Professor Layton erhält einen Brief von einem alten Freund. In dessen Heimatstadt Misthallery geschehen schreckliche Dinge: Ein Phantom zerstört wahllos Häuser. Dass es bislang keine Todesopfer gab, ist nur einem mysteriösen Orakel zu verdanken, das die Angriffe des Ungeheuers vorhersehen kann. Der Professor, seine Assistentin und Luke, der Sohn des Bürgermeisters, beginnen mit Nachforschungen, bei denen sie sich nicht nur Freunde machen...
"Professor Layton und der Ruf des Phantoms" spielt sich exakt so wie seine Vorgänger: Layton & Co. bewegen sich durch Misthallery, begegnen skurillen Figuren (wie dem Grünliebhaber oder der Süßigkeitenverkäuferin, die nur an Kinder verkauft) und lösen dabei jede Menge Rätsel. Diese reichen von Logikrätseln über Schiebepuzzles bis hin zu Suchbildern. Bei 170 Rätseln sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Die Rätsel sind unterschiedlich knifflig, für schwierigere Rätsel erhält man dafür mehr Punkte, mit denen sich Bonusmaterial freischalten lässt. Wer die Stadt sorgfältig durchsucht, findet Hinweismünzen, mit denen sich bis zu drei Tipps freischalten lassen, falls man an einem Rätsel festhängt. Neu ist der Supertipp, mit dessen Hilfe sich das Rätsel in der Regel problemlos lösen lässt, der dafür aber zwei Münzen kostet. Zweieinhalb Minispiele, deren Zubehör man erst freispielen muss, runden das Spielerlebnis ab.
Ein paar kleinere Schwächen hat das Spiel aber auch:
- Wenig Innovation: Im Vergleich zum Vorgänger gibt es nicht viel neues. Lediglich die spaßige Mäusejagd war so noch nicht in einem Layton-Spiel vorhanden.
- Flaschenhälse: Es gibt immer noch ein paar Rätsel, die man unbedingt lösen muss, um das Spiel abzuschließen. Wenn so ein Rätsel zu einem Typ gehört, den man nicht mag, und dann eventuell nur mäßige Tipps bietet, senkt das die Motivation gehörig. Hier sollten die Spieldesigner entweder alternative Wege anbieten oder solche Rätsel generell durch "Du musst x Rätsel gelöst haben" ersetzen.
- Qualität der Tipps: Der Informationswert der Hilfestellungen schwankt beträchtlich. Als ersten Tipp bekommt man des öfteren, die Aufgabe genau zu lesen oder sich die Einzelteile genau anzusehen, was beides nicht unbedingt hilfreich ist.
- Schwammige Formulierungen: Bei einigen Rätseln ist die Aufgabenstellung ungenau, so dass man gelegentlich raten muss, welche Lösung gemeint ist. Das kann zwar ein paar Punkte kosten, kommt aber zum Glück nur selten vor und trübt den Spaß daher nur geringfügig.
Layton-Fans, die auch schon die Vorgänger mit Begeisterung gespielt haben, machen mit "Ruf des Phantoms" nichts falsch. Das Spiel ist zwar nicht der beste Teil der Serie, aber eine würdige Fortsetzung und verbindet erneut eine spannende Geschichte mit zahlreichen Denksportaufgaben. Da die Handlung vor der ersten Trilogie angesiedelt ist, hat man aber auch als Einsteiger keine Probleme, sich in Laytons Welt zurechtzufinden.