Martin Amanshauser ist mit "Nil" eine spannende Satire auf das Genre des Zukunftsromans und eine wunderbare ironische Paraphrase auf die Gegenwart gelungen. Wenn Fiona, die jugendliche Heldin, im Wien des Jahres 2010 Abenteuer zu bestehen hat, wird der Gegenwart von 2001 der Zerrspiegel vorgehalten. Was an diesem Buch jedoch besonders besticht ist die souveräne Sprache, die überraschenden Wortkreationen, der hintergründige Witz und nicht zuletzt der Sog, den es entwickelt. Wer dieses Buch in die Hand nimmt, wird es nicht weglegen, bevor er es ausgelesen hat.