Für alle, die great eben auf den Geschmack von Nina Hagen gekommen sind (ist mit ihrer Scheidung momentan wieder hochaktuell), ist diese Best of Nina Hagen -Compilation genau das richtige. Hier sind alle Superhits des schrillen Weltstars versammelt.
"Unbeschreiblich Weiblich" hat sicherlich einen sehr krassen Text (ich war schwanger, mir gings zum kotzen, wollts nicht haben, musste gar nicht erst nachfragen...) rockt aber ungemein.
"Naturträne" ist ein Phänomen der Musikgeschichte. Hier wird einzigartig Oper mit Ballade und Rock kombiniert. "Tv Glotzer (White Punks On Dope)" war der erste grosse Riesenhit im allgemeinen deutschsprachigen Raum, nachdem sie sich vom Schlagerfimmel und DDR getrennt hatte.
"Heiss"-ichbinheiss, ach warum sind wir denn alle so heiss?
"Rangehn" ist genau der richtige Song für Schüchterne und Singles. Sehr aufmunternd.
"African Reggae", der Titel sagts schon, very smooth reggae.
"Smack Jack" ist dann eher was für richtige Punks. Hört sich zumindest so an. "Cosma Shiva" widmede sie der gleichnamigen Tochter, die auf dem Track selbst als Baby zu hören ist (was sie uns gottseidank mit ihrem Noch-Ehemann Lucas Alexander erspart hatte. So eine Songidee hatte sie mit ihm auch, Bim bam busse...).
"Zarah (Ich Weiss,Es Wird Einmal Ein Wunder Geschehen)", eine Hommage an Zarah Leander, im Bubble-Gum-Pop ala Giorgio Moroder.
"New York/N.Y." einer ihrer bekanntesten Hits. Könnte auch mal wieder einen Remix vertragen.
"Was Ist Es" wurde ihr von den damals noch unbekannten "Red hot chili peppers" geschrieben und hat einen super Text, den Frau Hagen bei Live-Konzerten meisstens vom Textbuch absingt.
"The Change", hier wird gejodelt und geträllert. Sehr witzig.
"My Way" rundet diese Nina Hagen-Collage ab und ist bestimmt das verrückteste Frank Sinatra-Cover überhaupt.
"Universelles Radio". Hier singt sie: "Und ich rede mit mir selbst, ich rede mit mir selbst...", das Instrumental hört sich sehr nach Jan Hammers "Miami Vice Theme" an, diese Serie war 1985 in Amerika und später auch bei uns sehr angesagt.
Der Papst wäre von Nina Hagens Interpretation des Gebetes "Vater Unser" sicherlich sehr angetan, würde es mal in seine Ohrenfrequenz gelangen. Sehr punkick und rockick.
Insgesamt ein sehr buntes und vielfältiges Portrait einer einzigartigen/willigen deutschen Künstlerin.