(basierend auf de JAP-Version)
Vor einigen Monaten wurde in unserem Haushalt die japanische Version des Korg DS-10 zum ersten Mal in Gebrauch genommen. Für diese Version haben wir uns entschieden, weil ein Synthesizer ohnehin allgemein auf Englisch läuft und weil es mehr als unsicher war ob dieses geniale Machwerk den Weg nach Außerhalb findet.
Nun aber zum Produkt selbst. Ich muss an dieser Stelle allerdings einräumen selbst kein Musiker zu sein, sondern spiele mit dem Ding gelegentlich nur herum. meine bessere Hälfte hingegen verwendet den Korg DS-10 auch im heimischen Studio in Verbindung mit anderen "Korgeln" und es kann sich durchaus hören lassen was der kleine Wunderkasten zu bieten hat.
Der DS-10 schafft Sound mittels zwei analoger Systhesizer-Emulatoren und verfügt über eine vierfach Drummachine mit gleicher Sounderzeugung wie die beiden Synthesizer - Soweit konnte ich mich dann noch einlesen. Die erzeugten Sounds können dann via digitalen Steuerrädchen und Kabeln (die man in Anschlüsse auf dem Touchscreen steckt) verändert werden. An Effekten wurde der Korg-DS mit Chorus, Flanger, und Delay versehen, welche ebenfalls einfach via digitalem Rädchen eingestellt werden können.
Wie schon erwähnt, ich spiele damit nur rum und bin begeistert wenn ich im Ansatz etwas Musik damit erzeugen kann, aber für Profis ist das wohl recht nah an der Realität und wohl der Himmel auf Erden... für so ein kleines "Tool" zumindest.
Die Steuerung ist recht simpel mit dem Styus auszuführen. Ich persönlich finde es hier nur etwas schwer zu lesen was denn so genau auf den einzelnen Steuerelementen steht, wer aber schon Erfahrung mit Synthesizern hat dürfte das Menü sofort überblicken und quasi blind wissen wo was ist. Ansonsten geht das Drehen von Rädchen, das Drücken von Knöpfen und das Ein- und Ausstecken von Kabeln wunderbar genau und locker von der Hand.
Soundtechnisch kann das handliche Tool ebenfalls voll überzeugen, vorallem via Headset. Schließt man den DS via Kabel am Heimstudio oder an einer passenden Anlage an klingt die dort erzeugte Musik ebenfalls unglaublich gut.
Kleine Notiz noch am Rande: Es ist möglich sich mit drei weiteren Korg DS zu verbinden und so ein kleines DS-Heimstudio einzurichten mit dem man wirklich noch gigantischere Melodien "komponieren" kann.
Mein Fazit des Ganzen ist: Der Korg DS-10 ist eine recht günstige Alternative zu einem großen Synthesizer mit den gleichen Features und nimmt freilich auch weniger Platz weg. Was man sich aber beim kauf zwingend vor Augen halten sollte: Es handelt sich definitiv NICHT um ein Spiel im Sinne von "Elite Beat Agents", "Guitar Hero" oder "Rhythm Tengoku" (Rhythm Heaven), sondern es ist ein Musikinstrument, ein "Arbeitstool". Wer einfach nur rumspielen will verliert wohl schnell den Reiz daran, wer aber in der Materie steckt und ernsthaft Musik damit machen will kommt hier voll auf seine Kosten.
Update:
Jedem Interessenten sollte klar sein dass das Korg DS-10 eine aufgewertete Version bekommt. Der Korg DS-10+ ist definitiv für Japan angekündigt und die Chancen dass dieser nach Europa oder in die USA kommt ist recht groß. Wenn nicht stellt dies auch keinen Beinbruch dar, denn die Bedienfelder des Korg DS werden auch in der neuen Version in englischer Sprache beschrieben sein. Wer das Tool günstig bekommt kann also jetzt schon zugreifen, ansonsten vielleicht noch etwas warten.