Hallo Fotofreunde !
Ich fotografiere nun seit 4 Jahren mit dieser Nikon D70. In Zeiten wie diesen scheinbar eine Ewigkeit. Damals erschien mir der Preis von ca.1200 ¤ (inkl. dem genialen Allround Objektiv USM 18-70er) schon hoch, aber ich bereue es bis heute nicht, wenn ich an die Freude von damals denke, als ich die ersten Bilder damit schoß.
Wenn ich jetzt hier bei Amazon die D70 mit einen Neupreis von 740 ¤ (inkl. 18-70er) sehe, schmälert das meine Freude nicht wirklich.
Zugegeben, die Technik hat sich inzwischen wesentlich verbessert, auf die neue D300 sehe ich manchmal mit einem etwas verstohlenen Blick hin:)
Durch meine Hartnäckigkeit konnte ich der D200 problemlos widerstehen, und siehe da, ich würde sie jetzt auf keinen Fall mehr kaufen :)) Ich sehe aber nicht ein, daß ich jeden Techniksprung sofort mitmache, besonders bei der D70 ist es so, daß sie nach wie vor tadellose Bilder liefert, so wie am ersten Tag.
Ich hab daher inzwischen eher in qualitativ hochwertige Objektive investiert, (alle mit dem genialen USM Autofokus, der extrem schnell ist und auch von der D70 problemlos unterstützt wird.)
Noch eine Geschichte zur D70 :
heute sind es inzwischen über 60,000 Auslösungen (ich schreib bewußt Auslösungen und NICHT Fotos :).
besonders bei den ersten 10.000 Auslösungen beunruhigte mich der Staub am Sensor ziemlich heftig, der unweigerlich draufkommt, außer man verwendet ein Objektiv und wechselt niemals, aber das widerspricht dem Zweck einer DSLR in allen Punkten.
Als die Sensorflecken auf den Bildern unerträglich viel wurden , (Dank Photoshop eine Kleinigkeit, sie zu entfernen, aber ab einer gewissen Anzahl echt nervig zu handhaben, weil: viele Bilder mit vielen Flecken = viel Arbeit) machte ich mir ernsthafte Gedanken, sie wieder loszuwerden.
Alles mögliche wird einem in den diversen Foren geraten, um nur ja das Allerheiligste (der Sensor) nicht zu beschädigen. Ich wagte es einfach nicht, selber zu reinigen.
Ich brachte schlußendlich die Kamera zum Nikon Service und bezahlte satte 120 EURO !!!! für die Sensorreinigung.
Das Ergebnis war eher schlecht als recht (Die Flecken waren weg, am Rand gesellten sich aber Schmierflecken neu dazu) Ich dachte mir egal, die müssen auch jetzt weg und zwar kostengünstiger:
Ich besorgte mir in der Drogerie nebenan um 70 Cent ein Fläschchen Äthylalkohol und begann vorsichtig mit Wattestäbchen zu reinigen.
Nach etwas Übung gelang es mir wirklich, einen tadellose sauberen Sensor zu zaubern:))
Die Angst war weg, der Sensor hält einiges mehr an (Putz)druck aus , als man vermuten würde.
Inzwischen nehme ich nur mehr Wattestäbchen und keine Flüssigkeit, weil die Trocknungsflecken manchmal sehr schwierig zu entfernen sind.
Allein durch die leichte Berührung mit den Wattestäbchen lassen sich alle Staubkörnchen mühelos aufnehmen. Auch Trockenwischen mit leichtem, aber bestimmten Druck erzeugt glasklare Flächen. Ein Kontrollfoto mit Blende 22 gegen eine helle Fläche gerichtet, bestätigt diesen Aufwand sofort und und zu meiner vollsten Zufriedenheit.
Das zum Thema Sensorflecken.
Ein weiteres Highlight der D70 ist die Blitzsynchronisationszeit von 1/500 stel.
Hier zur Demonstration eins meiner Lieblingsbilder, das ohne diese Technik, nicht möglich gewesen wäre:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/788476/display/6298160
Bei der erheblich teueren D200 gibt es nur 1/250 sec Blitzsynchronisationszeit.
Die ziemlich neue D80 schafft sogar nur 1/200 sec Blitzsynchronisationszeit.
In den verschiedenen Foren wird geschrieben , daß die D70 von Nikon mit viel zu vielen technischen Zuckerln ausgestattet wurde, man konnte ja nicht ahnen, wie beliebt sie kurz nach dem Verkaufsstart wurde. Also sicherheitshalber mal gut ausstatten :)
Und schon splittete man die Nachfolgemodelle in D40, D40x, D50, D80, auf . Die D70 (D70s) grob gesagt, vereint, (mit Ausnahme der steigenden Anzahl von Megapixel) alle in eins :-).
Na, ich hoffe ich ziehe jetzt nicht den Ärger von Profis auf mich, das war jetzt wohl ziemlich laienhaft ausgedrückt :), aber ich denke, so ungefähr kommt das sicherlich hin.
An diesem Punkt kann ich nur www.dpreview.com empfehlen, hier wird professionell recherchiert.
Noch ein Highlight ist NICHT die Akkuleistung, sondern der äußerst effiziente Umgang mit eben dieser.
Ich besitze 3 Akkus (davon 2 Noname) und war letztens 2 Wochen in Frankreich auf Urlaub. Ausbeute: 4000 Auslösungen.
Ich kam jeweils mit einem Akku 2 Tage aus, ich "verbrauchte" also 7 Akkus, das sind ehrliche 570 Fotos für einen Akku.
Stimmt, ein neuer Akku schafft sicher 800-1000 Fotos, aber man bedenke, daß meine Akkus auch schon 4 Jahre im Dauerbetrieb sind, einzig der original NIKON Akku schwächelt schon ein bißchen :)))
Ich verwende grundsätzlich die höchste Stufe, die es gibt, also RAW + basic jpg und blitze auch häufig bei Sonnenlicht. Stromfresser sind natürlich Langzeitbelichtungen, die auch des öfteren vorkommen.
Gespeichert wird unterwegs auf die zweite genialste Erfindung, seit es digital gibt : Archos 504. Mit 160 GB und solarbetriebenen Akkuladegerät kann man selbst in der Wüste Gobi auf 2000 km Fußwanderung jeden Strauch fotografisch festhalten. :)))
vielleicht mach ich das ja mal .
ein weiterer Pluspunkt:
jedesmal, wenn ich die Kamera in den Händen halte, hab ich ein angenehmes Gefühl und das ist bis heute so.
Das war auch mit ein Grund für den Kauf damals.
In kurzer Zeit lernt man blind mit all den Einstellrädern (individuell anpaßbar natürlich) umzugehen.
Ein paar Worte zum Monitor:
stimmt, er könnte größer sein, wenn ich mir so die modernen Kameras anschaue, aber ich seh das so: ein gewisser AHA Effekt bleibt erhalten, wenn ich mir die Bilder zuhause am PC betrachte,(ein klein wenig so wie früher, als noch analog fotografiert wurde und man erst nach Tagen die eigenen künstlerischen Ergüsse bewundern konnte.)
Schlußendlich der letzte Pluspunkt, der mir grad so einfällt:
Die D70 ist unverwüstlich, eine echte Outdoorkamera, die auch mal kleine Wasserspritzer nicht übel nimmt, einzig und allein vor Salzwasser mach ich einen großen Bogen.
Auch einer Vollbremsung mit dem Auto hält sie mühelos stand, wenn sie vom Beifahrersitz auf den Boden knallt :))
Noch ein Härtetest:
Das 18-70 USM Objektiv gab nach 30,000 Auslösungen und 1,000,000 Zoombewegungen :)) den Geist auf (das innenliegende Schneckengewinde fing an zu knirschen und ließ sich nicht mehr bewegen)
die D70 hielt das alles bis heute aus, ohne irgendwelchen Schaden.
Mich wundert bis heute, wie stabil zum Beispiel das Türl zur Speicherkarte ist. Diese wurde bestimmt schon tausende mal geöffnet.
Kein Problem.
Zu guter Letzt:
Was würd ich mir als Hobbyfotograph in Zukunft wünschen ?
Eine Einstellmöglichkeit von ISO 50 !
(ISO 200 bei der D70 geht auch ok , aber bei Nachtaufnahmen kann man alles über ISO 500 bei der D70 vergessen, es rauscht einfach zuviel.
Bei Langzeitbelichtungen von über ca. 5 Minuten erzeugt der Sensor durch die entstehende Eigenwärme violette Erscheinungen am Bildeck links oben, ich würd aber doch gern den Sternenhimmel besser fotografieren können.
Serienbilder mit ca.8-9 Bildern von den angegebenen 3 Bilder/sec funktionieren nur im JPG Modus.
Im RAW Modus ist bei 4 aufeinanderfolgenden Bildern Schluß mit lustig, da wird erst mal gespeichert, bis es wieder weitergeht.
Naja, sooft braucht man das auch wieder nicht, aber immerhin.
Natürlich wünsch ich mir manchmal etwas mehr wie 6 MPixel.
Aber das wars dann auch schon.
ich bin rundherum zufrieden.
Viele Grüße .