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Kundenrezensionen

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am 13. September 2013
Ich bin seit "Voices of Doom" ein großer Freund von Mono Inc und habe auch die Vorgängeralben mitlerweile gehört, kenne also von den Alben her alles bisher veröffentlichte.
Ich kann die "Verunheiligung" einiger Renzensionen nicht wirklich nachvollziehen. Hier höre ich nicht die Mono Inc. Version von "Lichter der Stadt". Während Unheilig tatsächlich in die Pop/Schlagergefilde (allerdings auf sehr hohem Niveau) abgedriftet sind, so ist "Nimmermehr" für mich ein sehr interessantes Album, was einige kleine und eine große Schwäche aufweist.
Positiv ist, das es keine Fortsetzung des sehr eingängigen "After the war" ist. Die deutschen Texte fordern einen heraus, aber mit Ausnahme von "Heile heile Segen" (große Schwäche, weil a) der Song ist nicht wirklich gut und b) damit das Album eröffnen ?) gefallen mir alle anderen außerordentlich.
Insgesamt emfinde ich die Reihenfolge der Songs unglücklich gewählt. Ich würde die Songs in folgender Reihenfolge hören:
1. My Deal with God (Stilistisch am nächsten an "After the war" - hier hole ich den geneigten Hörer ab)
2. Euthanasia (Neuauflage eines Songs vom allerersten Album, Bonbon für die Altfans)
3. Seligkeit (Einstieg in die deutschen Lyriks)
4. Kein Weg zu weit
5. Ich teile Dich nicht (meiner Meinung funktionieren diese 3 deutschen Songs am Stück ganz gut)
6. The Clock ticks on (jetzt wieder englische Lyriks)
7. A better way to die
8. Nimmermehr (diese tolle Ballade sollte nicht am Ende stehen, ich finde sie schon ein wenig depressiv und so sollte meiner Meinung nach ein Album nicht ausklingen)
9. Days like this (jetzt gibt es wieder positive Gefühle)
10. Alles was bleibt
11. Herzschlag (und am besten mit einer langen Pause als Hidden Track für die Hard Core Fans "Heile heile Segen")

Zur Kritik am Kinderchor bei "Kein Weg zu weit" kann ich nur sagen, er passt in meinen Ohren bestens zum Lied und ich kann sie nicht nachvollziehen. Ein Kinderchor wird meist passend immer mal wieder gern von diversen Künstlern eingesetzt oder will hier jemand sagen, dass er bei "Another brick in the wall" keine emotionssteigernde Wirkung erzielt (siehe auch "Das Buch" "They don't car about us")? Ich vermute, in der schwarzen Szene steht der Kinderchor symbolisch für den aus ihrer Sicht Untergang von Unheilig.

Die Zusatzgimicks der DeluxeBox gefallen mir auch, ja die Bildqualität der Live-Mischnitte könnte besser sein (Ausleuchtung der Bühne !), die Bonus CD mit Coversongs und alternativen Versionen bereichert in jedem Fall meine Musiksammlung.
Der Schlüsselanhänger mit dem Einkaufswagenchip war sicher kein Beitrag zur Kaufentscheidung, bewährt sich aber im Alltag :-)
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am 29. November 2013
Das Nimmermehr-Album mit fünf zusätzlichen Songs, bei denen sich Mono Inc. befreundete Künstler mit an Bord holen.
Zu den eigentlichen Titeln des Albums brauche ich nichts zu sagen, die sind bekannt. Daher ein paar Worte zu den Duetten:
In meinen Augen sind die Songs einfach klasse, denn Unzucht, A Life Divided, The Beauty Of Gemina, Lord Of The Lost und vor allem Saltatio Mortis drücken jedem einzelnen Stück sanft ihren eigenen Stempel auf, ohne dass es großartig „verfremdet“ wirken würde (wie einige Fans befürchten könnten). Das Ganze harmoniert wunderbar.
Am besten gefällt mir die Version von „Seligkeit“ mit Saltatio Mortis. Das mag daran liegen, dass ich auch ein großer SaMo-Fan bin, aber es hebt sich für mich einfach deutlich von den anderen ab. Offen gesagt: diese Version finde ich sogar besser als das Original und ist der absolute Oberhammer! Allein deswegen hat sich der Kauf für mich schon gelohnt. Von den anderen bin ich auch sehr angetan.

Kleine Anmerkung:
Entgegen dem Aufdruck auf der Rückseite befindet sich „Seligkeit“ mit Saltatio Mortis auf der CD an Stelle Nr. 14 nach „Viva Hades“ mit Unzucht als 13. Song (also einmal die Plätze getauscht), aber das ist kein Beinbruch.

Wer nicht auf Duette steht und mit den anderen Bands nichts anfangen kann, für den lohnt sich der Kauf dieser CD eher nicht.
Wer Duette mag oder auch nur eine von den anderen Bands, dem sei diese Nimmermehr-Version wärmstens empfohlen.

Die Duette sind super, höre ich gerne, tolle Idee.
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am 8. Januar 2014
Habe sooo lange auf dieses Album gewartet, My Deal With God habe ich auf einem Festival gehört und war total von den Socken (übrigens super beim joggen, hilft mir meinen Laufrhythmus zu halten XD ). The Clock Ticks On hat richtig Power, aber es gibt auch ruhigere Songs wie zum Beispiel Kein Weg zu Weit die super sind.
Die englischen Songs gefallen mir ein bisschen besser als die deutschen, aber ich bin nicht der Meinung wie einige andere, dass die deutschen Lieder zu sehr vom Stil der Band abweichen. Unsinn, ich finds besser wenn auch mal was Neues auf den Tisch kommt, das frischt den Stil eher auf.
Macht weiter so Leute, ihr seid spitze!
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am 24. Mai 2015
Mono Inc. stammen irgendwie aus der sog. "Schwarzen Szene" - wie immer man das definiert. Meine erste Begegnung war der Auftritt als Opener am 2. Tag eines Mera Luna (war es 2008?). Man stand morgens um 10 Uhr (?) mit Restbeschwerden ;-) am Frühstücksstand und die erste Band trat auf und das Früchstücksbrötchen fiel einem fast aus der Hand! Das war Mono Inc. vor geschätzten 25 Zuhörern vor der Bühne - und es war dennoch äusserst beeindruckend! Inzwischen sind für die Formation Konzerte vor 1000+ Zuschauern wohl eher normal. Und sie haben es m.E. völlig verdient. Die Musik reisst den geneigten Höhrer ebenso mit wie die Texte zum Nachdenken anregen.

Dazu kommen bei Live-Auftritten kleine Demonstrationen des handwerklichen Könnens. So wurde bei der letzten Tournee ein Schlagzeug im Publikum aufgebaut auf dem sich die Schlagzeugerin Katha Mia sich mit (Ex-Schlagzeuger und nun Lead-Sänger) Martin Engler ein hinreissendes Duell lieferten. Dazu ein grandioser Gastauftritt bei "Kein Weg zu weit" von Joachim Witt als Duett-Partner, der für auch auf der CD verewigt ist.

Alles in allem m.E. eine ganz tolle Scheibe - auch für diejenigen, die der "Schwarzen Szene" hicht nahe stehen.
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am 11. August 2013
Eines muss man der Band bescheinigen: Es ist eine Weiterentwicklung zu verzeichnen. Ähnelten sich „Viva Hades“ und „After The War“ doch sehr, geht „Nimmermehr“ neue Wege. Das Album ist abwechslungs- und facettenreicher geworden. Die Frage ist nur, ob die angebotene Musik meinem Geschmack entspricht.

Das Überspringen des vertonten Kinderliedes „Heile, heile Segen“ ist bei mir Pflicht. Nach wie vor kann ich mich mit dieser Art des Kleinmädchengothic nicht anfreuden und es stellt sich ein Gefühl des Fremdschämens ein. (Peinlich vor allem live) Ein erstes Highlight winkt mit „Seligkeit“. Ein rockiges Stück zu dem auch der deutsche Text gut passt. Nach Aussage der Band selbst auch ein absoluter Favorit. Nach dem bereits bekannten „My Deal With God“ folgt die Zusammenarbeit mit Witt „Kein Weg Zu Weit“. Das Stück allein weiß durchaus zu gefallen. Da BMG seine Finger im Spiel hatte, ist es massenkompatibel ausgefallen. Dazu passt auch die starke öffentliche Bewerbung inklusive Berichterstattung in BILD. Und ja, es gibt auch wieder den obligatorischen Kinderchor. Trotzdem würde ich nicht soweit gehen, es deshalb in die Unheilig-Schublade zu stecken. „Euthanasia“ wurde seit „Head Under Water“ modernisiert und ist jetzt mit Martins Stimme zu haben. „Alles was bleibt“ ist eine schöne Piano-Ballade. Endlich geht es mit „The Clock Ticks On“ wieder rockig zur Sache. „A Better Way To Die“ ist die B-Seite von „My Deal..“. Mit leicht schnulzigem Text folgt „Herzschlag“ mit Anleihen bei Rammstein. Da gefällt mir „Days Like This“ doch wesentlich besser. Was kommt jetzt? Keine Ahnung. „Ich Teile Dich Nicht“ kann doch nicht von Mono Inc. stammen. Ein nettes Liedchen zum Schunkeln. Zum Abschluss wird man mit „Nimmermehr“ zugeschleimt. Ein Lied, was sicherlich auf einen Feuerzeugeinsatz beim Konzert abzielt.

Ergänzung zu den Features der Limited-Editions: Keine Ahnung was in Leipzig los war. Ich habe bei Mono Inc.-Konzerten stets eine bessere Atmosphäre erlebt. Schade, lebt doch eine Liveaufzeichnung auch vom Publikum. Technisch ist die DVD aber voll in Ordnung. Und über die EP hab ich mich schon allein wegen „The Passenger“ riesig gefreut.

Fazit: Ein Drittel der Lieder war bereits bekannt. Unterm Strich find ich auf dem Album 4-5 Stücke, die mich wirklich zufrieden stellen. Es stellt sich Enttäuschung ein. Als Ursache würde ich gar nicht die teilweisen deutschen Texte nennen. Mit leichtem Richtungswechsel und deutlich mainstreamfreundlicher fehlt mir zu oft die alte „Mono Inc. Magie“. Wer es selbst überprüfen möchte, sollte sich mal die älteren Alben anhören. Ich kann übrigens die Rezensionen hier teilweise nicht nachvollziehen. Da wird bemängelt und gemäkelt und dann gibt’s volle Punktzahl. Auch als Fan darf man durchaus Kritik äußern.
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am 20. Februar 2014
Das ist also das neue Album von Mono Inc. Nachdem sie sich bisher von Album zu Album steigern konnten und auf diesem Album noch eine Zusammenarbeit mit Witt und Deutsche Lyriks dazu kamen waren meine Erwartungen noch höher.

Das Album beginnt mit dem bereits bekannten und genialen "Heile, Heile Segen" das auch Live auf dem Mera Luna schon sehr gut rüberkam. Der Song ist wirkt gerade durch die Bridge mit dem Kindergesang sehr speziell und ist einer der Album Highlights. Zu denen gehört auch "Seligkeit", das mit Rammsteinstrophen und melodischen Refrain an die Zeiten erinnert als Unheilig noch gut waren. Auch Live ein Knaller. "My Deal with God" ist dann wieder English und punktet mit Text und als erste typische Mono Inc. Nummer. "Kein Weg zu weit", ebenfalls schon vor Albumrelease vom Mera bekannt. Die Nummer mit Witt wirkt sehr zwiespältig. Musikalisch gut, Textlich durchaus toll aber Kinderchor und Bildpromotion werfen ein schales Bild auf den Song. "Euthanasia" ist die Debütalbum Neuaufnahme. "Alles was bleibt" ist dann leider mehr als farblos. "The Clock ticks on" ist deshalb etwas besonderes da Katha Mia hier den Refrain alleine übernimmt. Sie macht das dann auch mehr als Souverän. "A Better Way to Die" punktet als typische Gänsehautballade. Bei "Herzschlag" dominieren wieder Rammstein-riffs und zeigen erneut das Mono Inc auch als NDH-Band punkten könnten. "Days Like This" wird ein Livekracher und punktet durch die positive Atmosphäre. "Ich teile dich nicht" langweilt dann wieder vor sich hin bevor "Nimmermehr" noch mit Gänsehaut abschließt.
Das Album ist mit 5 Höhepunkten, 5 Durchschnittsnummern und 2 Füllern durchaus gut aber nicht überragend.

Die Box ist schön und stabil, das Fanbook ist wirklich cool und informativ, die EP enthält mit "The Passenger" einen sehr coolen Coversong, Schlüsselanhänger und Grußkarte sind auch toll.

Kommt die DVD. Die Videoclips sind beide super gemacht. Das Making of ist auch toll.
Bleiben die Liveclips.... Die sind leider überhaupt nichts. Gerade weil Mono Inc. live so genial ist klaffen die Lücken. Der Sound ist schlecht, die Schnitte falsch gesetzt und das Publikum ist lahm. Schade vielleicht kommt das nach dieser Tour ja besser.

Fazit: Tolle neue Songs, Super Beigaben und eine insgesamt leider schwache DVD. Trotzdem empfehlenswert.
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am 13. August 2013
Rezension "Nimmermehr"

Eigentlich wollte ich mir zur Vermeidung von Enttäuschung und dem in meinen Augen eher schwächeren Vorgängeralbum "After the war" die neue Mono Inc. Platte nicht zulegen. Zu homogen und monoton empfand ich das letzte Album. Stücke wie "Wave no flag" und "In The End" haben mich dann aber doch dazu bewogen, die CD zu erstehen. Einen guten Teil dazu hat auch die Premiere von "Kein Weg zu Weit" zusammen mit Joachim Witt auf dem Blackfield Festival beigetragen.

Gehen wir das Album zunächst Schritt für Schritt durch:

Heile, Heile Segen:
Für mich ist dieses Lied - immerhin die erste deutsche Single! - der mit Abstand schlechteste Opener, den Mono Inc. hätten wählen konnten. Die Kinderstimme geht einem spätestens beim zweiten Hören so sehr auf die Nerven, dass man den Wunsch verspürt, sein Geld zurückzuverlangen. Musikalisch sagt mir das Lied zwar extrem zu, aber der Refrain ist ganz einfach ein Ausschlusskriterium. Ich hoffe, das Lied nicht nochmals live ertragen zu müssen.
2/10 Sternen

Seligkeit:
Mit Seligkeit folgt nun ein Song, der mich sehr stark an "Seenot" von Unheilig erinnert. Die Strophen sind mit viel E-Gitarre eher hart gehalten und der Refrain weist eine Melodie auf, die zumindest mir unglaublich bekannt vorkommt. Auch der Übergang von Refrain zu Strophe gleicht "Seenot" doch sehr. Dennoch gefällt mir der Song sehr gut, da ich diese Art von Song sehr gerne mag, mir die Melodie gefällt und die monomanischen E-Gitarren sowieso. Da der Songtext jedoch nicht sehr aussagekräftig ist, ist es doch eher ein durchschnittlicher Song. Käme das Wort "Seligkeit" nicht im Refrain vor, könnte der Titel des Songs problemlos auch ein ganz anderer sein.
6/10 Sternen

My Deal With God:
Nun folgt mit "My Deal With God" die erste Single-Auskopplung aus dem Album. Es handelt sich in dieser rockigen Nummer um ein fiktives Gespräch zwischen dem lyrischen Ich und einer gläubigen Person, die kein Verständnis für den Nichtglauben des lyrischen Ichs zeigt. Der Song beinhaltet einige Statements, die ich selbst genauso unterschreiben würde. Die Religionskritik sagt mir sehr zu. Auch die Zusicherung des lyrischen Ichs, vor Gott - sollte es ihn doch geben - für seinen Unglauben gerade stehen zu wollen, wirkt sehr authentisch. in jedem Fall ist "My Deal With God" eine der besten Nummern auf dem Album, da hier viel Wert auf die Aussage des Textes gelegt wurde.
9/10 Sternen

Kein Weg Zu Weit:
Mit "Kein Weg zu Weit" kommen wir zur nächsten Single des Albums. Es handelt sich hierbei um ein Duett mit dem ehrenwerten Joachim Witt. Das Lied soll "Gewalt in der Familie" als Hintergrundthema haben, was zweifelsohne ein wichtiges ist. Rein textlich ist dieses Thema jedoch kaum präsent. Zwar funktioniert das Video zur Single als visuelles Bindeglied zwischen dem sehr traurigen Thema und dem Lied wirklich gut, allein vom Text jedoch wäre ich persönlich nicht darauf gekommen, dass man hiermit die Menschen für Gewalt in der Familie sensibilisieren will. In meinen Augen ist es eher ein "Gute-Laune-Song", was jedoch keinesfalls abwertend gemeint ist. Musikalisch sagt mir der Song enorm zu. Witts Stimme ist in den Strophen sehr präsent, Martin Englers Gesang, der sehr gut mit dem von Witt harmoniert, dafür im Refrain. Das einzige Manko ist der Kinderchor zum Ende des Liedes hin. Ja, auch schon vor "Geboren um zu leben" wurde der Kinderchor z.B. von Foreigner als Stilmittel verwendet. Ja, auch zum (angeblichen) Thema des Songs passt der Kinderchor hervorragend. Und ja, die Kinder singen ja auch gut. Aber trotzdem: Mir gefällt das nicht. Wieso muss man mit aller Macht versuchen, auch die Herzen jeder Oma mit diesem Lied zu erweichen? Immerhin ist es nicht so grausam wie "Heile, Heile Segen" und durchaus auch nach dem dritten Mal noch sehr gut hörbar!
Da Mono Inc. aber Mono Inc. sind, waren sie wenigstens so freundlich, in der so genannten "internationalen" Fassung des Songs (der Refrain ist hier auf Englisch) auf den Kinderchor zu verzichten. Eine böse Zunge könnte jetzt behaupten, dass man nicht gewillt war, bei beiden Fassungen für den Kinderchor zu zahlen. Aber ich glaube, Mono Inc. wollten hier einfach nur nett zu den Leuten sein, die das Lied lieber ohne Kindergesang hören. ;)
8/10 Sternen

Euthanasia:
Kommen wir zu einem alten Freund im neuen Gewand. Euthanasia war bereits auf dem Erstlingswerk der Band "Head Under Water" zu bestauen. Zu damaliger Zeit war noch der bereits verstorbene ehemalige Frontsänger Miky Mono am Mikrofon der Band, dessen Gesang mir dank der rauen Stimme sehr zugesagt hat. Seit vielen Jahren ist "Euthanasia" einer meiner Mono Inc. Favoriten und ich bin sehr froh, dass er jetzt noch einmal neu auflebt. Die neue Version ist den Hamburger Düsterrockern sehr gut gelungen. Der einzige Wermutstrophen ist, dass man unbedingt wieder Katha Mia hat mitsingen lassen müssen. Ihr Gesang ist zwar ein immer wieder gern gesehenes Stilmittel, aber die ganz alten Mono Inc. Songs haben auch sehr gut ohne ihre Stimme funktioniert. Zum Glück ist ihr Gesang jedoch eher im Hintergrund gehalten und sticht nicht besonders hervor. Außerdem ist es ja auch schön, dass dem Song - an deren Entstehung Katha Mia ja keinen Anteil hatte - so von ihr noch einmal eine ganz persönliche Note verliehen wird.
In jedem Fall lässt dieses Lied einen in alten Zeiten schwelgen und lässt einen darauf hoffen, dieses Lied nach knapp 4 jähriger Bühnenabstinenz wieder einmal live genießen zu dürfen.
Da es ja ganz langsam zur Tradition wird, auf jedem neuen Album einen Song von "Head Under Water" neu aufleben zu lassen, wünsche ich mir fürs nächste Album übrigens den sehr empfehlenswerten Song "My Sorrow"! ;)
9/10 Sternen

Alles Was Zählt:
Wieder ein deutscher Song. Aber zum ersten Mal auf diesem Album eine Ballade. Das Lied handelt von einem früh verstorbenen Schulfreund von Sänger Martin Engler. Der Song wird hauptsächlich von Englers Stimme getragen und von einer passenden, die Atmosphäre des Songs unterstreichenden, Klaviermelodie untermalt. Entweder fühlt man sich von diesem Song emotional berührt oder eben nicht. Ich kann die kritischen Stimmen zu diesem Lied zwar irgendwo nachvollziehen, finde es aber weit weniger schlimm, als es manche Kritik vermuten lässt. Ich persönlich würde nicht behaupten, dass der Song sehr kitschig ausgefallen ist. Jedenfalls nicht weniger als die Balladen auf den bisherigen Alben.
6/10 Sternen

The Clock Ticks On:
Kommen wir zu meinem aktuellen Favoriten auf diesem Album. Es handelt sich bei "The Clock Ticks On" um einen wahren Brecher, der sich vor Songs wie "Temple Of The Torn" oder "My Dear Recipe" nicht zu verstecken braucht. Die Gitarren sind sehr treibend und werden hervorragend von Katha Mias Schlagzeug unterstützt. Der Beat gleicht einem übergroßen Uhrzeiger, der die Zeit mit brachialer Gewalt in gleichmäßige Stücke reißt. Ein besonderes Merkmal dieses Liedes ist die Tatsache, dass Katha Mia hier zum ersten Mal mit dem Refrain längere Textpassagen alleine singt. Trotz der Härte des Songs passt das erstaunlich gut, da Englers Stimme so in den Strophen umso mehr hervorsticht. Auch die orientalisch angehauchten Klänge nach dem zweiten Refrain, die ein wenig an "Arabia" erinnern, das ebenfalls tendenziell von Katha Mias Stimme getragen wurde, wissen zu gefallen. Alles in allem kann der Song in nahezu jeder Hinsicht überzeugen und wird sich live hoffentlich einen Stammplatz im Set sichern!
10/10 Sternen

A Better Way To Die:
Auch dieser Song wird dem geneigten Mono Inc. Hörer nicht unbekannt sein. Zwar hätte ich den Song schon unzählige Male seit dem Erwerb der "My Deal With God"-Single hören können, allerdings habe ich mich nie eingehender damit beschäftigt, was zugegebenermaßen ein Fehler war. "A Better Way To Die" ist die einzige englische Ballade auf diesem Album und gefällt mir ausgesprochen gut. Ich muss zugeben, dass ich die vielen unterschiedlichen aufgezählten Arten und Weisen zu sterben doch sehr unterhaltsam finde. Generell hat der Song für mich trotz des eher traurigen Themas einen eher positiven Charakter. Vermutlich, weil das lyrische Ich der verzweifelten Person, an die sich der Song richtet, seine Präsenz zusichert und es für diese Person da sein will. Die schöne Melodie trägt ihr Übriges zu diesem positiv hervorzuhebenden Song bei.
7/10 Sternen

Herzschlag:
Kommen wir zu einem weiteren ziemlich harten Song. Zugegebenermaßen macht der (deutsche) Songtext nicht allzu viel her. Dennoch weiß der Song durch absoluten Ohrwurmcharakter im Refrain und Carl Fornias Gitarren zu überzeugen und macht enorm Spaß. Ich bin nach diesem Lied nicht wirklich schlauer, aber es macht immer wieder Freude, es zu hören. Gegen eine baldige Livepremiere hätte ich wirklich nichts einzuwenden. Vor allem, da diesmal dank des deutschen Textes wirklich alle Konzertbesucher mitsingen können!
8/10 Punkten

Days like this:
Kommen wir zum "Partysong" des Albums. Der Song ist wohl als Hommage an das gemeine Mono Inc. Publikum gedacht und soll gute Laune verbreiten. Es ist wohl davon auszugehen, dass uns dieser Song für lange Zeit live beglücken wird. Die Melodie ist sehr fröhlich und der typisch monomanische Sound hat wieder voll zugeschlagen. Einen ähnlichen Charakter sollte wohl auch "Forever" auf dem Vorgängeralbum haben. Bei "Days like this" hat man aber irgendwie alles besser gemacht. Leider ist dieser Song aber auch der, der auf diesem Album am meisten "vor sich hin plätschert". "Days like thits" ist musikalisch kein großes Experiment, dennoch ist dieser Song durchaus hörenswert!
6/10 Punkten

Ich Teile Dich Nicht:
Insbesondere dieser Song ist ein Grund dafür, warum mir dieses Album so sehr zusagt. Hier hat man mal ein Experiment gewagt. Der Song ist auf deutsch, der Text ist nicht belanglos und musikalisch ist man auch mal neue Wege gegangen. Mir fehlt vermutlich das musikalische Wissen, um wirklich beschreiben zu können, warum dieser Song so besonders ist. Ich kann mir vorstellen, dass er den Geschmack von vielen Leuten nicht wirklich trifft, aber mir gefällt er einfach unglaublich gut. Trotz des eigentlich hinlänglich bekannten Themas, wirkt der Text nicht kitschig oder mit billigen Metaphern überladen. Die Gratwanderung zwischen Kitsch und nötiger Ernsthaftigkeit ist sehr gut gelungen. Für mich ist dieser Song ein gutes Beispiel dafür, dass deutsche Lieder von Mono Inc. weder kitschig, noch schlecht oder belanglos sein müssen.
8/10 Sternen

Nimmermehr:
Kommen wir zum letzten und titelgebenden Lied des Albums. Nach Aussage der Band handelt der Song davon, was man einem sterbenden Kind mit auf den Weg geben kann. Der Song wird hauptsächlich von Klavier und Englers Stimme getragen und geht einem direkt vom Ohr ins Herz. Auch hier kann ich den Vorwurf von "Kitsch" nicht nachvollziehen. Für mich ist an diesem Song beeindruckend, da ein nichtgläubiger oder zumindest religionskritischer Mensch hier versucht, einem diese Welt verlassenden Wesen Mut zu machen. So versichert das lyrische Ich dem sterbenden Kind, dass es eine Reihe von wunderbaren Eigenschaften und Fähigkeiten haben wird, wenn es im seinem Himmel ankommt. Interessant ist hier die Textstelle "Bewahr einen Platz für mich in deinem Himmel". Es ist offenbar nicht der Himmel des lyrischen Ichs, da dieses nicht an diesen Himmel glaubt. Trotzdem hofft es auf ein Wiedersehen.
Immer wenn ich dieses Lied höre, geht mir die Frage durch den Kopf, wem das lyrische Ich eigentlich mehr vormachen möchte. Sich oder dem Kind. Belügt das lyrische Ich ein sterbendes Kind, um ihm die letzten Tage auf Erden noch erträglich zu machen, oder glaubt das lyrische Ich tief in seinem Innersten doch an ein Leben nach dem Tod? Dreisterweise setze ich hier das lyrische Ich einfach mal gleich mit Sänger und Texteschreiber Martin Engler, welcher sich schon häufiger kritisch gegenüber Religionen geäußert hat. Natürlich kann ich mich in ihn nicht hineinversetzen und weiß auch nicht, wie er wirklich zum Leben nach dem Tod steht. Ich persönlich als Atheist könnte mir jedoch vorstellen, dass auch er sich bei diesem Lied ähnliche Gedanken gemacht haben könnte.
Dennoch finde ich das Einfühlungsvermögen, welches dieses Lied auszeichnet, sehr beeindruckend. In meinen Augen ist es durchaus gerechtfertigt, das gesamte Album nach dieser emotionalen Nummer zu benennen.
9/10

Insgesamt komme ich also allein beim Album auf 88 von 120 Sternen, was in etwa einer Bewertung von 3,5 bis 4 Amazon-Sternen entspricht.

Bonus DVD:
Die Bonus-DVD ist ein nettes Gimmick der limitierten Version des Albums. Das Video zu "Kein Weg Zu Weit" ist wie bereits gesagt durchaus gelungen und die Live-Aufnahmen sind ebenfalls gelückt. Allein das Publikum hätte ein sich ein weniger mehr Mühe geben können! ;)

Fan-EP:
in der Deluxe Box des Albums findet sich noch eine CD, welche 6 weitere Songs enthält. Auf diese möchte ich nicht einzeln eingehen, jedoch besonders das überaus gelungene Cover von Iggy Pops "The Passenger" hervorheben, welches bei nahezu jedem Mono Inc. Konzert live gespielt wird und wurde. Auch die Unplugged Version von "The Best Of You" weiß zu gefallen und "Kein Weg Zu Weit" wartet hier in der internationalen Version ohne Kinderchor auf, was sehr begrüßenswert ist. Auch die anderen drei Songs sind ebenfalls hörenswert.

Schlüsselanhänger und Autogrammkarte:
Weiterhin bietet die Deluxe Box noch einen Mono Inc. Schlüsselanhänger samt Einkaufswagenchip und eine Autogrammkarte (inklusive Autogramm von Joachim Witt). Es ist eher unglücklich, dass die Autogramme mit schwarzem Stift auf schwarzem Untergrund geschrieben wurden, aber dennoch ist es ein schönes Gefühl, neben den bereits unzähligen Mono Inc. Autogrammen auch eines von Joachim Witt in seinem Besitz zu wissen.

Insgesamt gefällt mir das Bonus-Material sehr gut.

Zum Schluss möchte ich nur noch einmal erwähnen, was ich auf dem Album vermisst habe. Waren frühere Mono Inc. Alben häufig von elektronischen Elementen geprägt (Man denke etwa an Forgiven oder Revenge), fehlt hier eindeutige eine stampfende Elektronummer. Wobei das mit dem Stampfen auch "The Clock Ticks On" ganz gut hinbekommt... ;)

Insgesamt werde ich dem Album 4 von 5 Sternen geben. Denn es ist durchaus solide, weist einige großartige Nummern auf und wäre schon fast 5 Sterne wert, wenn auf diesem Album nicht dieses unfassbar quälende "Heile, Heile Segen" zu finden wäre, welches selbst den Kinderchor in einen riesengroßen Schatten der akustischen Grausamkeit stellt.
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am 15. Oktober 2013
Ich habe inzwischen alle Alben der Band und bin begeistert von der Musik, die neben lauten Tönen viel Tiefe ausstrahlt. Der Sänger mit seiner markanten Stimme und die Band haben einen hohen Wiedererkennungswert. Die Musik kann man immer wieder hören, sie wird sogar von Mal zu Mal immer besser. Es gibt zwar nicht so viel Neuartiges auf dem Album, trotzdem ist es den Kauf auf jeden Fall wert.
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am 12. August 2013
Wer dachte Mono Inc. würde sich mit dem neuen Album schwächen der hat sich ein wenig getäuscht, ich finde dass das Album nicht an Voices of Doom und After the War anknüpft.
Aber Es ist eine ganz andere Variation (vorallem im Bezug auf die ungewohnt deutschen Texte) und in meinen Augen gut gelungen, natürlich freunden sich einige nicht mit dem an - verständlich ist man doch anderes gewohnt. Aber, mir gefallen so ziemlich fast alle der Songs auf ihrem neuen Album.
Dazu die DVD mit einer Uncut Ver. von Kein Weg zu Weit mit Joachim Witt Daumen hoch.
Auch das mitgelieferte Fanbook Taugt mir, was nicht nur mit Bilder bestückt ist sondern auch mit den einzelnen kleinen Interviews der Mitglieder beschrieben ist.

Man fragt sich aber warum geb ich nur 4 Sterne?
Folgendes, was mir überhaupt nicht gefallen hat waren die Live Aufnahmen auf der DVD, ich weiß nicht obs bei mir am Rechner lag oder ob es wirklich auf DVD so erscheint, aber die Tonqualität war nicht gerade das gelbe vom Ei. Vorallem bei Viva Hades hatte ich das Gefühl ich hör mich in einer Höhle wieder, Darum gibts nur 4 Sterne.
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am 10. September 2013
Ich bin seit Jahren Mono Inc. Fan und habe auch schon diverse Konzerte besucht. Voller Vorfreude habe ich das neue Album erwartet und dann kam man in den Genuss, einen kleinen Ausschnitt aus "Heile Heile Segen" hören zu können. Mein erster Gedanke war: Oh mein Gott. Was ist das?? Und schon war ich sehr enttäuscht...doch ich wollte meine Meinung nicht zu vorschnell bilden und wartete das Album ab. Gleich am Erscheinungstag wurde es gekauft und durchgehört. Siehe da: Wenn man erstmal das Album im Gesamten hört, dann ist es wirklich gut. Anders, aber es gefällt mir. Musikliebhaber werden jedenfalls fündig, denn von langsamen Balladen bis hin zu energiegeladenen Rocksongs ist alles dabei. Ich freu mich sehr auf die kommende Tour und kann euch das Album nur empfehlen :)
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