Mann,was habe ich mich auf diese Platte gefreut. Nach dem hervorragenden "About Time" vor 5 Jahren, den phantastischen live-Konzerten hier im Sommer des selben Jahres, und nun nach den sehr gut besprochenen Konzerten mit Herrn Clapton in New York....
Pünktlich zum Veröffentlichungstag von Amazon geliefert, packte ich die CD aus. Ein etwas albernes Photo auf dem Cover, aber OK. Das erste Stück. "All Instruments by Steve Winwood". Hoffentlich nicht so was wie in den Soloplatten der 80er ?
Kein Problem, netter Song auf einem Riff auf der akkustischen Gitarre basierend, der eher an John Mayall's "The Blues alone" erinnert als an Winwoods 80er Solo-Alben.
Dann "Fly", schöner entspannter Song mit Sax, aber plätschert irgendwie etwas dahin.
Erster Höhepunkt "Raging Sea". Genau, so soll es ein!
"Dirty City", schöne Single, gefällt. Die "rotzige" Gitarre ist laut Booklet Winwood, Clapton spielt nur das (gute) Solo zum Ende des Songs.
Dann plätschert es wieder etwas vor sich hin. Die Songs sind nicht so stark wie auf "About Time". Auch Jose Neto auf der Gitarre reizt seine musikalische Spannweite nicht so weit aus wie auf seinen Soloalben.
Der absolute Höhepunkt des Albums ist "Secrets". Hier stimmt für mich alles. Geile Hammond, heiße Gitarre, klasse Vocals stützen ein hervorragendes Lied. Leider sind die zwei letzten Songs wieder etwas schwächer, die Percussions wirken etwas mechanisch.
Alles in allem trotzdem ein gutes Album, Kaufempfehlung für alle, die Steve's Stimme mögen und die den klassischen Sound der Hammond den Synthies vorziehen.
Vielleicht waren meine Erwartungen einfach etwas zu hoch...