Der Nikon SB-700 sollte meinen Nissin Di622 ablösen, den ich an einer Nikon D7000 nutze. Eines gleich vorweg, ich werde beide Geräte behalten, dazu später mehr. Zunächst möchte ich die beiden Geräte einmal miteinander vergleichen. Siehe dazu auch die hochgeladenen Abbildungen unter "Kundenbilder" (die vertauschten Standfüße möge man mir verzeihen, sie passen beide an das jeweils andere Gerät)
Abmessungen und Gewicht:
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Der Nikon SB-700 ist seitens Gewicht und Abmessungen nahezu identisch mit dem wesentlich günstigeren Nissin-Modell.
Verarbeitung:
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Die oft kritisierte billige Verarbeitung beim Nissin-Blitz kann ich nicht bestätigen. Beide Geräte sind in dieser Hinsicht OK, das heißt man kann damit zufrieden sein, es ginge schlechter, aber auch besser. Das Finish der gegossenen Plastikteile ist vielleicht beim Nikon etwas edler, dafür gefällt mir die Befestigung auf dem Blitzschuh beim Nissin sehr viel mehr. Mittels Rändelrad sitzt der Blitz bombenfest auf der Kamera. Nicht so bei Nikon. Nach dem Arretieren per Klemmhebel hat der Blitz noch jede Menge Spiel. Außerdem ist das Gewinde für die Stativbefestigung beim Nissin aus Metall, während es beim Nikon nur aus Kunststoff gefertigt ist.
Lieferumfang:
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Während beim Nissin nur eine windige Schutzhülle und eine CD mit Handbuch mitgeliefert werden, glänzt der Nikon mit einer vorbildlichen Zusatzausstattung. Neben einem sehr ausführlichen gedruckten Handbuch (mit 164 Seiten!), liegen auch noch ein Foto-Guide, ein Diffusor und zwei Aufsteckfilter bei. Abgerundet wird das Ganze mit einer soliden und gepolsterten Aufbewahrungstasche.
Blitzleistung:
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Während der Nissin mit einer maximalen Leitzahl von 44 angegeben ist, hat der Nikon hier mit max. 38 das Nachsehen. Allerdings hat der Nikon mit 2,5 Sekunden eine wesentlich kürzere Ladezeit (Nissin 5 sek). Das macht sich bei Serienbildern, z.B. bei Porträts deutlich bemerkbar.
Funktionsumfang:
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Die Rückseiten der Geräte offenbaren die größten Unterschiede. Der Nissin verfügt über kein Display, sondern nur drei Tasten und einige LEDs. Anders der Nikon: Ein großes, gut ablesbares und beleuchtetes Grafikdisplay dominiert die Rückseite. Dazu gibt es jede Menge Schalter und ein zentral angeordnetes Einstellrad. Die wichtigsten Merkmale, wie i-TTL Steuerung, Master und Slavefunktion beherrschen beide Geräte. Hinsichtlich Zoombereich ergeben sich Unterschiede. Der Nissin ist für 24 - 105 mm ausgelegt, der Nikon für 18 - 120 mm. Ansonsten zieht der Nikon hinsichtlich Ausstattung souverän am Nissin vorbei. Distanzvorgabe, Ausleuchtungsprofile, CLS oder visuelle Kontrollmöglichkeiten für eine optimale Einstellung sucht man am Nissin vergeblich.
Bedienung:
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Neben der größeren Funktionalität ist die bessere Bedienung der primäre Vorteil gegenüber dem deutlich preisgünstigeren Blitzgerät von Nissin: Der Nikon SB-700 hilft dem Fotografen durch die Visualisierung der Einstellungsparameter sofort und ohne große Experimente die optimale Einstellung hinsichtlich Blende und ISO-Wert an der Kamera zu wählen. Ob die besseren Features des SB-700 für den jeweiligen Anwender den hohen Mehrpreis rechtfertigen, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Das Anbringen des Diffusors gestaltet sich sehr hakelig. Die Bedienungsanleitung hilft hier auch nicht wirklich weiter. Es hat eine Weile gedauert, bis ich den Dreh raus und die richtige Position gefunden hatte. Dabei merkt man dann durchaus, dass der SB-700 noch etwas solider gefertigt sein könnte.
Das Verstellen des Winkels des Blitzkopfes in vertikaler oder horizontaler Achse gefällt mir beim Nission ebenfalls besser, weil es keine lästige Arretierung gibt. Beim Nikon ist das sehr mühselig, weil es ergonomisch nicht wirklich gelungen ist, gleichzeitig den Arretierknopf drücken zu müssen.
Gleiches trifft auf den Modusschalter am SB-700 zu. Um in den Slave/Master-Betrieb zu wechseln, muss man gleichzeitig eine winzige Entriegelungstaste drücken. Dabei bricht man sich fast die Finger und hat gleichzeitig Angst, den Schalter zu beschädigen. Warum Nikon diese Lösung gewählt hat erschließt sich mir leider nicht.
Fazit:
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Trotz der einen oder anderen Kritik bin ich von den Möglichkeiten des Nikon SB-700 begeistert. Endlich gelingen Blitzaufnahmen auf Anhieb, bzw. mit weniger Herumprobieren. Den Nissin wollte ich eigentlich verkaufen, aber ich werde ihn nun als zusätzlichen Slave-Blitz verwenden. Die Kombination des integrierten Kamerablitzes in Verbindung mit dem SB-700 und dem Di622 im entfesselten Blitzmodus machte eine Menge Spaß und läßt viel kreativen Spielraum. Für die wackelige Befestigung und die nicht ganz optimale Ergonomie gibt es aber einen Punkt Abzug.
Sparfüchse werden auch mit dem Nissin Gerät glücklich, sofern sie die zusätzlichen Funktionalitäten des SB700 nicht benötigen.
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