Die hilfreichsten Kundenrezensionen
108 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Phoenix Wright - Das Kultspiel endlich auch in Europa, 28. September 2006
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Phoenix Wright - Ace Attorney (Videospiel)
Gerichtssendungen sind in der TV Landschaft keine Seltenheit und erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit. Im Spielesektor hält nur ein einzelner Anwalt die Flagge hoch: Phoenix Wright. Dieser darf nun endlich auch auf dem Nintendo DS verhandeln, und sein erster Auftritt ist zum Glück weder ein virtuelles Jugendgericht, noch ein Abbild von Barbara Salesch.
Phoenic Wright: Ace Attorney ist ein klassiches Point and Click Adventure in welchem der Spieler in die Rolle eines jungen Verteidigers schlüpft, welcher weniger mit Paragraphen jongliert, dafür aber mehr sein detektivisches Gespür zur Lösung seiner Fälle einsetzt. Wir haben Phoenix durch seine ersten fünf Fälle begleitet.
Der Spielverlauf selbst präsentiert sich in zwei Phasen: Zum einen die Verhandlungstage vor Gericht, zum anderen die Zeit an Tatorten oder bei der Zeugenvernahme. Phoenix Wright, also der Spieler selbst, sammelt Hinweise und Indizien, welche später zur (hoffentlich erfolgreichen) Lösung des Falles eingesetzt werden. Neben dem frischen Szenario gibt sich das Spiel sehr klassisch: Auf statischen Hintergründen agieren dezent animierte Figuren, und der Spieler klickt sich dabei durch unzählige Textboxen. Hört sich langweilig an, ist es aber nicht, denn hinter dieser altbackenen Fassade verbirgt sich ein herausforderndes Kriminalszenario, welches aufgrund überzeichneter Anime Charakter fernöstlichen Witz versprüht.
Der Spieler muss seinen Verstand einsetzten um den (natürlich eigentlich unschuldigen) Angeklagten einen Freispruch zu verdienen. Wer dabei Dinge bei den Haaren herbeizieht wird vom obersten Richter so lange bestraft, bis irgendwann der Ausschluss vom Gerichtshof und somit der Schuldspruch für den Klienten folgt. Jede Aussage muss mit Beweisen belegbar sein, auch wenn es nur eine sich widersprechende Aussage eines Zeugen ist. In die Rolle des Gegenspielers schlüpft dabei der Staatsanwalt, welcher im ersten Fall noch lammfromm daher kommt, im fünften Fall aber zum regelrechten Gerichtswolf mutiert.
So folgen wir Phoenix Wright durch eine Geschichte, welche die ersten vier Fälle miteinander verknüpft. Diese stammen aus einer GBA Version der Spieleserie und erhalten deshalb nur sporadische Nintendo DS Steuerungselemente. Sicher, die Eingabe per Touchscreen ist eine kleine Offenbarung und wer möchte, der kann auch Einspruch in das Mikro brüllen, aber erst im letzten Fall reizt der Nintendo Ds sein volles Berührungspotenzial aus: Da müssen Gegenstände mehrmals gedreht, Luminol Flüssigkeit verspritzt und Fingerabdrücke verglichen werden.
Trotzdem ist Phoenix Wright: Ace Attorney über seine 20 Stunden Spielzeit ein durchweg forderndes, spannnendes Videospiel, und es ist geradezu berauschend die Rolle einer Person zu übernehmen, welche sich mit Worten wehrt, anstatt den Gegner auf den Kopf zu springen oder von hinten in den Würgegriff zu nehmen. Diese verbale Aktivität des Spielers macht Phoenix Wright einzigartig und gibt Aufschlüsse darauf, daß auch andere Videospiel-Szenarien möglich sind, als immer die gleichen, sich selbst kopierenden Ausflüge in Dungeons, auf Schlachtfelder oder in den Weltraum. Wir freuen uns auf Nachfolger und können sagen: In Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil- Unbedingt auch spielen!
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33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannende Jagd nach den Mördern .. technisch etwas mau, aber inhaltich klasse (US-Fassung getestet), 25. Januar 2007
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Phoenix Wright - Ace Attorney (Videospiel)
Das Spiel gehört neben 'Resident Evil DS' zum spannendsten, was ich auf dem Handheld bisher gezockt habe. In Gestalt des namensgebenden Rechtsanwalts Pheonix Wright besucht man die Orte des Verbrechens und sucht diese nach Indizien ab, um Rückschlüsse auf den Tathergang und den Verbrecher zu führen. Vor Gericht kann man diese dann anschließend preisgeben und die Berichte der Zeugen im Kreuzverhör auseinandernehmen.
Inhaltlich gibt es am Spiel nichts zu meckern. Die Charaktere sind allegesamt voll sympathisch und werden so gekonnt in Szene gesetzt, wie man es kaum in einem anderen Videospiel erlebt. Man gewöhnt sich richtig an die Figuren und sie wachsen einem irgendwo auch ans Herz. Die eigentlich ernste Thematik der Morde wird durch humoristische Kommentare der Protagonisten (inkl. den Gedanken des Hauptdarstellers) richtig aufgelockert. Außerdem sind gerade die Gerichtsverhandlungen, in denen man sich sehr oft vorzeitig als klaren Gewinner sieht, dies jedoch wieder durch neue Ideen des Staatsanwalts bzw. der Zeugen vereitelt wird, wirklich fesselnd.
Auch die Anpassung an den DS ist sehr gut gelungen. Die Örtlichkeiten kann man via Touchscreen absuchen, genauso wie die Navigation durch die Menüs und des Inventars durch den berührungsempfindlichen Bildschirm komfortabel geraten ist. Und im letzten (von insgesamt 5 Fällen) darf man außerdem die Gegenstände in 3D drehen und zoomen und u.a. Puder für Fingerabdrücke verteilen. Auch nett: Um Einspruch während der Verhandlung einzulegen, kann man neben einfachem Druck auf dem entsprechenden Button auch ins Mikrofon reinbrüllen. Bei mir funktionierte dies aber nicht immer.
Nur leider gibt es von meiner Seite zwei Sachen zu bemängeln: Zum einen ist dies die Interaktionsmöglichkeiten. Ich hatte über weite Stellen oft das Gefühl, mich einfach nur durch die Geschichte 'durchzuklicken'. Man wird ständig darauf hingewiesen, wo man als nächstes hingehen muss bzw. was zu tun ist, sodass man (teilweise) gar nicht richtig gefordert wird. Ausgeglichen wird das jedoch durch andere Stellen, die ich wirklich als schwer empfunden habe. So musste ich das ein oder andere mal vor Gericht wirklich länger überlegen, wo der 'Fehler' in den Berichten der Zeugen liegt und wo man Einspruch einzulegen hat.
Zum anderen ist da noch die etwas schwache Technik, die mich da schon mehr störte. Klar, die Figuren sind schön gezeichnet und man kann ihnen stets ansehen, wie sie so drauf sind. Allerdings sieht man auch an, dass die ersten vier Fälle vom GBA übernommen worden sind. Die Animationen wiederholen sich ständig, genauso wie die (teilweise etwas nervige) Hintergrundmusik. Richtige Soundeffekte gibt es auch keine und wenn man etwas in der Art zu hören ist (wie etwa das Rumoren der Zuschauer im Gerichtsaal), dann wird das auch ständig wiederholt. Und was mich schon an anderen DS-Spielen wie 'Another Code' echt gestört hat ist das strikte Fehlen von Sprachausgabe. Es geht mir nicht in den Kopf, wie man als Spieleentwickler so einen wichtigen Punkt außer Acht lassen kann. Würden die Figuren richtig sprechen, so würde das die Atmosphäre um einiges unterstreichen und die Qualität des Spieles steigern. Klar, der Speicherplatz ist auf den Modulen anscheinend nicht wahnsinnig groß, aber wenn ich an Adventures aus den frühen 90er-Jahren denke, die auf mehreren Disketten ausgeliefert worden sind (z.B. 'Day of the Tentacle'), so hatten diese doch zumindest im Intro Sprachausgabe. Warum dann nicht im 21. Jahrhundert?!
Aber auch mit diesem Manko ist 'Pheonix Wright' eines der absoluten Spitzengames für den Nintendo DS und wer nichts dagegen hat, viele Texte zu lesen und Informationen richtig zu kombinieren, der ist hier genau richtig! Ich hatte jedenfalls Spaß und freue mich auf die Fortsetzung.
Zusammenfassung
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Pro:
+ spannende Geschichten
+ gelungene Charaktere, die sich im Laufe der Zeit entwickeln
+ guter Einsatz des Touchscreens (besonders im letzten Kapitel)
+ abspeicherbar wann man will!!! (bis auf wenige Ausnahmen)
Contra:
- bewegt sich technisch auf GBA-Niveau
- typisch DS: wiedermal keine Sprachausgabe (SEHR schade!)
- stellenweise gibts wenig zu tun
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Einspruch!, 8. August 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Phoenix Wright - Ace Attorney (Videospiel)
Das Spiel selbst ist sehr empfehlenswert. Das Setting ist innovativ, die Charaktere liebenswert und die Story interessant.
Der riesengroße Kritikpunkt an diesem Produkt ist folgender: Die unglaublich schlechte Übersetzung. Ich habe die deutsche Version geschenkt bekommen und habe das Spiel zwar genossen; die Übersetzung und die zahlreichen Schreibfehler von teilweise unglaublicher Peinlichkeit haben den Spielspaß jedoch deutlich gemindert.
Da es bei Nintendo DS Spielen keine Regionalcodes gibt, lege ich jedem des Englischen mächtigen Interessenten ans Herz, die entsprechende Version aus England oder den USA zu importieren.
Ich habe zwar nur die deutsche Version ausführlich gespielt, aber schlechter kann es wirklich nicht sein. Auf Grund schlecht übersetzter Szenen, die den eigentlichen Wortwitz ruinieren, schließe ich, dass das Spiel außerdem nicht direkt aus dem Japanischen, sondern von einer englischsprachigen Vorlage übersetzt wurde. Solche Übersetzungen über mehrere Ecken sind ohnehin nicht für gut zu heißen.
In diesem Sinne: Daumen hoch für ein unterhaltendes Spiel, aber Einspruch gegen die schreckliche Lokalisierung!
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