273 von 286 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Erstklassiger Einstieg in die SLR Welt, 21. Juni 2011
Nach dem Erscheinen der neuen Nikon D 5100 wurde ich mal wieder neugierig. Ich selbst besitze eine D 90, konnte aber eine D 300s, D3s sowie die aktuelle D 7000 ausführlich testen. Also fragte ich einen Bekannten / Fotoladen, ob ich auch mal für ein bis zwei Tage die 5100 in Beschlag nehmen könnte.
Ich durfte. Natürlich war ich gespannt, denn das grundsätzliche Leistungsprofil bei Nikon ist erfreulich hoch, wenn auch mit deutlichen Unterschieden. Was ich so lesen konnte, soll die neue D 5100 die Lücke zwischen D 3100 und D 7000 schließen und somit den Consumerbereich abdecken. Sogar die D 90 bleibt laut Nikonnachrichten weiterhin im Programm, dafür muss es Gründe geben. Es wurde spannend...
Gehäuse und Haptik:
Der erste Anfass, ernüchternd. Klar ist die 5100er deutlich kompakter, als etwa eine D 90 oder D 7000, fast schon filigran (128 x 97 x 79 mm). Für kleine Hände (Damen) sicherlich ein Vorteil. Für große Schaufeln eher umständlich, weil der Handgriff doch recht zierlich ist, aber es geht schon. Die geringe Größe hat aber auch Vorteile. So braucht man weniger Platz im Fotorucksack/-tasche. Die Kompaktheit hat auch sonst Vorteile, wie etwa das geringe Gewicht von nur 560 Gramm mit Akku. Eine D3s wiegt beispielsweise fast das Dreifache, ist aber auch wesentlich robuster!
Das Gehäuse ist aus Polykarbonat und nicht ganz so wertig wie bei den "großen" Schwestern aber dennoch sehr sauber verarbeitet und in der Summe ganz in Ordnung. Für die saubere Verarbeitung vergebe ich gerne ein Extra +.
Staub- oder Spritzwasserschutz sucht man bei dem Preis und in der Modellgruppe leider vergeblich, doch bei normalem Einsatz ist das kein Problem. Meine D 90 hat auch keine Schutzvorrichtungen und bislang arbeitet sie ohne Mängel, auch im Strandurlaub. Ambitionierte Reisefotografen sollten dann schon eher zur D 7000 oder D 300s greifen. Letztere hat einen noch exzellenteren Schutz gegen die Unbilden der Natur als die D 7000, die auch schon gut abgedichtet ist. Ganz hart Gesottene, die auch gerne Vulkane, die stürmische See oder in der Wüste unterwegs sind, müssen dann schon den Fototresor der D 3sx oder D 3s bemühen.
Für Einsteiger und Neulinge ist die Tasten- und Schalteranordnung gut sortiert und schnell intuitiv zu bedienen. Für alte Nikonhasen gilt leider, etwas umgewöhnen und schauen wo sich die einzelnen Kamerafunktionen verbergen, nach einer Weile kam ich dann auch zurecht.
Ein weiterer Bildschirm mit Informationen zu den Aufnahmedaten/modi/einstellungen ist leider auch nicht vorhanden, was mir persönlich schon fehlt. Auch die zahlreicheren und somit bedienungsfreundlicheren Direktzugriffstasten wie bei D 90, D 300s und D 7000 vermisse ich im Fotoalltag. Vorallem das bei Nikongehäusen bekannte und bewährte vordere Einstellrädchen am Handgriff, welches Einstellungen doch erheblich erleichtert, sucht man vergeblich. Aber die D 5100 soll ja den Einstieg in die SLR-Welt bieten und das tut sie sehr gut.
Das mir zur Verfügung gestellte Gehäuse wies keine Verarbeitungsfehler auf, gut soweit.
Alles in allem sind 3 Sterne und ein Extra + für die Gehäusequalität gerechtfertigt.
Ausstattung:
Die 5100 bietet viel, mehr als meine "betagte" D 90 aus dem Jahre 2008. Manches lässt mich schon neidisch dreinschauen. Der aktuelle Expeed 2 Prozessor übernimmt die Signalaufbereitung, wie schon in der D 7000, was jedoch nicht nur Vorteile bringt, dazu später mehr.
Wirklich schön, der mittlerweile 3 Zoll große und mit 921.000 Bildpunkten umfassende Bildschirm, der auch dreh- und schwenkbar ist. Schwenkbare Bildschirme halte ich grundsätzlich bei einer SLR für überbewertet, da im Verbund mit schweren Objektiven eine LiveView-Aufnhame wenig Spaß macht. Aber hier kann die D 5100 ihre geringe Gehäusegröße und flaues Gewicht in die Waagschale werfen. Wenn LiveView verwendet wird, dann gelingt dies mit der D 5100 "leichter" als bei den großen Schwestern, im wahrsten Sinne des Wortes. Bei der D 90 benutze ich LiveView allenfalls auf dem Stativ. Der neue große Bildschirm löst schön sauber auf und ist im Gegensatz zum Display der Vorgängerin - der D 5000, ein echtes Highlight und eine vernünftige Neuerung.
Das klassische Programmwahlrad lässt sich gut bedienen und bietet somit einen Direktzugriff auf bestimmte Motivprogramme. In der Summe werden 16 unterschiedliche vordefinierte Motivprogramme angeboten, deutlich mehr als bei einer D 90 oder D 7000. Profis werden darüber nur die Nase rümpfen, diese scheuen vorgegebene Motivprogramme, wie der Teufel, dass Weihwasser. Amateure werden sich dagegen an den gestalterischen Spielräumen, wie etwa "Kerzenlicht" und "Herbstfarben" erfreuen. Dazu gesellen sich zahlreiche Zusatzeffekte, wie etwa "Miniatur- und/oder Nachtsicht" usw.. Schon erstaunlich was die kleine SLR alles mit dem Bildmaterial anstellen kann. Selbst schöne HDR Aufnahmen lassen sich spielerisch realisieren. Selbstverständlich verfügt diese Kamera auch über einen manuellen Modus, Programm-, Zeitautomatik etc., so dass der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt werden. Eine 14 Bit RAW Konvertierung ist ebenso an Bord, wie eine ordentliche Belichtungs- und 3 D Colormatrix II Messung.
Active D-Lighting (Aufhellungen im Schattenbereich) wird ebenso angeboten, wie ein 3 D Tracking Autofokus (gut bei Sportaufnahmen und sich schnellbewegenden Motiven, wie etwa Tieren und Personen) bei 11 AF Messfeldern und einem Kreuzsensor. Im Großen und Ganzen Fakten, die auch die übrigen Nikonmodelle mit Variationen aufweisen.
Mit dem neuen 16,2 MP APS-C Bildsensor hat die 5100er auch gegenüber ihrer Vorgängerin deutlich zugelegt. Die gegenüber dem Kleinbild (in der digitalen Fotografie als Vollformat bezeichnet - bei Nikon das FX Format) kleineren APS-C Sensoren (bei Nikon als DX bezeichnet) verlangen beim Einsatz von Vollformatobjektiven eine Umrechnung mit dem entsprechenden Cropfaktor, hier 1,5! Beispiel: eine 50 mm Vollformatlinse (FX) erzeugt mit seinem größeren Bildkreis gegenüber dem kleineren APS-C Sensors im Verhältnis dazu eine 75 mm Brennweite! Speziell für das DX Format gerechnete Objektive sind insoweit sehr sinnvoll und zahlreich am Markt vertreten.
Das Sucherbild wird dem Auge in 0,78facher Vergrößerung bei 95 % Bildfeldabdeckung angeboten. Nicht super aber sehr gut für diese SLR Klasse!
Zahlreiche kamerainterne Bildbearbeitungsprogramme erleichtern die Bildbearbeitung im Nachgang und verkürzen die Zeit am heimischen PC. Interessant fand ich insoweit die Perspektivkorrekturmöglichkeit (ganz ähnlich wie eine Tilt- und Shiftfunktion).
HD-Videos kann man auch aufzeichnen, aber ich habe es nicht ausprobiert und kann es somit auch nicht bewerten.
Mit 4 Bilder/sec und Verschlusszeiten von einer 4.000stel Sec ist die D 5100 nicht langsam, aber sie gehört damit auch nicht zu den super Schnellen. Für den Hobbyalltag ist dies aber mehr als ausreichend.
Ich könnte noch endlos weiter aufzählen, weitere Ausstattungsdetails finden Sie in jedem Werbeprospekt. Mir war es wichtig, die Besonderheiten etwas zu betonen.
Ergo die D 5100 bietet ausstattungstechnisch mehr als das Fotografenherz in dieser Gehäuseklasse erwartet hätte. Dafür 5 Sterne
Bildqualität:
Doch nun zum wichtigsten Thema, die Bildqualität. An eine SLR stellt man ja gewöhnlich höhere Ansprüche als eine Kompaktkamera. Was die D 5100 leistet ist schon atemberaubend, aber auch hier gibt es nicht nur Licht, sondern auch Schatten.
Der 16 MP Sensor erzeugt je nach ISO Einstellung und verwendeten Objekt ein super scharfes und detailreiches, farbenfrohes Bild. Der automatische Weißabgleich funktionierte ganz gut. Selbstverständlich kann man auch hier eigene Einstellungen vornehmen.
Die Kamera gibt dem Fotografen/in zudem ISO Standartwerte bis ISO 6.400 vor, welche durch Extramodi bis auf sagenhafte ISO 25.600 erweitert werden können! Selbst Bilder mit ISO 12.800 sind sehr gut verwertbar. Ich war ziemlich überrascht. Zwar rauscht es schon, aber Aufnahmen z.B. bei ISO 3.200 nicht mehr als bei meiner D 90 mit ISO 1.600, Wow! Nicht schlecht. Aufnahmen mit ISO 25.600 waren dagegen schon sehr verrauscht aber immerhin noch brauchbar, zumindest war noch was zu erkennen. Die beste Abbildungsleistung war zwischen ISO 100 und 800 zu verzeichnen, bis ISO 6.400 kann man die Kamera gut einsetzen.
Doch ein fader Beigeschmack bleibt auch bei dieser Performance. Wie schon bei der D 7000 greift die Rauschunterdrückung des Expeed II Prozessors recht heftig ein. Sind bis ISO 800 die Aufnahmen super detailreich und hochauflösend, so gehen Motivdetails mit dem Steigen der ISO-Werte immer deutlicher verloren - vor allem bei kontrastschwachen Motiven - der gefürchtete Texturverlust schlägt gnadenlos zu. Immer dann, wenn hohe Empfindlichkeiten ein starkes Rauschen provozieren und die Kamera versucht diese zu unterdrücken, besteht die Gefahr, dass feine Details verloren gehen. Woher weiß die Kamera eigentlich, ob es sich um feine Strukturen, wie etwa Stoffe, Holzmaserungen etc. oder um farbliche Rauschanteile handelt? Ein echter Zielkonflikt. Hier sind die Software und der bildverarbeitende Prozessor gefordert. Die sensationelle Rauscharmut der Nikon D 5100 bis zur ISO 12.800 Marke erkauft sich die Kamera mit einem deutlichen Detailverlust - also...
Lesen Sie weiter... ›
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
60 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Nikon für den Amateur mit Sicht nach oben!, 24. Juli 2011
Hallo! Da nun doch schon einige Bewertungen online sind, werde ich mich auf einige Punkt beschränken, welche mir aufgefallen sind:
Meine Summenbewertung jedoch schon an dieser Stelle: Bildqualität ist ausgezeichnet, daher uneingeschränkte Empfehlung. Funktionsumfang amateurlastig.
Bin ein erfahrener Amateurfotograf (35 Jahre). Mit der D5100 hebe ich nun rund 1.500 Bilder gemacht.
+ Bildqualität bis ISO 400 ausgezeichnent
+ Bildqualität bis ISO 1600 sehr gut
+ Bildqualität bei ISO 3200 noch recht gut und brauchbar
+ ISO 6400 für Web und Kleinformate immer noch besser als kein Bild.
+- ISO HI0,3 bis HI1 nur in NOT
- ISO HI2 ist aber entgültig ein Werbeschmäh
- Nachtsichtfunktion ebenfalls unbrauchbar
+ Schwenkfunktion des Monitor
+ Anzeigequalität des Monitor
- Positionierung im Zusammenhang mit dem recht kleinen Sucher gibt ständig "Wangenabdrücke am Display"
- Bei Sonnenschein hat der seine schwächen. Daher das fehlende Schulterdisplay kann er nicht wiklich ersetzen!
Objektive:
+ 16-85mm Nikkor ist zwar etwas teurer und auch einiges schwerer auf der CAM. Aber erst diese Obtik reizt die CAM aus.
+ 55-200mm Nikkor reizt die CAM nicht mehr aus, gibt aber bessere Bildergebnisse als Ausschnitte per Bildbearbeitung.
+ 50mm Nikkor zeigt bei Tests hervorragebde Leistung!
Belichtung:
Sehr treffsicher. Auch gut bei hohen Iso. Eher helllastig - jedoch kein Problem mit EBV
Focus:
Ist mittlerweile auch bei Nikon schnell geworden. Viele Einstellungen möglich. Ich nutze nur den mittlerein Krezsensor - wie halt irgendwann gelernt .....
Livefiew:
- Die überzeugt mich nun wirklich nicht. Zu langsam in der Anzeige. Langsame Scharfstellung. Ich mag auch das Spiegelgeklapper nicht.
+ Durch das gute display und die Lupenfunktion aber eine hilfe bei der manuellen Scharfstellung!
Sucher:
+/- Etwas klein, nicht sehr hell, Anzeigen wenig hell bei Sonne - aber halt klassenüblich
Video:
Nutze ich nicht
Akku:
+/- Anfangs war die Leisung entäuschend. Jetzt aber ca. 500 Bilder mit mäßiger Monitornutzung!
HDR:
- Nur für unbewegte Motive (und meist Stativ) brauchbar. Mit wenigen Klick per EBV besser machbar.
Ich finde die Kamera völlig ausreichend um gute Fotos zu machen. Profis werden einige Funktionen wie Schultersisplay, 100% Sucher, Abblendtaste, Direktzugriffstasten, keine Blitzsynchronbuchse usw vermissen.
Amateure werden die tollen Bildbearbeitungsmöglichkeiten IN der Kamera schätzen, wenn sie keinen PC benutzen wollen. Weiter habe ich einige Motivprogramme getestet. Um zu den gleichen Bildergebnissen zu kommen, müsste man ohne diese Hilfen schon einiges Fachwissen haben. Mit den Programmen geht´s wie von Geisterhand. Bedingung ist aber auch hier oft zumindest das richtige Objektiv!
--Einziger Nachteil zur D90 und D7000 ist, dass die 5100er nur Objektive MIT eingebauten Motor scharfstellen kann. Daher sind viele der älteren (und günstig kaufbaren) Optiken unnutzbar!
chrst
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
70 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Habe mir mehr erwartet, 7. Juli 2011
Nachdem ich schon über Jahre die D70 von Nikon besitze, dachte ich es wäre wieder mal Zeit für eine neue Kamera, welche dem neuesten Stand der Technik entspricht.
Ich habe mich wieder für eien Nikon die D5100 entschieden, weil sie leicht und handlich sein soll.
Als Objektiv hab ich mich für das 16-85 entschieden, weil ich oft den Weitwinkel benutze.
Nun zur D5100 selbst. Bedienung und Handhabung sind wie gewohnt bei einer Nikon und man findet sich schnell damit zurecht.
Was mir aber bei Ausarbeitung der ersten RAW Bilder mit Adobe Lightroom sofort auffiel, feine Details waren nicht wie erhofft abgebildet.
Alle vorhandenen Einstellmöglichkeiten bezüglich Rauschunterdrückung hatte ich selbstverständlich deaktiviert.
Jetzt wollte ich es genau wissen und habe Vergleichsbilder mit der guten alten D70 mit gleichem Objektiv und identem Bildausschnitt geschossen.
Der Blick aus meiner Wohnung eignet sich perfekt für detailreiche Aufnahmen - Dächer, Schornsteine, Fenster und Fassaden mit Stuck.
Damit ich die Details der Bilder auch direkt vergleichen konnte, habe ich die Bilder aus der D70 mit Photoshop auf die größere Auflösung der D5100 hochgerechnet.
Das Ergebnis: Die Bilder aus der D70 sind, trotz geringerem Auflösungevermögen des Bildsensors, detailreicher als die aus der D5100.
Ich kann mir das nur so erklären, dass wie auch schon in einigen Internetforen gelesen habe, der neue Bildprozessor der D5100 eine zu agressive Einstellung
bezüglich Rauschunterdrückung fährt und so feine Details im Bild verloren gehen.
Fazit: Trotz höherem Auflösungsvermögen des D5100 Bildsensors sind Bilder aus der guten alten D70 detailreicher.
Auch der Farbraum ist bei der D70 etwas natürlicher als bei der D5100 (leicht blaulastig mit den Standard Einstellungen)
Ich werde beide Kameras trotzdem behalten und hoffe auf ein Firmwareupdate von Nikon, welches die Rauschunterdrückung zu Gunsten einer verbesserten Detailwiedergabe wieder etwas zurück nimmt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein