jeglichen sozialen Kontakt - Klischee erfüllt sozusagen.
Leider findet man viele solcher Beispiele in der aktuellen Staffel, was nicht gerade
für Glaubhaftigkeit steht.
Doch wirklich glaubhaft wollte Nip/Tuck auch nie sein.
Nip/Tuck will unterhalten und den Zuschauer mit spannenden, dramatischen und
humorvollen Episoden begeistern, was der Serie bisher in jeder Staffel gelang.
So gefallen auch die neuen Ideen in Staffel 5 von der ersten bis zur letzten Episode.
Insgesamt 14 Folgen bekommt der Zuschauer zunächst geboten, da durch den
Autorenstreik die restlichen geplanten 8 Folgen nicht rechtzeitig fertiggestellt wurden.
Betrachtet man allerdings das Finish der 14 Episoden könnte man vermuten, dass
diese verbleibenden 8 Folgen eventuell auch in eine 6. Staffel mitaufgenommen werden,
immerhin bestanden die vorherigen Staffeln ebenfalls nur aus 15 bzw. 16 Episoden.
Darstellertechnisch bietet Nip/Tuck das gewohnt hohe Niveau der vorherigen Staffeln.
Gerade Dylan Walsh und Julian McMahon überzeugen in ihrer mittlerweile gewohnten
Routine als plastische Chirurgen und vom Schicksal geplagten Charaktere.
Doch auch die Nebendarsteller können mithalten und liefern im Gesamtpaket eine
runde Schauspielerleistung ab, die der Story deutlich gut tut.
Natürlich fehlen auch die herrlich übertrieben dargestellten Patienten nicht,
die sich wegen absurdester Geschichten einer Schönheitsoperation unterziehen wollen
und für den ein oder anderen Lacher gut sind.
Für Unterhaltung ist wiedermal bestens gesorgt, denn Nip/Tuck macht auch in
Hollywood eine sehr gute Figur.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nichts mit aufgegebenen Prinzipien - nur ein neuer und willkommener satirischer Grundton, 1. Oktober 2009
In der fünften Staffel von NIP/TUCK - SCHÖNHEIT HAT IHREN PREIS verschlägt es die plastischen Chirurgen Dr. Sean McNamara (Dylan Walsh) und Dr. Christian Troy (Julian McMahon in der Rolle seines Lebens) vom sonnigen Miami ins ebenso leuchtende Los Angeles, der Hauptstadt der Filmindustrie. Obwohl Serienmacher Ryan Murphy Jahre zuvor in einem Interview behauptete, die Dramaserie eigentlich nicht in L.A. spielen zu lassen, um die Zuschauer nicht durch potentielle Gaststars ablenken zu lassen, verrät der Erfinder NIP/TUCK nicht. Vielmehr wird die Show durch den Ortswechsel optisch aufpoliert. Kalte Farben treten in den Hintergrund und werden durch warme und anheimelnde ersetzt. So bekommt man einen guten Eindruck vom verlockenden aber gleichzeitig auch ziemlich verhängnisvollen Los Angeles. Des Weiteren ist das fünfte Serienjahr von NIP/TUCK das bisher wohl witzigste. Aus Drama wird zunehmend Satire und durch die Serie in der Serie nimmt sie sich sogar selbst aufs Korn. Schlimm wäre es, wenn man dabei nicht die Gelegenheit ergreifen würde, bekannte Schauspieler als Gaststars zu engagieren. Der zu diesem Zeitpunkt noch recht unbekannte Bradley Cooper (HANGOVER) ist hier zum Beispiel mit divenhaftem Gehabe als kindischer TV-Doc, der die Hauptrolle der Serie in der Serie verkörpert, zu sehen. Auch sehr lustig: Jennifer Coolidge (AMERICAN PIE, NATÜRLICH BLOND, FRIENDS), die sich mehrfach als Candi Richards selbst parodiert (herrliches Zitat: "Ich bin eine gottverdammte Ikone!"). Die Liste lässt sich noch endlos weiterführen (AnnaLynne McCord aus 90210, Ian Buchanan aus REICH UND SCHÖN und CHARMED, Donna Mills und Joan Van Ark aus UNTER DER SONNE KALIFORNIENS...) . Tragende Charaktere aus früheren Staffeln lassen es sich nicht nehmen, erneut aufzutreten (liebenswert fies: Kimber und Gina).
Ein weiterer Faktor, der dazu beiträgt, dass die fünfte NIP/TUCK-Staffel durchaus sehenswert ist, ist die durchgeschüttelte Figurendynamik. Durch Seans unfreiwillige Hauptrolle in "Hearts and Scalpels" wird er vom ewigen Sympathieträger zum oberflächlichen und arroganten Schnösel, der sich dazu auch noch unverständlicherweise in ein manipulatives Teenie-Biest verguckt. Dagegen erweist sich Womanizer Christian erstmals als deutlich sympathischer Pol der beiden, auch wenn der Neid ihn wegen des seines Freundes in den Schoß gefallenen Ruhmes fast zerfrisst. Seine Reaktion ist aber äußerst menschlich und nachvollziehbar. Sicherlich wäre es einfach gewesen, aus ihm den großen Star zu machen, aber man entschied sich bewusst dagegen. Das macht NIP/TUCK aus: das Unberechenbare, das den Zuschauer dazu zwingt, die Serie weiterzufolgen.
Apropos unberechenbar: Seans wahnsinnige Agentin Collien Rose (wunderbar böse: Sharon Gless) sorgt für den großen Thrill in dieser Season - und auch für die rote FSK-18-Plakette auf dem Cover.
Zur DVD-Ausstattung: Bild und Ton sind für eine Warner-Veröffentlichung überdurchschnittlich gut. Auch auf einem LCD-Fernseher können die vierzehn Episoden auf fünf DVDs überzeugen. Extras bilden sich aus dem Standard-NIP/TUCK-Programm: nicht verwendete Szenen, herrliche Verpatzer (Julian McMahon muss im Privatleben wirklich ein Clown sein :-D) und ein Featurette, das diesmal aber ziemlich mager ausfällt. Da hat man schon informativere Sonderausstattung auf vergangenen DVD-Veröffentlichungen gesehen. Ich bin aber wohl etwas zu verwöhnt, denn bei manchen TV-Serien gibt es keine Extras. Von daher fallen die wenigen Extras nicht ins Gewicht. Zumal es eben welche gibt.
Fazit: Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Ortswechsel gelingen würde und war dementsprechend voreingenommen. Würde die Dramaserie nicht ihre Prinzipien aufgeben? Stattdessen wurde ich zum Glück in bekannter NIP/TUCK-Manier positiv überrascht. Die fünfte Staffel ist genauso wendungsreich wie die zweite und hochspannend wie die dritte, aber bestimmt nicht so bodenständig und nostalgisch wie die vierte. Tragische Ereignisse sind zwar noch vorhanden, bleiben jedoch nicht das tragende Element der fünften Season. Viel Satire und Parodie über die scheinheilige Filmwelt lassen so stark auflachen, wie bei noch keiner anderen NIP/TUCK-Staffel zuvor. So macht Fernsehen Spaß!
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29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erst recherchieren, dann aufregen...Feedback zum Rezensenten vor mir, 18. August 2008
Auch ich bin kein Freund geteilter Staffeln, allerdings liegt der Fall hier anders, als zum Beispiel bei Serien wie Desperate Housewives oder Lost. Fakt ist, bisher wurden erst 14 Folgen der 5. Staffel abgedreht und im amerikanischen Fernsehen gezeigt. Die restlichen 8 Folgen der Staffel konnten aufgrund des Autorenstreiks leider nicht fertiggestellt werden und werden erst im Frühjahr 2009 im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt.
Die Staffel 5.1 enthält also im Endeffekt fast genauso viele Folgen wie die vorherigen Staffeln.
Ich für meinen Teil möchte nicht bis Herbst/Winter nächsten Jahres warten bis die komplette Staffel vorliegt.
Es bleibt natürlich abzuwarten wieviel Warner für die restlichen 8 Folgen der Staffel verlangt.
Aber im Moment bin ich mit dieser Lösung voll und ganz zufrieden.
Natürlich bezahlt man in im Endeffekt wohl etwas mehr für die komplette 5. Staffel als für die vorherigen Staffeln, allerdings ist zu beachten dass diese im Durchschnitt auch nur 15/16 Episoden hatten, und die aktuelle 22!
Also, ich finde die Aufregung ist in diesem Falle absolut nicht gerechtfertigt.
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