424 von 432 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Top-Kamera, welche viel Freude bereiten wird und bedenkenlos zu empfehlen ist, 16. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Nikon D90 SLR-Digitalkamera (12 Megapixel, Live-View, HD-Videofunktion) Kit inkl. 18-105mm 1:3,5-5,6G VR Objektiv (bildstab.) (Elektronik)
Auch mit der D90 hat Nikon wieder eine solide Kamera mit gutem Preis-Leistungsverhältnis vorgelegt. Hier wird konsequente Modellpflege betrieben, der Nikon-Benutzer wird sich sofort wieder zurechtfinden. Als "Aufsteiger" von einer doch in die Jahre gekommenen D70 erlebt man natürlich einen Quantensprung: allen voran das sensationelle Megapixel-Display zur Bildkontrolle, die wesentlich höhere Geschwindigkeit bei der Datenverarbeitung und Bildanzeige, Live-View und so Kleinigkeiten wie besser gestaltete Bedienelemente, einen frei belegbaren Funktionsbutton, mehr individuelle Einstellungen, ein persönliches Favoritenmenü und vieles mehr. Natürlich gibt es an der D90 viel mehr AF-Sensorfelder, die Chance, dass auf irgendwas Unwichtiges im Vordergrund scharfgestellt wird bleibt unverändert hoch - ein für mich fragwürdiger "AF-Sensor-Wettbewerb", ich bleibe doch wohl bei der manuellen Anwahl des Sensorfeldes und da spielt es dann nicht so eine Rolle, wieviele davon zur Verfügung stehen.
Die Bildqualität in JPEG direkt aus der Kamera ist auch bei hohen ISO *** äusserst*** beeindruckend (z.B. im direkten Vergleich mit Nikon D70 und Sony Alpha 700). Selbst bei ISO 6400 liefert die Kamera noch zumutbare Bilder - Hut ab vor dieser Leistung. Bei anderen Kameras (Alpha 700) ist da schon RAW mit Nachbearbeitung am Computer nötig, um ein ähnliches Ergebnis zu erzielen.
Ein paar Schattenseiten dürfen nicht verschwiegen werden: Der Video-Modus ist beeindruckend und natürlich ein absolutes Novum, die Korrekturmöglichkeiten (z.B. nur schon Belichtung) sind jedoch SEHR limitiert und der Autofokus während der Aufnahme generell tot, vor allem der Ton ist jedoch eine Katastrophe (man wird z.B. ein Verstellen des Zooms oder Fokus deutlich bei der Wiedergabe hören). Nach wie vor dürften viele "Pocketkameras" hier insgesamt bessere Ergebnisse bringen, ausgenommen natürlich bei der Verwendung von Spezialobjektiven an der Nikon.
Der Life-View ist ebenfalls eine erfreuliche Bereicherung und wird wohl in einigen Situationen (z.B. ab Stativ, Makro, Überkopf) regelmässig zum Einsatz kommen, der Kontrast-Autofokus in diesem Modus ist jedoch SEHR langsam, sogar gemütlicher als an vielen Kompaktkameras. Nikon scheint eine recht "lustige" Fokusstrategie zu verwenden (es werden wohl fest mehrere Fokuspunkte angefahren und dann daraus direkt die richtige Fokusstellung berechnet - 1-2 Sekunden dauert das gerne Mal. Hier gibt es wesentlich bessere Implementationen von Kontrastautofokussi z.B. in Bridge-Kameras). Gelungene Schappschüsse in diesem Modus sind nur mit Vorfokussierung realistisch, trotzdem, eine insgesamt sehr wertvolle Funktion.
Das 18-105 Kit-Objektiv kann bei der Preislage natürlich nicht der Hammer sein, aber es ist sehr brauchbar, quasi ein Universalzoom mit Bildstabilisator zum Schnäppchenpreis mitgeliefert. Auch der Bildstabilisator in diesem Objektiv scheint sehr wirksam, jedoch nicht "Spitzenklasse" zu sein, die Sony 700 mit ihrem eingebauten Stabi scheint da auf Basis erster subjektiver Versuche in diesem Brennweitenbereich eine sichtbar bessere Leistung zu erbringen (z.B. Arme aufgestützt bei 1 Sec. Belichtung, nicht übermässig praxisnah, aber ganz nett für einen Test).
In Summa eine Kamera, die auf der Höhe der Zeit ist und kaum enttäuschen wird, einzelne Funktionen sind anderswo vielleicht besser implementiert, doch die D90 bietet eine sehr runde Gesamtleistung und am Wichtigsten bleibt am Schluss die Bildqualität und da kann die D90 locker auch mit der höherpreisigen Konkurrenz mithalten.
Als gleichzeitiger Sony Alpha 700-Nutzer kann ich mir eine Bemerkung leider nicht verkneifen - bitte liebe Nikon schau Dir doch mal dieses Konkurrenzmodell an, hier könntest Du, was die intuitive Bedienung betrifft, noch so einiges lernen und die Liste der "Kleinigkeiten", die an der A700 deutlich besser gelöst sind, ist leider ziemlich lang: AE-Lock schaltet auf Wunsch direkt auf Spotmessung um, Zoom ins Bild springt auf 10fach Zoom und direkt auf die Stelle im Bild, auf welcher der Fokus(-Punkt) gelegen hat [schnellste Fokuskontrolle!], der Mini-Joystick und die direkte Anwahl von Funktionen auf dem Display, ISO-Auto auch direkt übers Einstellrad aus-einschaltbar, AF-Start wenn man die Kamera ans Auge nimmt, Display automatisch ausgeschaltet, auch das vordere Einstellrad hat bei der A700 IMMER eine vernünftige Funktion (und ist auch wesentlich besser an der Kamera angeordnet), Gut erreichbare Daumen-Buttons oben auf der Kamera und alle Einstellungen auf dem Hauptdisplay [bei der D90 ist ein magerer Kompromiss implementiert, Nikon sollte sich da meiner Ansicht mal entscheiden, in welche Richtung man gehen will, kleine Buttons hinten unten für ISO etc. und ein Mini-Display oben auf der Kamera passt nach wie vor nicht zusammen, da soll sich doch gleich das Display hinten einschalten und nicht erst auf Knopfdruck wie jetzt an der D90], Rotes LED-AF-Hilfslicht an der A700 ist wesentlich unauffälliger als der seit der D70 unverändert hellen und unnötig früh aktivierten "Taschenlampe" an der D90 etc. etc. etc.
Kurz gesagt, meine absolute Traumkamera wäre eine Kreuzung der Bedienung und Bildstabi aus der A700, Lifeview-Autofokus aus der A350, die Bildqualität, Bracketing und ein paar weitere Kleinigkeiten aus der D90 und ein noch etwas vernünftigerer Videomodus... Aber man darf ja noch träumen. Trotzdem 5.0 Punkte für die D90, weil es zwar immer noch was zu verbessern gibt, das für die anderen Kameras aber auch gilt und die D90 zu meiner eierlegenden-Traum-Wollmilchsau genausoviel hübsches, vor allem aber die tolle JPEG-Bildqualität direkt aus der Kamera auch bei hohen ISO beitragen würde...
Eine winzige Kleinigkeit noch, die aber allen Umsteigern und Parallel-Nutzern von anderen Systemen bisher wohl wie mir an den Nikons grausam auf den Keks gegangen ist: an der D90 lässt sich nun die Anzeige für Belichtungskorrektur und Drehrichtung des hinteren Einstellrades umkehren, damit das nun so rum funktioniert wie z.B. an der Sony. Man mag den "Fehler" der bisherigen Nikons beim Rest der Welt gesehen haben, aber nicht nur bei Sony sondern auch in der restlichen Technik sind die negativen Werte nun halt mal links und nicht rechts auf der Skala und dass dann der Zeiger weiterhin in die Richtung läuft, in der man das (hintere) Einstellrad dreht ist doch wohl auch naheliegender - vor allem wenn das Rad dann wie die meisten Wasserhähne der westlichen Hemisphäre funktioniert (Licht auf-Licht zu), danke Nikon für diese beiden Custom-Optionen in der D90 !!!
Nachtrag: Erst beim Bearbeiten der ersten RAW (NEF)-Bilder ist mir eine weitere hervorragende Funktion der Kamera aufgefallen: Chromatische Fehler (CA) werden im JPG-Modus von der Kamera automatisch korrigert. Farbsäume, bei fast allen Objektiven ein unterschiedlich starkes Qualitätsproblem, werden von der Kamera bei der JPG-Verarbeitung nahezu zum Verschwinden gebracht. RAW-Bilder werden nicht behandelt, sodass einem erst beim direkten Vergleich die (positive) Einflussnahme der Kamera auf die JPG-Bilder auffällt. Bei RAW muss man massiv am Computer (z.B. mit PTLENS) nachhelfen, erst dann erreicht man mit deutlich mehr Aufwand eine insgesamt bessere Qualität als JPG - dies unterstreicht einmal mehr meine Aussage von oben, dass die JPG-Qualität direkt aus der D90 derzeit wohl konkurrenzlos ist.
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145 von 149 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr gelungen!, 26. Oktober 2008
Ich habe nun die Kombination D90 mit 16-85, nachdem ich das 18-105er wieder verkauft habe - Brennweitenbereich und Verarbeitung haben mich nicht überzeugt. Die 2mm mehr Weitwinkel spürt man einfach und das 16-85er Objektiv fühlt sich deutlich wertiger an als das 18-105er (leicht schrottiges Plastikfeeling), es hat ein Metallbajonett und eine richtige Entfernungsskala sowie VR II. Es ist kleiner und schwerer als das 18-105er.
Allerdings mache ich mir um das Objektiv ein bisschen Sorge, denn es scheinen in letzter Zeit laut Forenberichten immer mehr 16-85er nach kurzer Nutzung den Geist aufzugeben. Schaumermal...
Zur D90: die Kamera ist der Hammer, Verarbeitung und Rauschverhalten sind ausgezeichnet, nicht zu vergleichen mit den Sonys und Canons dieser Preisklasse, die ich in letzter Zeit ausprobiert habe. Bis ca. 1600 oder 2000 ISO sorglos fotografieren, bis 3200 kann man die Bilder aber überwiegend auch noch verwerten. Die Kamera ist auch ohne die vieldiskutierte und sicher überbewertete Videofunktion ihr Geld wert.
Die Videofunktion erfordert Übung, ist aber trotzdem in Sachen Freistellung und Kinoanmutung Camcordern und Kompakten konstruktionsbedingt überlegen.
Manuelle Eingriffsmöglichkeiten hat man durchaus, wenn man sich näher damit beschäftigt (Blende, ISO, Feststellung der Belichtung). Scharf stellen sollte man eh selbst, wenn man die Augen seiner Zuschauer steuern will, aber das muss ich erst üben.
Liveview ist für mich nur in wenigen Situationen eine Alternative zum Sucher, z.B. bei Makros, und da stört es auch nicht, dass der AF bei Liveview seeehr behäbig ist (das kann Sony besser). Der normale AF ist gut, wenn auch eine Stufe unter der D300, aber irgendwo muss man die Kameras ja voneinander abgrenzen.
Die Kamera ist zwar nicht gegen Wasser und Staub abgedichtet, es gibt bei Youtube jedoch ein Video von der D90 beim Besteigen des Eiger (ohne Schutzhülle), auch Regen macht Nikons normalerweise nichts aus. Eine D300 darf einem dagegen schon mal ins Wasser fallen, das wird bei der D90 nicht gut gehen.
+ Rauschverhalten!!! Wer mehr will, muss wohl D700 oder A900 kaufen?
+ Hammerdisplay!!! Das macht richtig Spaß...
+ schnelles Hineinzoomen bei der Bildkontrolle
+ schnelle Bildbearbeitung in der Kamera, falls man mal unterwegs schon ein Bild auf die Schnelle "entwickeln" muss.
+ viele Individualfunktionen, ich habe dort viel eingestellt, um die Kamera an meine Gewohnheiten anzupassen.
+ intuitive Bedienung wie bei allen Nikons, die ich seit 1990 genutzt habe.
+ benutzerfreundliches Menü, Anzeige der letzten Einstellungen usw.
- keine echte Spiegelvorauslösung
- Bitrate der Videos könnte höher sein.
Ach ja: die D90 hat NICHT den Sensor der D300, auch wenn das viele meinen. Es ist ein neu entwickelter Sensor auf Basis des D300er Sensors, die Experten streiten noch, ob er nun wirklich besser ist. Manche sagen, Rauschverhalten und Pixelschärfe der D300 sei noch etwas besser, aber Bilder werden ja nicht nur vom Sensor beeinflusst, da gibt es ja noch mehr Faktoren in einer Kamera, z.B. AA Filter, elektronische Vorbearbeitung der Bilder, Rauschunterdrückung etc.
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122 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überzeugende DSLR, besonders die Bildqualität und Rauscharmut, 16. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Nikon D90 SLR-Digitalkamera (12 Megapixel, Live-View, HD-Videofunktion) Kit inkl. 18-105mm 1:3,5-5,6G VR Objektiv (bildstab.) (Elektronik)
Ich habe monatelang zwischen der Pentax K20D (mit 18-55 Obj.) und der Nikon D90(mit 18-105 Obj.) hin- und her überlegt. An der K20D faszinierte mich die Outdoor-Tauglichkeit (sehr stabiles, wetterfestes Gehäuse), an der D90 das bessere Kit-Objektiv 18-105, das 920.000-Pixel-Display und die bessere LiveView-Funktion, und die laut Tests bessere Bildqualität (vor allem weniger Rauschen bei hohen ISO, was ja mein Hauptanliegen war).
Schliesslich habe ich die D90 gekauft. Also mich hat die Nikon D90 bislang sehr überzeugt (4.000 Bilder). Zusammen mit dem Kit Objektiv 18-105 VR ist diese Kamera meiner Meinung nach derzeit die beste Komplettlösung für ernsthafte Amateur-Fotografen. Es gibt nichts besseres in dieser Preisklasse derzeit. Profi-Fotografen kommen aber um eine D700, 5D MkII oder gar 1D nicht herum, Kameras die das Doppelte bis Dreifache kosten (die 1D das Fünffache).
Also, nun versuche ich hier, im Telegramm-Stil, meine Erfahrungen (3 Monate / 4.000 Bilder) mit der D90 wieder zu geben:
PLUS:
++ Hat das "Gewisse Etwas". Man verliebt sich in diese Kamera. Sie hat irgendwie "Sex-Appeal", und liegt unheimlich gut in der Hand
++ Gehäuse macht einen *sehr* stabilen, *wertigen* Eindruck (viel besser als andere, billigere DSLR's, der Unterschied ist gross).
++ Grösse und Gewicht gut geeignet für grosse Männerhände, trotzdem nicht zu gross oder zu klobig für Frauenhände. Für beide Geschlechter sehr gut geeignet. Die D90 hat eine ideale, mittlere Grösse für eine DSLR.
++ Sehr gute Bildqualität! Und komplettes Fehlen von Rauschen bis ISO 1600! Bei ISO 3200 Rauschen nur sehr geringfügig, je nach Motiv auch gar nicht vorhanden. Sehr gute Schärfe, Detailauflösung, und sehr neutrale, realistische Farben! Das Farben-Management ist sehr realistisch und neutral. Nicht auf Effekthascherei ausgerichtet, sondern auf Naturtreue.
Und sehr guter Weissabgleich, der fast immer stimmt, ich muss nie den Weissabgleich am Computer korrigieren, bei anderen Kameras muss ich jedes zweite Bild korrigieren
++ Bildqualität und Rauscharmut der D90 sind überragend, erfüllen Profi-Ansprüche!
++ Autofocus und Auslösezeit sehr schnell, für Sportfotografie geeignet. 4,5 Bilder pro Sekunde. Auslösezeit 64 Millisekunden + schneller AF ca. 200 Millisekunden
++ Viele Funktionen und "Spielereien" (die aber Spass machen und sinnvoll sind) und Einstellungsmöglichkeiten
++ Sehr gute LiveView-Funktion für eine DSLR (obwohl AF beim LiveView Modus ein wenig zu langsam)
++ HD-Video 720p (aber ohne AF während der Aufnahme, nur manuell - man gewöhnt sich aber daran. AF nur am Anfang der Videoaufnahme)
++ Sehr gutes, scharfes, farbenfreudiges 3-Zoll-Display mit 920.000 Pixel (!)
++ Sehr guter, grosser, heller, echter Prismensucher aus Glas! Der BESTE Sucher in dieser Preisklasse, Prismenglas (echtes Glas, kein Plastik-Sucher wie in anderen, billigeren DSLR).
++ Verzeichnungen im WW-Bereich des 18-105 Zoomobjektivs können in der
kamerainternen Bildbearbeitung korrigiert werden! (Nur manuell, nicht automatisch wie bei der D5000). Geniale Funktion die sehr gut funktioniert, habe ich oft angewendet! Funktioniert aber nur mit Nikkor G-Objektiven mit CPU wie das AF-S 18-105G VR aus dem Kit
++ Überhaupt ist die *kamerainterne* Bildbearbeitung der D90 eine geniale Sache, man kann Bilder begradigen, Verzeichnungen korrigieren, Farbkorrekturen und Schärfe nachkorrigieren, RAW bearbeiten (!), Filter anwenden, etc. etc. Einfach genial. Man braucht fast gar kein Photoshop mehr :)) Macht Spass und ist sinnvoll
++ Die VR (Vibration Reduction), optische Bildstabilisierung des Kitobjektivs, funktioniert hervorragend, scharfe Bilder bis 1/15 sec bei 157mm(105mm) tele möglich, also 3 bis 4 Zeitwerte/Blenden Verbesserung. Ganz hervorragend, bin mehr als zufrieden
++ AF und VR am Kitobjektiv schnell und angenehm geräuschlos. Geschmeidig, man hört nichts, es vibriert auch nichts
++ Sehr gute Bracketing Funktion für HDR-Aufnahmen, 2 oder 3 Aufnahmen einstellbar und 0.33 bis 2.0 Lichtwerte in 1/3 steps einstellbar. Bracketing direkt steuerbar über eine Taste am Gehäuse, man muss nicht in Menüs und Untermenüs herumwurschteln
++ Sehr viele wichtige Funktionen sind direkt über Tasten erreichbar, die D90 hat 19 Tasten/Schalter am Gehäuse und 2 am Kitobjektiv = 21 wichtige Funktionen können direkt über Tasten gesteuert werden
++ HDMI Anschluss
++ Die D90 ist Hi-Speed Sync-fähig bei geeigneten Blitzgeräten. Das bedeutet, die Kamera kann Blitzlicht bis zu einer Verschlusszeit von 1/4000s (!) synchronisieren. Das ist ideal fürs Aufhellblitzen draussen unter Tageslichtbedingungen. Ich besitze das Nikon SB-900 Blitzgerät und damit kann ich tatsächlich bis 1/4000s blitzen, am Anfang dachte ich es sei ein Scherz. Man muss im Menü der Kamera unter e5 FP-Kurzzeitsynchronisation = ON einstellen und dann geht das. (In der Standardkonfiguration ist Hi-Speed-Sync ausgeschaltet). Auf dem Display vom SB-900 erscheint dann ein Icon "FP". FP = Flash Power. Dann kann es los gehen mit der Hi Speed Synchronisation. Mit dem SB-600 geht es auch!
++ Eingebauter Blitz beherrscht i-TTL und Nikon-CLS. Er kann als Master für ein ferngesteuertes Blitz-System geschaltet werden, kontrolliert dabei bis zu 4 Blitzgeräte in 2 Gruppen und steuert auch die Blitzstärke der anderen Geräte (Slaves). Das Ganze nennt sich CLS-System (Creative Light System) und funktioniert hervorragend.
MINUS:
-- Das Gehäuse ist nicht abgedichtet, wie z.B. bei der D300, K20D, K7 oder 5D MkII. Regen, Sand, Staub, Nebel (feuchte Luft) sind Gift für die D90
-- Kitobjektiv verzeichnet relativ stark im WW-Bereich, lässt sich aber mit der Kamera intern manuell korrigieren und macht sogar Spass, habe mich daran gewöhnt. Man kann diese Verzeichnungen auch bequem am PC mit den Programmen DxO Optics oder Nikon Capture NX2 korrigieren, die allerdings Geld kosten. Ansonsten finde ich das Kitobjektiv 18-105 VR sehr gut! Ich habe mir DxO Optics gekauft, halb so teuer wie Nikon Capture NX2
-- Man muss teure Software kaufen, um das Beste aus der D90 heraus zu holen (Dx0, Capture NX, Photoshop). Zumindest eine Software zum Korrigieren der WW-Verzeichnung sollte doch im Lieferumfang sein, finde ich. Die mitgelieferte ViewNX Software bietet diese Möglichkeit nicht und ist daher nicht ausreichend. Nikon sollte unbedingt seine Software-Politik ändern. Aber: Wie gesagt, man kann die WW-Verzeichnungen mit der *kamerainternen* Software korrigieren, die D90 hat sozusagen eine eingebaute Photoshop-Software (!), kein Witz. Nur am Computer vermisse ich die Möglichkeit, Verzeichnungen zu korrigieren
-- Mattscheibe nicht austauschbar, für mich irrelevant, aber für Profis spielt das wohl eine Rolle
-- Audio bei Videoaufnahmen nur Mono; Kein externes Mikrofon anschliessbar
Einige Rezensionen bemängeln eine "komplizierte Bedienung" der D90, das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Die Bedienung der D90 ist sehr logisch aufgebaut, man kann sie fast intuitiv bedienen. Sie hat nunmal sehr viele Funktionen, über 100, sie ist vollbepackt mit Einstellungsmöglichkeiten, aber das ist doch das Schöne an der Sache! Jeder Fotofreund mit Vorerfahrung im SLR- oder DSLR-Bereich wird von den vielen Funktionen der D90 begeistert sein.
Die D90 hat hervorragende, vorprogrammierte, Modi für Anfänger: Landscape, Portrait, Sport, Nightshot, etc. Ähnlich wie automatische Kompaktkameras. Diese automatischen Modi liefern *hervorragende* Bilder und ich benutze sie oft, obwohl ich kein Anfänger bin.
Insgesamt bietet die D90 acht vorprogrammierte Modi, welche eine grosse Hilfe für Anfänger darstellen.
SLR- und DSLR-Profis hingegen werden sich an den Unmengen von manuellen Einstellungen erfreuen. Zwei Beispiele: 1.) der automatische P-Modus lässt sich direkt über zwei Räder manuell beeinflussen, man kann Blende oder Zeit verändern und die D90 berechnet die Belichtung neu, diese Funktion nennt sich P-Shift; 2.) und selbst die Automatik-Modi lassen sich individuell (dauerhaft) verändern und konfigurieren, Belichtung, Farben, Kontrast etc. Jeder Modus getrennt, jede Eigenschaft getrennt! (A-, S-, P-Modus etc.).
Die D90 hat 21 Direkttasten (19 am Gehäuse + 2 am Objektiv) welche die Bedienbarkeit enorm erleichtern! 21 wichtige Funktionen sind direkt und schnell über Tasten/Schalter erreichbar, besser geht es kaum! Dabei sind die vier Pfeiltasten am Rundmenü, das Modus-Drehrad und die 2 Steuerräder nicht mitgezählt! Zusätzlich zu den Tasten gibt es über 100 verschiedene Einstellungen im Software-Menü, welches über das 920.000-Pixel-Display bequem und hervorragend zu bearbeiten ist, so lässt sich die D90 absolut individuell auf jeden persönlichen Geschmack anpassen ("personalisieren"). Alle Einstellungen funktionieren perfekt, bislang habe ich keinen einzigen Bug in der Firmware gefunden (Version 1.00).
Fazit: Ich kann die D90 nur empfehlen. Die D90 ist deutlich teurer als manche Einsteiger-DSLR, aber für das Mehrgeld bekommt man auch eine spürbar bessere Sache, also ist das P/L-Verhältnis in Ordnung. Allein der hervorragende optische Sucher der D90 ist den Mehrpreis wert.
Die D90 ist mit der Canon 50D vergleichbar, ist aber im Preis etwas günstiger, und die Bildqualität und das Rauschverhalten sind etwas...
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