Es ist nun etwa ein Jahr vergangen, seitdem Metroid Fusion auf dem GBA erschienen ist. Es überzeugte durch tolle Spielbarkeit, schicke Grafik und den Metroid typischen Sound. Weniger gelungen war jedoch der Umfang des Spiels, der mit knapp 6-8 Stunden beim ersten durchspielen recht dünn ausfiel. Nun gibt's den Nachfolger, der eigentlich ein Vorgänger ist, denn bei Metroid: Zero Mission handelt es sich um ein Remake des ersten Metroids, welches 1986 für das NES erschienen ist. Ob das Spiel, zumindest von technischer Seite her, mit Metroid Fusion mithalten kann, könnt ihr nun nachlesen, denn um es vorweg zu nehmen, Metroid: Zero Mission ist genauso kurz wie Metroid Fusion...
Und wieder die Weltraumpiraten
Auch in Metroid: Zero Mission tauchen die aus der Metroid Serie bekannten Weltraumpiraten auf, die sich auf dem Planeten Zebes niedergelassen haben. Selbstverständlich gesellen sich zu diesen noch die Namensgebenden Metroids dazu, die nahezu jede befindliche Kreatur befallen haben und diesen dann die Lebenskraft aussaugen. Auch werden die sonst Friedlebenden Wesen aggressiv und greifen alles an, was sich bewegt. Da unserer galaktischen Kopfgeldjäger-Blondine Samus Aran das natürlich nicht gefällt, macht sie sich auf den Weg nach Zebes, um dem Ganzen ein Ende zu bereiten.
Alles beim Alten
Wie bei der Serie üblich (Metroid Prime mal ausgenommen ;-)) ballert ihr euch selbstverständlich durch eine mehr oder weniger große 2D-Welt, sucht neue Areale und sammelt etliche Waffen- und Anzugsupgrades, durch welche Samus im Laufe des Spiels immer stärker wird. Diese Upgrades sind auch zwingend nötig, denn die Gegnerschaft wird immer stärker und ihr müsst Areale durchforsten, die nur mit bestimmten Anzügen zu meistern sind. So wird euch Energie abgezogen, wenn ihr mit dem normalen Anzug beispielsweise eine Lava-Höhle betretet. Damit ihr euch nicht verlauft, hat Nintendo wie bei Metroid Fusion eine Karte hinzugefügt. Diese ist sehr hilfreich, da sie euch neben der aktuellen Position euer Ziel, sowie Speicherräume oder andere wichtige Punkte zeigt.
Abwechslung pur
Was schon nach wenigen Spielminuten auffällt ist die Große Abwechslung die das Spiel bietet. Ihr steuert Samus durch normales Terrain, später durch alte Ruinen und sogar durch Feuer- und Eislandschaften. Die Gegner sind jeweils für ihr Gebiet bestens ausgerüstet, um euch das Leben (oder doch das Spielen?) zu erschweren. Doch mit gefühlvoll abgeschossenen Raketen sind die Unholde alle zu knacken. Weiterhin müsst ihr auch schon mal das ein oder andere Rätsel lösen. So kann es passieren, dass der normale Weg zum Ziel versperrt ist. Logische Folgerung ist deshalb: Umgehen. Also rennt ihr meistens zurück, geht noch mal in bestimmte Räume um bestimmte Risse in der Wand, im Boden oder auch in der Decke zu erkennen und wegzuballern. So sieht es meistens aus, wenn ihr den Weg in ein neues Areal sucht.
Linear?
Im Prinzip kann man sagen, dass Metroid: Zero Mission genauso linear ist wie der GBA Vorgänger Metroid Fusion, allerdings mit einem kleinen, aber feinen Unterschied. Wurdet ihr in Metroid Fusion noch von einem Computer von Gebiet zu Gebiet gelotst, so wird euch bei Metroid: Zero Mission meist nur das Ziel angezeigt, zu welchem ihr gehen müsst. Dieser Unterschied gibt euch ein bisschen mehr Freiheit, da ihr selbst entscheiden könnt, welchen Weg ihr zunächst zum Ziel gehen wollt.
Bossgegner
Wie in jedem Metroid üblich, warten sehr viele Bossgegner darauf, von euch geplättet zu werden. Ohne die richtige Taktik ist keiner davon so leicht zu besiegen. Ich will hier aber nicht ausschweifen, weil es sonst zu Spoilern kommt.Ich kann aber sagen, dass ihr immer genug Raketen im Rucksack haben solltet ;-).
Technische Offenbarung?
Technisch ist das Spiel sehr sauber. Die Grafik ist auf einem ähnlich hohen Niveau wie die von Metroid Fusion. Mit erschien sie nur etwas weniger bunt und teilweise kantiger. Es läuft aber genauso ruckelfrei wie sein Vorgänger. Der Sound gefällt mir persönlich aber besser, als der von Fusion. Im Spiel befinden sich die alten, Metroid typischen Sounds des Originals und vermitteln irgendwie eine coolere Atmosphäre.
Fazit:
Was soll ich sagen? Ich mache es am besten kurz. Fans des Vorgängers, die das Original nicht kennen, können ohne zu zögern in den Laden rennen und das Spiel kaufen. Die, denen beim Vorgänger die kurze Spielzeit missfallen hat, sollten sich den Kauf zweimal überlegen, denn Metroid: Zero Mission ist genauso kurz. Und die Zocker, die das 86'er Original kennen, können auch zugreifen, da ein paar neue Areale hinzugefügt wurden und das Spiel endlich mehr als 10 Farben aufweisen kann ;-) Ein schlechtes Spiel ist Metroid: Zero Mission also nicht. Es ist sogar ein sehr gutes. Leider krankt es an der viel zu kurzen Spielzeit.