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Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg: Ein Porträt
 
 
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Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg: Ein Porträt [Taschenbuch]

Konstanze von Schulthess
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 7 (Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492254098
  • ISBN-13: 978-3492254090
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 172.354 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Konstanze von Schulthess
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Anders als etliche hochdekorierte Akademiker ist Konstanze von Schulthess sich nicht zu fein, Alltägliches in ihre Charakterstudie einzubeziehen. So gerät das Bild, das sie von ihrer Mutter entwirft, besonders plastisch. Und die lapidare Tonart, die sie anschlägt, ergreift den Leser, gerade weil der Stoff so gewaltig ist.« Der Spiegel 

Kurzbeschreibung

Am 20. Juli 1944 verliert Nina, Frau des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg, den Mann, den sie liebt. Was war ihre wahre Rolle in der Geschichte? Was hat sie vom Widerstand gewusst? Wie hat sie mit diesem Wissen gelebt? Das Porträt einer bemerkenswerten Frau: persönlich und behutsam erzählt von ihrer jüngsten Tochter, basierend auf Gesprächen sowie bislang unbekannten Dokumenten und Aufzeichnungen der Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
73 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Leben im Untergang 22. April 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Konstanze von Schulthess
Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg Pendo
ISBN 3858426520
Leben unter Bedrohung in einer Diktatur!
Als Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg am 21. Juli 1944 ihren beiden ältesten Söhnen Berthold und Heimeran erklären musste, dass ihr Vater in der Nacht zuvor erschossen worden war, brach ihre ganze bürgerliche und familiäre Welt zusammen. Nicht nur diese Nachricht, sondern auch die, dass sie ein Kind erwartet, musste vermittelt werden. Das Kind war das fünfte der Familie, eine Tochter, die Anfang 1945 im Gefängnis geboren wurde. Sie ist die Autorin des vorliegenden Lebensbildes ihrer Mutter.
Der Vater, Claus Schenk Graf von Stauffenberg, war der Täter des missglückten Attentats auf Adolf Hitler am 20 Juli 1944.
Die beiden ältesten Söhne waren damals erst 8 und 10 Jahre alt.
Nicht nur die Nachricht vom Tod ihres Mannes bedeutete einen Schock für die Familie. Die Mutter musste die Kinder zusätzlich schützen, in dem sie vorgab, sich auf Seiten Hitlers zu befinden. Der Vater habe sich geirrt, und den Führer habe die Vorsehung gerettet, lügt sie ihnen vor.

Kann man sich heute überhaupt noch ein Bild davon machen, was diese Haltung einer Frau abverlangte?
Mit Spannung liest man über das Leben, das die mutige junge Frau mit zuletzt fünf Kindern zu bewältigen hatte. Zum Todeszeitpunkt ihres Mannes war sie erst 31 Jahre alt.

Ihrem Mann war bewusst gewesen, wie unsicher der Ausgang des geplanten Attentats war. Er hat ihr vieles zugemutet, und sie hat ihn selbstlos unterstützt. Am Ende zählte nicht nur der Erfolg des Attentats, sondern auch die Notwendigkeit, der Welt vor Augen zu führen, dass es einen Widerstand gegen die Hitlerdiktatur gab. Es ging um die Ehrenrettung des Landes, mit der man dem Ausland demonstrieren wollte, dass der Unrechtsstaat keine uneingeschränkte Billigung mehr erfuhr, und eine verantwortliche Elite um das Ansehen in der Welt bangte.

Dramatisch und lebensbedrohlich war die Lage für alle Familienmitglieder nach dem misslungenen Attentat, von denen viele in Sippenhaft genommen wurden, so auch Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg.
Konstanze von Schulthess hat mit Detailwissen über ihre Eltern berichtet. Die Fakten sind bekannt, Mitverschwörer namentlich aufgeführt.
Zu verdanken ist ihr im Besonderen die Innenschau über das Erleben einer Frau, die nicht nur ihre Familie und ihre Kinder auseinander gerissen sah, sondern die Wochen und Monate lang im Ungewissen blieb, ob es überhaupt noch ein Überleben und eine Zukunft für sie und ihre Kinder gab.
Stärke, Mut und innere Überzeugung über den richtigen Weg, den sie gemeinsam mit ihrem Mann gegangen war, und die Zuversicht, dass sie und die Kinder wieder zusammen finden würden, gehörten zu den Tugenden der Gräfin von Stauffenberg!
Obwohl in den Vorkriegszeiten die Frauenemanzipation, wie wir sie heute kennen, noch in weiter Ferne war, hat Nina Schenk schon damals ein aufrechtes und selbst bestimmtes Leben geführt. Ganz selbstverständlich hat sie mit ihrem Mann politische Überzeugungen geteilt und ihm zur Seite gestanden. Die auf sie zukommenden Gefahren hat sie weitsichtig antizipiert. Ihre Ängste blieben verborgen für die Umwelt, denn sie besaß ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Selbstkontrolle.
Schulthess beschränkt sich in ihrem Porträt im Wesentlichen auf das Leben ihrer Mutter. Wie sie mit der politischen Tragödie umgegangen ist, und wie sie alle Strapazen der Gefangenschaft und eines Neuanfangs nach dem Kriegsende mit eisernem Willen durch gestanden hat: das beschreibt ihre Tochter nach genauem Studium aller Dokumente und Zeitzeugnisse. Dabei vermeidet sie Heroisierungen.

Die Autorin hat das Bild einer längst vergangenen Epoche mit ihrem Bericht noch einmal heraufbeschworen. Dazu gehören Bilder der weitläufigen Verwandtschaft, die sich in gegenseitiger Hilfsbereitschaft überbot, und deren Zusammenhalt beispielhaft war. Einige gut ausgewählte Fotoserien bieten Einblicke in das Familienleben. So lässt sich der Weg vom jungen Mädchen bis zur alten Frau auch in Bildern nachvollziehen.

Das Buch ist konsequent mit dem Focus auf das Porträt der Mutter konzipiert, die sich im Gestrüpp eines katastrophalen Untergangsszenarios ihren Weg bahnen musste.
Das liebevolle und ehrliche Porträt einer Tochter über ihre außergewöhnliche Mutter Verdient Annerkennung und Hochachtung.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heike Geilen HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Konstanze von Schulthess, die jüngste Tochter des Hitlerattentäters Stauffenberg, räumt auf mit dem Klischee: hier die glorreichen Männer, dort die schwachen, ängstlichen Frauen. Herausgekommen ist ein liebevolles Porträt einer starken und außergewöhnlich selbstständigen Frau, dass ihrer Mutter: Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg.

Gestützt auf Gespräche, zahlreiche Dokumente, Briefe und Interviews sowie eine bis dato nicht veröffentlichte private Familienchronik resümiert sie deren Leben, das ihrer Familie und ihres engsten Umfeldes. Eben diese Familienchronik erwies sich als "ein wahres Füllhorn von Geschichten, nicht nur die tragischen und dramatischen - auch Familienanekdoten, amüsante Szenen und Kolportagen, wie sie von Generation zu Generation weitergegeben werden". Diese wirken wie das sogenannte Salz in der Suppe, denn die Autorin weiß sie - trotz der Tragik der Familie Stauffenberg - auflockernd in ihr leicht und sehr angenehm zu lesendes Buch einzuweben. Sie machen es überaus lebendig, verströmen eine atemberaubende Essenz aus "Duft und Farbe des gelebten Lebens".

Konstanze Schulthess holt ihre Mutter vom Rand in die Mitte des öffentlichen Bewusstseins und räumt auf mit dem Vorurteil der naiven, "dumme[n] kleine[n] Hausfrau mit Kindern und Windeln und schmutziger Wäsche", als die Nina Stauffenberg in den Medien gern hingestellt wurde. Sie rückt ein Klischee zurecht: das der treusorgenden, nichtsahnenden, apolitischen deutschen Offiziersfrau, dem "Heimchen am Herd". Entstanden sicherlich aus einer überlebenswichtigen Haltung, die im Nachhinein an ihr haften bliebt, obwohl sie mit der realen Person nichts gemein hatte. Doch in ihrer ausweglosen Situation - als Frau eines Hitlerattentäters - war sie zwangsläufig gezwungen, das "kleine Dummchen" zu inszenieren. Diese vorgespielte Naivität rettete ihr wohl das Leben.

Denn nach dem 20. Juli 1944 wurden die Familien von der sogenannten "Sippenhaft" der nationalsozialistischen Machthaber getroffen. Auch die schwangere Nina von Stauffenberg verhaftete die Gestapo. Sie wurde zuerst nach Rottweil, dann nach Berlin, am Ende für fünf Monate ins Konzentrationslager Ravensbrück gesteckt, ständig in Isolationshaft und ohne zu wissen, was aus ihrer Familie, den Kindern geworden war. Die Zeiten überstand sie nur, da die Schwangerschaft sie zum Durchhalten zwang, sie imaginäre Musik- und Literaturabende in ihrer Zelle veranstaltete und Gedichte rezitierte. Am 17. Januar 1945 brachte Nina von Stauffenberg ihr fünftes Kind Konstanze - die Autorin - während der Haft in einem NS-Frauenentbindungsheim in Frankfurt an der Oder zur Welt. Das baldige Kriegsende verhinderte weitere tragische Schicksale.

Dass das Buch mit sehr viel Empathie für ihre Mutter geschrieben ist, spürt man permanent, schadet jedoch keineswegs dem durchweg positiven Gesamteindruck. Konstanze Schulthess zeichnet ein stimmiges Bild einer starken Persönlichkeit, die keinesfalls nur ein ahnungsloses Opfer war und relativ intensiv in die Pläne ihres Ehemannes eingeweiht war.

Zum Gelingen dieser Biografie tragen gleichfalls 42 Fotografien bei, die ihre Eltern, die Familie und vor allem den Weg des jungen Mädchens aus gutem Hause bis hin zur alten, immer noch würdevollen Frau, zeigen, einer Frau die ihrem Mann eine ebenbürtige Partnerin war, "in guten und in schlechten Tagen", auch wenn sie dafür einen hohen Preis zahlen musste.

Fazit:
Neben einer gelungenen Einbettung in den jeweiligen historischen Horizont ist dieses Buch vor allem eine neuerliche Annäherung an die Mutter. "Was gelebtes Leben zwischen Mutter und Tochter war, ist so zu einem Porträt geworden, das meiner Mutter - so hoffe ich - eine eigene Gestalt verleiht. Ein Porträt, das eine eindrucksvolle Frau zeigt, deren Leben mit einem der dramatischsten Kapitel unserer Zeitgeschichte verknüpft war. Zugleich ist es durchaus auch als etwas sehr Persönliches gemeint: nämlich als eine Liebeserklärung an meine Mutter.", schreibt die Autorin.
Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Nachdem im Jahre 2004 der Film Stauffenberg von Jo Maier im Fernsehen ausgestrahlt wurde, fragte ich mich des öfteren - Wie nahm die Familie die Nachricht über das gescheiterete Attentat auf? - Inwieweit war seine Frau in seine Pläne eingeweiht? - Was geschah mit der Witwe, kam auch sie in Haft? - Wie lebte die Familie nach Kriegsende weiter?
Auf alle diese Fragen gab mir nun das Buch von Konstanze von Schulthess Antwort. Sie ist die jüngste Tochter von Stauffenberg, kam in der Haft ihrer Mutter zu Welt und lernte ihren Vater nie kennen. Sie erzählt sehr anschaulich was mit ihrer Familie nach dem 20. Juli geschah. Sie berichtet sehr detailgetreu und mit großem Respekt vor ihrer Mutter, die eine sehr starke Frau war. Konstanze von Schulthess bietet uns mit diesem Buch ein Stück Zeitgeschichte an, wirklich lesenswert.
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Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg
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Veröffentlicht am 29. April 2010 von Moritz
Buch
Das Buch liest sich wunderbar.es zeigt authentisch, was die Fam.Stauffenberg durchgemacht hat und wie sehr sie zusammengehalten haben.Wirklich lesenswert.Renate Claus
Veröffentlicht am 12. März 2010 von Renate Claus
Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg
Das Buch ist spitzenmäßig. ganz mein Geschmack. Schnelle Lieferung, liest sich wunderbar. Renate ClausNina Schenk Gräfin von Stauffenberg: Ein Porträt
Am 17. Oktober 2009 veröffentlicht
Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg
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Veröffentlicht am 17. August 2009 von kayo
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Veröffentlicht am 27. Juli 2009 von Helmut Trunz
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Stauffenberg und der vorauseilende Gehorsam 1 27.07.2009
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