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Der zunaechst vielversprechende Inhalt ist folgender: Zunaechst findet auf einer Party scheinbar voellig unmotiviert der beliebte Pfarrer Babbington den Tod- wie sich spaeter herausstellt, durch eine Nikotinvergiftung. Selbiges wiederholt sich spaeter, als der angesehene Arzt Sir Bartholomew Strange ebenfalls ermordet wird. Zusammen ermitteln Sir Charles Cartwright, ein Schauspieler im Ruhestand; Miss Egg, seine Verehrerin, und ein befreundeter Mäzen. Sie suchen nach Motiven und Verbindungen, wo offensichtlich doch keine sind- bis Hercule Poirot auf den Plan gerufen wird...
Respekt: Selten ist es Agatha Christie gelungen, eine so interessante Ausgangskonstellation- zwei Morde, die in einem voellig unbekannten Zusammenhang stehen muessen, absolut kein Motiv- zumindest in einem Fall-, keine ernsthaften Verdachtsmomente: Das scheint wie das ideale Spielfeld für Hercule Poirots kleine graue Zellen und Agatha Christies unnachahmliche Raffinesse in der Konstruktion von Loesungen. Nur leider verschenkt sie hier fast das ganze Potential dieses Sujets. Bis Hercule Poirot den Fall zwar nachvollziehbar, doch aeußerst uninspiriert loest, quaelen sich drei Hobbydetektive durch endlos lange Passagen der Diskussion, Befragung und persoenlichen Wispereien. Dem Leser wird praktisch nichts an die Hand gegeben, wodurch er selbst kombinieren, fantasieren und eliminieren koennte - und gerade das macht sonst einen Großteil des Reizes von AC aus.
So waelzt sich denn auch die Story sehr zaeh bis zum erstaunlich oberflaechlichen Schluss voran- ganz so, als ob Agatha Christie selbst eingesehen haette, dass hier nichts mehr zu retten ist, und die letzten Passagen schnell heruntergewurschtelt haette. Natuerlich verbluefft die Identitaet des Moerders, ebenso sein (etwas seltsames) Motiv- aber wie Poirot die ganze Loesung in einem langen Monolog herunterleiert, wie dann- husch, husch- der Vorhang faellt - das ist keine feine Krimikost mehr. Wenn es also unbedingt dieser Roman sein muss, dann doch eher, um die AC- Sammlung zu vervollstaendigen; aus sich selbst heraus vermag dieser Krimi kaum zu punkten.
Im "Krähennest" veranstaltet Sir Charles eine Party, mit einer illustren Gästeliste, unter... Lesen Sie weiter...
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