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Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie Ihre eigene Beerdigung gestaltet sein soll ? Haben Sie mit Angehörigen einmal darüber gesprochen, wie Ihre Lieben sich das Trauern vorstellen ? Ist Ihnen klar, wie Ihr Trauergottesdienst gefeiert werden soll ? Sollten Sie das Buch „Nimm den Tod persönlich“ in die Hand nehmen, werden Sie an Antworten nicht vorbei kommen. Denn der (soeben verstorbene) Bestatter Fritz Roth und der Theologe Georg Schwikart haben ein Buch geschrieben, das Möglichkeiten aufzeigt, „wie man die Zeit zwischen dem Tod und der Beerdigung individuell gestalten kann“.
In dem Buch „Nimm den Tod persönlich“ ist es wie mit anderen Büchern, an denen der Bestatter Fritz Roth mitgewirkt hat. Es geht um den Wandel der Trauerkultur und der Bestattungsrituale in der Gegenwart. Es geht noch um mehr. Es werden Gestaltungsräume eröffnet, die man vor der Lektüre selber nicht zu erkennen glaubte. Nehmen wir das Beispiel des personenbezogenen Grabmals. In einem dokumentierten Gespräch zwischen Georg Schwikart und dem Steinmetz Gunnar Ravn wird offensichtlich, wie sich auch die Gestaltung von Grabsteinen in den Jahren verändert hat. Ravn stellt fest: „Es geht nicht um außergewöhnlich künstlerische Entwürfe. Ich möchte gemeinsam mit den Angehörigen Grabdenkmale entwerfen und umsetzen.“ (165)
Oder die Keramikkünstlerin Martine Dupont beschreibt, wie wichtig die Herstellung einer Urne aus reinem ungebrannten Lehm sein kann. Eine solche Urne entspreche nicht nur den Friedhofssatzungen, ist aus ihren Worten zu lesen. Vielmehr meint Martine Dupont: „Die Urnenherstellung ist eine außerordentlich kontemplative, besinnliche Tätigkeit, die mir auch eine veränderte Denkweise über den Tod eingebracht hat. Alles ist der Verwandlung unterworfen … Mich tröstet das Bewusstsein einer Geborgenheit in jenem Material, zu dem wir dereinst wieder werden.“ (66 / 67)
Es ist sicher nicht zu weit formuliert, von Paradigmenwechseln in der Trauer-und Bestattungskultur zu sprechen. Georg Schwikart und Fritz Roth haben ein gutes Werk getan, in dem sie diese Leitbildveränderung mit dem Buch „Nimm den Tod persönlich“ ins Bewusstsein gebracht haben. So erzählt Felix Grützner vom „Lebenstanz“, in dem Trauer körperlich ausgedrückt wird. Ursula Schairer berichtet über „Mehr als nur ein Zettel: das Totenbildchen“ und nennt es „ein wertvolles Stück Brauchtum“. Werner Kirch nennt „Fotografien von Verstorbenen“ „Bilder der Stille“.
Derjenige oder diejenige, der oder die mit dem Sterben und Tod eines nahestehenden Menschen konfrontiert werden, können eine Menge Anregungen mitnehmen in der Bewältigung eines ganz konkreten Lebenseinschnitts. Das Buch „Nimm den Tod persönlich“ lohnt sich aber auch, um im Familien-oder Freundeskreis einmal ins Gespräch zu kommen, wie man sich das Trauern und das Bestatten so vorstellt. So kann das Buch „Nimm den Tod persönlich“ auch als Stein des Anstoßes angesehen werden. Oder wie es Roth und Schwikart anders formulieren: „Die Leser werden eingeladen, sich zu überlegen, was sie persönlich tun möchten, wenn ein vertrauter Mensch stirbt. Dabei sollten sie sich von den Gedanken leiten lassen, dass Trauer Liebe ist.“
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