Da ich bereits an meiner D3100 einen Batteriegriff verwende (gibt's leider nur vom Fremdhersteller), musste auch einer für meine D7000 her. Grund für mich ist v.a. das Handling, gerade bei schwereren Optiken oder in Verbindung mit dem Blitz. Akkukapazität war bisher an meiner D3100 zweitrangig, da ich nicht beruflich fotografiere und für eine Bergtour, eine Geburtstagsfeier o.Ä. reichte bisher auch eine Akkuladung.
Funktionen:
Zwei Einstellräder, einen Mini-Cursor, AF-Lock und Auslöser. Was will man mehr? Genau das erwartet man von einem Batterigriff! Schön (wie auch bei den anderen Modellen): Ein Einsatz für 6 AAs liegt bei, denn die treibt man eher mal auf als einen proprietären Akku. Das Stativgewinde ist in einer Achse mit dem Sucher und nicht in das Magnesiumgehäuse direkt eingelassen, sondern in einem längeren Metallteil im Inneren des Magnesiumgehäuses - so traut man sich wohl auch mal die Cam + Griff + schwere Linse auf ein Stativ zu packen. 2. Akku (der ja bei Nikon sündteuer ist!) wird überflüssig, da ich für meinen Blitz immer ein paar AA Akkus dabei habe: Der Adapter nimmt 6 AAs - allerdings NUR 6. Bei nur 4 bleibt das Licht aus.
Verarbeitung:
Der Griff hat die gleiche hochwertige Materialanmutung wie das hochwertige Gehäuse der D7000. Von der Gummierung bis zum matten Finish. Kamera und Griff sind eine Einheit. Man hat kleinere Spalten zwischen Kamera und Griff, aber wenn man die beiden Teile ordentlich verschraubt, wackelt zumindest bei mir fast (!) nichts. Ausnahme: Bei meinem schweren 70-200mm Tele habe ich hingegen schon das Gefühl, dass es besser ist das Gespann lieber am Objektiv zu halten. Auch bei schnellen Bewegungen meine ich, etwas Wackeln zu verspüren. Die Knöpfe und Räder haben weitestgehend die gleichen Druckpunkte und Empfindlichkeit wie am Hauptgehäuse, allerdings sind sie etwas straffer und weniger griffig. Insgesamt also akzeptabel bis gut. Wahrscheinlich sind Systeme mit Element im Akkufach stabiler, aber für meinen Geschmack unpraktischer, was uns zum nächsten Punkt bringt:
Design:
Hier scheiden sich wohl die Geister... Mich hat bei meiner D3100 immer aufgeregt, dass ich den Deckel des Akkufaches ausbauen musste (gleiches gilt für D90 und Co.). Ich hatte jedes Mal Angst, dass ich da irgendwann mal das Plastik abbreche. Da ich den Griff eigentlich nur in Verbindung mit schwereren Optiken und/oder Blitz verwende, will ich ihn auch öfters an- und abmachen. Das gelingt mit diesem System besser und unkomplizierter. Ich verwende bisher nur einen Originalakku und der landet halt dann im Batterigriff. Sollte er doch mal leer werden (nach 800 Bildern...), kommt der Adapter mit 6 AAs rein. Sollte man dennoch mit 2 Originalakkus arbeiten (1 im Griff, 1 in der Kamera), kann man der Kamera immer noch sagen, dass zuerst der Akku im Griff verbraucht wird. Ok, Entladung gibt es, aber ich finde, dass die Vorteile dieses Systems die Nachteile ausbügeln - gerade wenn man, wie ich, den Griff auch mal abnimmt und dann keine Lust hat, das Akkufach erst umzubauen.
Preis/Fazit:
Ganz schön saftig der Preis. Die Kamera ist ja stetig billiger geworden und mittlerweile im 3-stelligen Bereich gelandet. Leider gilt das nicht für den Griff. Gut, man bekommt das Originalteil mit sher guter Verarbeitung und optimalem Funktionsumfang. Kamera und Griff sind aus einer Magnesiumlegierung und entsprechend massiv und hochwertig fühlt sich das an. Mir ganz persönlich kommt das System mit "einfach anstecken ohne Ausbau des Akkudeckels" sehr entgegen, weil ich 1. den Griff nicht immer dran habe und 2. nur einen Akku verwende. Dies bleibt aber wohl Geschmackssache. Ich habe mir den Griff trotz des Preises nach einigem Hin und Her dann doch geholt und bin nicht enttäuscht - das Handling ist nun perfekt!