Wir haben diese Kamera, weil so günstig für unsere Mitarbeiter im Betrieb gekauft um Zustandsbilder von Anlagen und Arbeitsplätzen zu machen. Dazu gehören neben Aufnahmen von Maschinen und Betriebshallen auch Nahaufnahmen von Kunststoff- und Metallteilen oder Mechanik-Teilen.
Nachdem ich mich quasi trotzdem (Canon-geschädigt) an die Menüführung gewöhnt habe - die intuitive Bedienung ist auch kein Anlass zur Kritik - ging es los mit der Knipserei.
Mein Favorit war diese Kamera ja von Anfang an nicht, weil ich Canon-Fan bin. Aber die Canon kost' nun mal das Doppelte, also wurden 20 Stück von dieser beschafft. Mit dem Ergebnis, dass man für Nahaufnahmen auf eine uralte Sony (mit 5MegaPixel), die wir im Betrieb zum Glück noch haben, zurückgreift.
Aus dieser Sicht ist die Coolpix S3100 sogar für uns sozusagen untauglich.
Das Problem: Im Nahbereich versagt die Kamera total. Scharfe Aufnahmen aus Entfernungen von 10 Zentimeter = unmöglich. Ab einer Entfernung von 25 Zentimeter wird erst sinnvoll fokussiert, alles was man aus näherer Entfernung knipst ist wie Lotterie, was die Fokussierung betrifft. Und das trotz der Nahaufnahmen-Einstellung.
mein persönlicher workaround: Ich mache nun diese Detailfotos aus größerer Entfernung und dann mit der besten Auflösung (14MP), muss sie nachher allerdings immer nachbearbeiten. Wenn man viel damit arbeitet ist das lästig.
In der Regel habe ich die Kamera auch nicht immer auf 14MP eingestellt, muss also hierbei auch immer mitdenken bzw. aufpassen und je nach Anwendung die Größe einstellen.
Problem 2: In künstlich beleuchteten Bereichen ergeben sich seltsam grün, oder blaustichige Bilder.
Wenn man automatischen Blitz einschaltet, reagiert der erst gar nicht, weil es vermutlich zu hell ist.
Schwierig, schwierig...
Positiv:
Akkuladung per Kabel an der Kamera ist positiv zu erwähnen.
Akku-Standzeit ist m.E. okay. Auch nach einigen Monaten exzessiver Benutzung keine Einschränkung der Akku-Laufzeit feststellbar.
Kamera ist sehr leicht und das material total strapazierfähig. Wenn ich die Kamera zusammen mit Inbusschlüsselsatz oder anderen Metallteilen in der Hosentasche einen ganzen Tag mit mir herumtrage: Keine Spuren auf der Kamera. Beachtlich!
Die intuitive Bedienung (wie oben erwähnt) ist sicher auch ein Pluspunkt, wenn man diese Kamera quasi an jeden Hinz und Kunz verteilt um Fotos zu machen.
Schwieriger wird es schon in der Menüführung die Bildgröße auf kleiner als 14MB einzustellen, bzw., dieses Umstellen dem Anwender zu erklären/ zeigen.
Sollten Sie eine günstige Alltagskamera suchen mit der Sie auch (!) gute Nahaufnahmen machen können, rate ich dringend von dieser Kamera ab.
Wenn Ihnen die Rezension gefallen hat, oder geholfen hat, würde ich mich über eine Bewertung sehr freuen.
Nur auf diese Art kann der Rezensent erfahren, ob die Mühe sich gelohnt hat. - Dankeschön!