Die warscheinlich letzte professionelle SLR von Nikon. Seit 2004 auf dem Markt, und wenn uns die Japaner aus Tokyo nicht noch einmal mit einem unwahrscheinlichen Nachfolger überraschen, dann bleibt das auch so.
Von vielen als die beste analoge SLR bezeichnet (mit Anleihen an die damals zeitgleich produzierte digitale D2X), auch als Gnade der späten Geburt, da Canon schon früher aus dem Analog-SLR-Geschäft (Eos-1-V) ausgestiegen war.
Daher ist sie auch viel seltener anzutreffen, da zu dem Produktionsbeginn schon viele betuchte Amateure und Profis sowieso zum digitalen Fotografieren übergegangen waren. Für Sammler daher neuwertig hochinteressant und sehr warscheinlich wertstabil! Sie wird auch in der "Kauf-Bucht" gebraucht mit Spuren kaum unter 1000 € gehandelt.
Ein Sucherwechsel ist leider nicht mehr wie bei den Vorgängern möglich. Gerade deswegen ist sie mit zwei CR 123a Lithium Batterien in kleiner Kameratasche überall kompakt mitnehmbar. Mit optional MB-40 Zubehör-Batteriegriff und weltweit erhältlichen Babyzellen, aber auch mit D2x- oder D3-nutzbarem
Nikon D3s SLR-Digitalkamera (12,1 Megapixel, Live-View, HD-Videofunktion) Gehäuse EN-EL4-Akku
Nikon EN-EL4A Lithium-Ionen Akku für D3/D3x/MB-D10/PDK-1 universell zu bestromen. Ohne Strom läuft aber nix! In dieser Hinsicht sind die guten alten mechanischen Nikon-F2- oder -FM-Modelle in der Not mit zuverlässiger Mechanik die besseren Rettungsanker!
Auch in Kirchen, Museen leise auslösbar und mit allen modernsten Nikon-VR- und AF-G-Objektiven (außer DX-Modelle natürlich) perfekt nutzbar. Aber auch alte Nikon-Objektive (zumindest ais-Versionen) sind nach "Einprogrammierung" an der F6 gut nutzbar (der große Vorteil von Nikon gegenüber Canon, die nach den guten FD-Objektiven einen harten Bruch gemacht haben zum EOS-System). Wer sich mit den (noch) auf dem Markt befindlichen guten Analog-Filmen, wie Fuji Velvia 50 (Farbausrichtung muss man mögen) und Fuji Velvia 400x auskennt, kann mit einem guten Scanner von Plustek, Nikon (fast nur noch gebraucht erhältlich) oder Reflecta neben Dia-Positiv-Filmen auch Negativ-Farb- oder Schwarzweißfilme gut digitalisieren. Die Auflösung und Qualität ist auch für hier rezensierende kritische Digitalfans mit Silverfast-Software brilliant, aber arbeitsintensiv.
Optional belichtet die F6 auch Daten in das Foto oder auf den Filmsteg, was bei Archivierungen oder wissenschaftlichen Dokumentationen sehr wertvoll sein kann.
Die Kamera hat eine sehr schöne Form von Giugiaro bekommen und sieht sowohl mit, als auch ohne Zusatzgriff MB-40 sehr gut und wertig aus. Die Haptik mit der guten Belederung auf wertigem Aluminium- und Magnesium-Legierungsgehäuse ist für härteste Fotoabenteuer gerüstet und das abgedichtete Gehäuse schützt vor Staub und in begrenztem Umfang auch vor Feuchtigkeit!
Am besten man gönnt sich als Nikon-Fan zwei von diesen Boliden! Ein Gehäuse als perfekten analogen Back-up-Body für den rauhen fotografischen Alltag mit "Nehmerqualitäten". Ein weiteres neues oder neuwertiges Gehäuse für die Vitrine mit fast garantiertem Werterhalt!
Also wer es sich leisten will oder kann, sollte nicht mehr zögern, da die Zeit für solch perfekte professionelle Analogboliden abläuft. Wer sich auskennt, dem ist bekannt was man für eine Nikon F2AS mint, schwarz in Orginalverpackung zahlt. Man bekommt mit der neuen oder neuwertigen Nikon F6 als Sammler daher eine auch für die Ehefrau nachvollziehbare Wertanlage.
Wer allerdings viel Analog-Kamera für wenig Geld haben will, sollte sich bei Nikon nach einer ebenfalls sehr soliden, auch professionellen Ansprüchen genügenden F-100 umschauen, die für knapp 300 € in sehr gut erhaltenem Zustand zu kaufen ist - und mit ubiquitär erhältlichen Babyzellen als Batterien überall zu betreiben ist.