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64 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Immer noch aktuell und Gut, 5. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Nikon D90 SLR-Digitalkamera (12 Megapixel, Live-View, HD-Videofunktion) Gehäuse (Elektronik)
Ich benutze eine D90 seit über 2 Jahren und habe 25.000 Bilder in der Zeit gemacht, mit verschiedenen Objektiven, 18-55 VR, 18-105 VR, und 18-200 VR-II Zoom, 10-24G ED Weitwinkel, und 50mm 1.4D Festbrennweite. Also mich hat die Nikon D90 bislang sehr überzeugt. Vor allem zusammen mit dem 18-200 VR-II Zoom ist diese Kamera meiner Meinung nach immer noch eine der besten Komplettlösungen für ernsthafte Amateur-Fotografen und kann teilweise sogar der neueren D7000 die Stirn bieten. Also, nun versuche ich hier, im Telegramm-Stil, meine Erfahrungen mit der D90 wieder zu geben: PLUS: ++ Hat das "Gewisse Etwas". Man verliebt sich in diese Kamera. Sie hat irgendwie "Sex-Appeal", und liegt unheimlich gut in der Hand ++ Gehäuse macht einen sehr stabilen, wertigen Eindruck (viel besser als andere, billigere DSLR's, der Unterschied ist gross). ++ Grösse und Gewicht gut geeignet für grosse Männerhände, trotzdem nicht zu gross oder zu klobig für Frauenhände. Für beide Geschlechter sehr gut geeignet. Die D90 hat eine ideale, mittlere Grösse für eine DSLR, Einfach ideal. ++ Sehr gute Bildqualität! Und komplettes Fehlen von Rauschen bis ISO 1600! Bei ISO 3200 Rauschen nur sehr geringfügig, je nach Motiv auch gar nicht vorhanden. Sehr gute Schärfe, Detailauflösung, und sehr neutrale, realistische Farben! Das Farben-Management ist sehr realistisch und neutral. Nicht auf Effekthascherei ausgerichtet, sondern auf Naturtreue. ++ Sehr guter Weissabgleich, der fast immer stimmt, ich muss nie den Weissabgleich am Computer korrigieren, bei anderen Kameras muss ich jedes zweite Bild korrigieren ++ Autofocus und Auslösezeit sehr schnell. 4,5 Bilder pro Sekunde. Auslösezeit 64 Millisekunden + schneller AF ca. 200 Millisekunden ++ Viele Funktionen und "Spielereien" (die aber Spass machen und sinnvoll sind) und Einstellungsmöglichkeiten ++ Sehr gute LiveView-Funktion für eine DSLR (obwohl AF beim LiveView Modus ein wenig zu langsam) ++ HD-Video 720p (aber ohne AF während der Aufnahme, nur manuell - man gewöhnt sich aber daran. AF nur am Anfang der Videoaufnahme) ++ Sehr gutes, scharfes, farbenfreudiges 3-Zoll-Display mit 920.000 Pixel (!) ++ Sehr guter, grosser, heller, echter Prismensucher aus Glas! Der BESTE Sucher in dieser Preisklasse, Prismenglas (echtes Glas, kein Plastik-Sucher wie in anderen, billigeren DSLR). Einen solchen Sucher haben ansonsten nur die Profi-DSLR's die das Dreifache kosten ++ Verzeichnungen im WW-Bereich des 18-105 Zoomobjektivs können in der kamerainternen Bildbearbeitung korrigiert werden! (Nur manuell, nicht automatisch wie bei der D5000). Geniale Funktion die sehr gut funktioniert, habe ich oft angewendet! Funktioniert aber nur mit Nikkor G-Objektiven mit CPU wie das AF-S 18-105G VR aus dem Kit ++ Überhaupt ist die *kamerainterne* Bildbearbeitung der D90 eine geniale Sache, man kann Bilder begradigen, Verzeichnungen korrigieren, Farbkorrekturen und Schärfe nachkorrigieren, RAW bearbeiten (!), Filter anwenden, etc. etc. Einfach genial. Man braucht fast gar kein Photoshop mehr : Macht Spass und ist sinnvoll ++ Die VR (Vibration Reduction), optische Bildstabilisierung des Kitobjektivs, funktioniert hervorragend, scharfe Bilder bis 1/15 sec bei 157mm(105mm) tele möglich, also 3 bis 4 Zeitwerte/Blenden Verbesserung. Ganz hervorragend, bin mehr als zufrieden ++ AF und VR am Kitobjektiv schnell und angenehm geräuschlos. Geschmeidig, man hört nichts, es vibriert auch nichts ++ Sehr gute Bracketing Funktion für HDR-Aufnahmen, 2 oder 3 Aufnahmen einstellbar und 0.33 bis 2.0 Lichtwerte in 1/3 steps einstellbar. Bracketing direkt steuerbar über eine Taste am Gehäuse, man muss nicht in Menüs und Untermenüs herumwurschteln ++ Sehr viele wichtige Funktionen sind direkt über Tasten erreichbar, die D90 hat 19 Tasten/Schalter am Gehäuse und 2 am Kitobjektiv = 21 wichtige Funktionen können direkt über Tasten gesteuert werden ++ HDMI Anschluss vorhanden (aber kein HDMI-Kabel im Lieferumfang) ++ Die D90 ist Hi-Speed Sync-fähig bei geeigneten Blitzgeräten. Das bedeutet, die Kamera kann Blitzlicht bis zu einer Verschlusszeit von 1/4000s (!) synchronisieren. Das ist ideal fürs Aufhellblitzen draussen unter Tageslichtbedingungen. Ich besitze das Nikon SB-900 Blitzgerät und damit kann ich tatsächlich bis 1/4000s blitzen, am Anfang dachte ich es sei ein Scherz. Man muss im Menü der Kamera unter e5 FP-Kurzzeitsynchronisation = ON einstellen und dann geht das. (In der Standardkonfiguration ist Hi-Speed-Sync ausgeschaltet). Auf dem Display vom SB-900 erscheint dann ein Icon "FP". FP = Flash Power. Dann kann es los gehen mit der Hi Speed Synchronisation. Mit dem SB-600 geht es auch! Mit dem SB-400 dagegen nicht. ++ Eingebauter Blitz beherrscht i-TTL und Nikon-CLS. Er kann als Master für ein ferngesteuertes Blitz-System geschaltet werden, kontrolliert dabei bis zu 4 Blitzgeräte in 2 Gruppen und steuert auch die Blitzstärke der anderen Geräte (Slaves). Das Ganze nennt sich CLS-System (Creative Light System) und funktioniert hervorragend. MINUS: -- Das Gehäuse ist nicht abgedichtet, wie z.B. bei der D300, K20D, K7 oder 5D MkII. Regen, Sand, Staub, Nebel (feuchte Luft) sind Gift für die D90 -- Kitobjektiv verzeichnet relativ stark im WW-Bereich, lässt sich aber mit der Kamera intern manuell korrigieren und macht sogar Spass, habe mich daran gewöhnt. Man kann diese Verzeichnungen auch bequem am PC mit den Programmen DxO Optics oder Nikon Capture NX2 korrigieren, die allerdings Geld kosten. Ansonsten finde ich das Kitobjektiv 18-105 VR sehr gut! Ich habe mir DxO Optics gekauft, halb so teuer wie Nikon Capture NX2 -- Man muss teure Software kaufen, um das Beste aus der D90 heraus zu holen (DxO, Capture NX, Photoshop). Zumindest eine Software zum Korrigieren der WW-Verzeichnung sollte doch im Lieferumfang sein, finde ich. Die mitgelieferte ViewNX Software bietet diese Möglichkeit nicht und ist daher nicht ausreichend. Aber: Wie gesagt, man kann die WW-Verzeichnungen mit der *kamerainternen* Software korrigieren, die D90 hat sozusagen eine eingebaute Photoshop-Software ;) Nur am Computer vermisse ich die Möglichkeit, Verzeichnungen zu korrigieren -- Mattscheibe nicht austauschbar, für mich aber irrelevant -- Audio bei Videoaufnahmen nur Mono; Kein externes Mikrofon anschliessbar Die D90 hat 21 Direkttasten (19 am Gehäuse + 2 am Objektiv) welche die Bedienbarkeit enorm erleichtern. 21 wichtige Funktionen sind direkt und schnell über Tasten/Schalter erreichbar, besser geht es kaum. Dabei sind die vier Pfeiltasten am Rundmenü, das Modus-Drehrad und die 2 Steuerräder nicht mitgezählt. Zusätzlich zu den Tasten gibt es über 100 verschiedene Einstellungen im Software-Menü, welches über das 920.000-Pixel-Display bequem und hervorragend zu bearbeiten ist, so lässt sich die D90 absolut individuell auf jeden persönlichen Geschmack anpassen ("personalisieren"). Alle Einstellungen funktionieren perfekt, bislang habe ich keinen einzigen Bug in der Firmware gefunden (Version 1.00). Nach 2 Jahren und 25.000 Auslösungen bin ich von der D90 immer noch so begeistert wie am ersten Tag. Fazit: Ich kann die D90 weiter empfehlen. P.S. wenn Sie diese Bewertung als hilfreich empfunden haben: ich freue mich sehr über jeden Klick auf den "ja"-button - es ist schön wenn man merkt, daß es nützlich ist, hier eine Rezension zu erstellen.
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83 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hervorragende semiprofessionelle SLR Kamera für den Hobbyalltag, 3. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Nikon D90 SLR-Digitalkamera (12 Megapixel, Live-View, HD-Videofunktion) Gehäuse (Elektronik)
Es war für mich ein unendlicher innerer Kampf - die Entscheidung zwischen Canon und Nikon! Meine früheren Fotoerfahrungen liegen Jahre zurück, damals hat man grundsätzlich alles per Hand geregelt - heute in Zeitalter der digitalen Fotografie sieht die Welt ganz anders aus. Die Entscheidung zwischen Canon und Nikon ist auch immer eine Systementscheidung. Die Wahl zwischen "Mercedes" und "BMW" zwischen "Pest" und "Cholera". Es gibt heftige Verfechter auf beiden Seiten, sogenannte "Canonisten" und "Nikonianer". Mancher Streit driftet schon in`s Absurde ab. Ich möchte eigentlich zu niemanden gehören, einfach nur gute Bilder schießen! Nach zahllosen Recherchen standen zur Auswahl: Canon EOS 50 D und Nikon D 90! Grundsätzlich ist die Canon 50 D schon ein Profimodell, jedoch sind beide Kameras derzeit zum fast gleichen Preis zu bekommen. Die D 90 wildert als ausgereifte Consumerkamera bereits im Profilager. Bliebe man im selben Segment, müsste man sich als Gegner eher die Canon EOS 500 oder 550 D ansehen. Ich möchte aber für mein Geld das Beste erhalten. Canon EOS 50 D - ein wirklich klasse Gehäuse (fast baugleich wie die Canon 7D) aus einer Magnesium Legierung, super Haptik und für große Hände sehr griffig! Das Gehäuse der Canon kriegt 5 Sterne. Die Tests der Zeitschriften und User sind gut bis sehr gut. Sucherbild - entgegen allen Unkerufen hell und groß. Menueführung mehr als übersichtlich, klasse Monitor etc.. eine Top Kamera! Dennoch wurde es eine Nikon, warum? Hier der Versuch einer Beschreibung und Einschätzung der Fotoleistung: Es gab für mich folgende wichtige Auswahlkriterien: - Bildqualität - Nachträgliche Bildbearbeitungsmöglichkeiten in der Kamera - Variabilität (Objektive etc.) - Benutzerfreundlichkeit + Alltagstauglichkeit - Haptik im Allgemeinen Alles subjektive Kriterien, logisch. Canon bietet Gleiches, teils auch Besseres aber anders. Letztendlich ist es auch immer eine Bauchentscheidung. Zudem gab es ein Argument, was sicherlich mit den Tick zu Nikon gab, nämlich ein echt guter Kumpel -Fotojournalist- benutzt ausschließlich Nikon, dies seit gut 20 Jahren, das täglich - ohne Probleme! Kamera tausend mal raus und rein in die Tasche, Objektive mehrmals am Tag gewechselt, Hitze, Staub, Nässe...Das hat mich persönlich überzeugt. Die Teile sehen zwar benutzt aus, aber arbeiten wie am ersten Tag - Qualität vom Profi für Profis - so was wollte ich auch haben. Leider kenne ich keinen Journalist mit einer Canonausrüstung persönlich - so konnte ich diesen Punkt nicht vergleichen. Aber Canon ist in der Pressewelt eine gleichgroße, wenn nicht sogar größere Nummer im Geschäft. Was hat die Canon 50 D nicht? Ein gutes kamerainternes Bildbearbeitungsprogramm, denn ich habe nicht Lust wirklich jedes Foto erst am PC nachzuarbeiten. Was sicherlich nicht immer nötig ist, aber bei Schnappschüssen kann der Farbwert etc. schon mal daneben liegen und muss korrigiert werden. Nicht erst am heimischen Rechner, nein sofort, in der Kamera. Dazu später mehr. Profis sehen das natürlich anders und arbeiten grundsätzlich vieles am Rechner nach. Die D90 hat das alles und noch viel mehr! Im Einzelnen: Bildqualität: 5 Sterne + Mit einem Wort grandios (je nach Objektiv)! Der visuelle Eindruck: knackscharf, farb- und kontrastreich. Mit solch einer Abbildungsleistung habe ich wahrlich nicht gerechnet. Das Bildrauschen ist auch bei sehr hohen ISO-Werten sensationell niedrig. Selbst im Schummerlicht gelingen noch recht scharfe und farbenfrohe Bilder und das alles ohne Blitz. Ganz so wie es die zahlreichen Testberichte in den Zeitschriften vorhergesagt haben. Mit Blitz werden trotz des kleinen kamerainternen Lichtspenders sehr gut ausgeleuchtete und ebenfalls knackscharfe Fotos erstellt. Bei größeren Räumen etc. benötigt man selbstverständlich ein Zusatzblitzgerät. Der Weißabgleich (automatisch) arbeitet zufrieden stellend, man kann aber zahlreiche individuelle Einstellungen in diesem Bereich vornehmen und sogar die Farbtemperatur verändern. Bei den Rauschwerten geht nämlich die 50 D recht früh in die Knie. Der Vorteil für Nikon ist auf die etwas größere Pixelgröße zurückzuführen. Selbst die topaktuelle Canon 550 D mit 18 Mio Pixel schafft es, laut neuester Fachzeitschrift "FotoColor" (Ausgabe 04.2010), in punkto Bildqualität nicht, die D 90 vom Thron zu stoßen. Für Leute, die sehr viel mit Zusatzblitzgeräten arbeiten ist dieser Umstand aber vernachlässigbar. Im ISO 200er Bereich schenken sich Nikon und Canon nämlich nichts. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass die D 90 in allen ISO-Bereichen in Sachen Farbneutralität und Rauschen, der 50 D deutlich überlegen ist. Dagegen ist die Canon aber schneller, dazu gleich mehr. Das Plus in meiner Sterneskala hat sich die D 90 redlich verdient - sie zeigt selbst neuesten Kameragenerationen aus dem Hause Canon (Canon 550 D, Canon 7D und Canon 50 D) in Sachen Bildqualität, wo der Hammer hängt. Meine ersten eigenen Aufnahmen sind einfach nur "Klasse" geworden. Benutzerfreundlichkeit: 4 Sterne Die Benutzer- Menueführung ist anders als bei Canon. Anfangs bin ich fast verzweifelt, wollte das Teil schon wieder einsenden, aber mit etwas Geduld hat sich auch mir das Bedienkonzept erschlossen, auf das "Nikonianer" so schwören. Mittlerweile finde ich es sogar logisch aufgebaut, man kann fast blind und intuitiv arbeiten. Beispiel gefällig? Die Einstellräder (Blende + Belichtungszeit) befinden sich rechts am Handgriff. Mit Daumen und Zeigefinger kann man intuitiv alles verstellen, das gelingt super schnell und problemlos. Verfechter des Einstellrades - wie bei Canon müssen den Daumen etwas mehr verbiegen. Hat aber auch Vorteile in anderer Hinsicht. Die Funktionstaste an der Gehäusefront mit dem "Autofokusmessfeldauswahlmodus" belegt und schon kann man im Verbund mit eines der Einstellrädchen die einzelne Messfelder des Autofokus rasend schnell und problemlos anwählen. Die Inbetriebnahme ein Traum: Rechte Hand an die Kamera - Wahlhebel am Auslöseknopf gedreht und sofort (nicht mal 1 sec Anschaltzeit) losknipsen! Sprich im Alltag: Rechte Hand in die Fototasche, Kamera greifen, mit demselben Griff anschalten und Auslöser betätigen. Die linke Hand kann der Weil schon mal das nächste Objektiv rauskramen. Neben RAW Dateien kann man auch JPEG Dateien oder wenn man Lust hat beides gleichzeitig in verschiedenen Qualitätsstufen abspeichern. Leider besitzen die RAW Dateien nur 12-Bit Konvertierung. Canon bietet noch eine zusätzliche Größen-Abstufung der RAW-Dateien an. Was zu erwähnen wäre, ist das Active D-Lighting, damit gelingen ohne Nachbearbeitung (statt D-Lighting im Bildbearbeitungsporgramm) kontraststarke Bilder (Aufhellungen in den Schattenbereichen) - großes Kino - sage ich nur. Ich nutze es leidlich! Mit der Automatikfunktion gelingen zu 98 % fast immer sehr scharfe und kontrastreiche Bilder - wenn es mal schnell gehen muss und keine Zeit für eigene Einstellungen bleibt. Was ich etwas vermisse ist eine "leise Auslösung" wie es die 50 D von Canon bzw. die Nikon D300s bietet, das hat große Vorteile in der Tierfotografie, na ja die "Eierlegendewollmichsau" gibt es eben nicht, schon gar nicht für diesen Preis. Dafür besitzt die D 90 zur besseren Bildausrichtung ein einblendbares Gitternetz im Sucher, das bietet die 50 D nicht. Die Videosektion nutze ich gar nicht, dafür habe ich einen Videocamcorder, Basta! Die 50 D bringt erst gar keine solche Funktion mit - Zielrichtung klar: der Semiprofi. Thema Serienbildgeschwindigkeit, fast immer ein Steckenpferd der Canons. Diese Zeiten sind aber vorbei. Die D 90 bietet mit serienmäßigen 4,5 Bildern/sec noch ein gutes Ergebnis. Sofern man sich eine SanDisk Extreme III Karte mit 30 MB/sec Schreibgeschwindigkeit gönnt, steigt diese über die Herstellerangaben auf recht sportliche 5,5 Bilder/sec. Die 50 D von Canon legt mit ihren 6,2 Bilder/sec aber ein rasantes Tempo vor, was die D 90 in der Summe nicht erreicht. Aber jeder sollte überlegen, ob es darauf ankommt? Für den Amateurbereich sind beides Topwerte und fast jede sportliche Situation lässt sich damit gut einfangen. Insofern stört mich auch die geringere Verschlusszeit der D90 mit 1/4000sec gegenüber der Canon mit 1/8000sec wenig. Zumal vor nicht all zu langer Zeit im analogen Bereich 1/3000sec und mehr als Sensation galten, oder haben etwa unsere Vorväter schlechte Sportaufnahmen gezeigt? Der Autofokus der Nikon greift - je nach Einstellung - auf bis zu 11 Meßfelder zurück und arbeitet entsprechend des verwendeten Objektives schnell und sicher. Die D90 bietet ihrem User auch ein 3D-Tracking-Modus im Autofokusbetrieb an, so dass bei schnell bewegten Zielen, die Schärfe automatisch nachgeführt wird. Von daher gelingen auch Sportaufnahmen vorzüglich. Allenfalls im LiveView-Modus läßt er sich deutlich mehr Zeit, besitzt aber eine Gesichtserkennung (bis zu 5 Gesichter). Ich selbst bin ein "Sucher-Kind" und ich glaube auch nicht, das jemand die D90 mit großem Objektiv lange mit seinen Armen von sich streckt, um den LiveView zu benutzen. Die Nikon hat schon ordentlich Gewicht. Ich benutze LiveView max. auf dem Stativ. Insoweit stört...
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Würdige Fortsetung der Nikon Mittelklasse-DSLR-Serie, 10. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Nikon D90 SLR-Digitalkamera (12 Megapixel, Live-View, HD-Videofunktion) Gehäuse (Elektronik)
Zur D90 ist ja inzwischen ohnehin eine ganze Menge geschrieben worden, da lässt sich nur noch schwer etwas Neues hinzufügen. Ich will es dennoch versuchen. Vor der D90 habe ich 5 Jahre und ca. 13000 Auslösungen lang eine D70 verwendet. Nachdem ich eigentlich sehr zufrieden mit dieser "Mutter-aller-Nikon-Mittelklasse-DSLRs" war und bin, habe ich lange gezögert, ein Upgrade zu wagen. Immerhin sind die 12 Megapixel der D90 lediglich 42% mehr (lineare) Auflösung als die 6 Megapixel der D70. Es sind jedoch die Detailverbesserungen gegenüber der "alten" Maschine, die für mich den Ausschlag gegeben haben. Die D90 ist für mich die erste Kamera, bei der die übrigen AF-Messpunkte um das zentrale Messfeld herum wirklich nutzbar sind! Die Empfindlichkeit der Messfelder ist deutlich verbessert worden, daher sind auch alle nicht als Kreuzsensoren ausgeführten Messfelder wirklich einsetzbar. Das war früher nicht der Fall. Es sollte also niemanden abschrecken, dass "nur" das zentrale Messfeld ein Kreuzsensor ist. Über das 3 Zoll Display ist ja nun schon genügend geschrieben worden. Es ist in der Tat das erste Display bei dem man das gerade aufgenommene Bild wirklich beurteilen kann! LiveView ist für mich weniger interessant, ich möchte aber doch ein paar Zeilen dazu schreiben: Im Internet und auch hier in den Rezensionen findet man häufig die Beschwerde, dass der Autofokus im LiveView sehr langsam ist. Sogar langsamer als bei einer Kompaktkamera (Point-and-Shoot). Die Frage ist, warum ist das so? Meine Vermutung ist folgende: Bei einer DSLR haben wir einen Sensor, der ca. 6-8 mal so groß ist, wie bei einer Kompaktkamera. Das bedeutet aber auch, dass der Tiefenschärfebereich deutlich geringer wird (der hängt nämlich u.a. von der Größe des Aufnahmemediums ab). Es wird dem einen oder anderen aufgefallen sein, dass man mit einer digitalen Kompaktkamera viel weniger gut mit Schärfe-Unschärfe spielen kann als mit einer SLR. Dieser geringe Tiefenschärfebereich (immer bei Offenblende gerechnet, weil da ja auch der AF funktionieren muss) führt aber dazu, dass die Scharfeinstellung diffiziler ist und die AF-Funktion dementsprechend genauer arbeiten muss. Zur Zeit führt das dazu, dass der AF im LiveView sehr deutlich zu langsam ist. Im Übrigen dürfte das der eigentliche Grund sein, warum auch der Video-Modus der D90 keine AF-Funktion bietet. Sowohl LiveView als auch Video-Modus halte ich bei einer DSLR aber einfach für Gimmicks. Der eigentliche Grund, eine SLR zu kaufen ist ja - neben der Möglichkeit die hervorragenden Wechselobjektive verwenden zu können - auch die Verwendung des (optischen) Suchers, der jedem EVF nach wie vor überlegen ist. Warum sollte man also auf einen Monitor starren? Zusätzlich ist eine SLR in der Regel so schwer, dass es ohnehin gar keinen Sinn macht, sie vom Körper weg zu halten (um auf den Monitor sehen zu können). Stabiler liegt die Kamera sowieso, wenn man das Auge an den Sucher drückt. (Stichwort: Schwerpunkt! Den sollte man halt nicht vor den Körper verlagern, wenn die Fotos was werden sollen.) Der Sucher der D90 ist gegenüber der D70 ebenfalls stark verbessert (höhere Vergrösserung) worden und macht die Arbeit mir der Kamera viel angenehmer. Erfreulicherweise hat Nikon dem Trend widerstanden, einen Dachkantspiegelsucher zu verbauen, wie man ihn in Modellen der Konkurrenz findet. In der D90 ist nach wie vor ein Pentaprismensucher eingebaut, der ein helleres und kontrastreicheres Sucherbild liefert. Für mich ist es ein wesentlicher Punkt gewesen, dass die D90 weiterhin den klassischen "Stangen"-AF unterstützt. Nachdem ich seit 1992 Besitzer einer Nikon Ausrüstung bin, musste natürlich auch bei allen alten AF-Objektiven die AF-Funktion weiterhin gewährleistet sein. Sonst wäre das für mich schon fast ein Systemwechsel geworden. Bisher bin ich sehr zufrieden mit dieser Kamera, sie hat meine Erwartungen erfüllt. (Was absolut positiv gemeint ist. Man muss berücksichtigen, dass die D90 inzwischen meine vierte Nikon SLR ist und ich dementsprechende Erwartungshaltung den Geräten gegenüber habe.) Wenn nichts dazwischen kommt, wird mir diese Kamera also die nächsten vier bis fünf Jahre als Hauptkamera dienen.
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