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5.0 von 5 Sternen
Immer noch viel zu preisgünstig, 16. Dezember 2010
Nach der Kategorisierung auf der Nikon eigenen Homepage handelt es sich um ein Profi-Modell. Tester in den Fachzeitschriften haben sich womöglich vom Preis und der vorrangigen Käuferschicht täuschen lassen, wenn sie das Modell bei den gehobenen Amateur-Kameras einordnen. Gleichzeitig wird in denselben Tests moniert, die Kamera habe zu viele Knöpfe und zu wenig Motivprogramme. Nicht nur beim Zubehörkauf wird klar, dass dieses Modell in der Oberliga spielt, weil als Nebeneffekt beispielsweise die Fernauslöser der Einsteigermodelle nicht mehr passen. Aber das ist nicht der Punkt.
Nach den Testberichten kommt die D300s bei der Kontrastbewältigung an die D3/D3x heran. Daneben verwendet sie dasselbe "Multi-CAM 3500DX Autofokus-System" wie D3/D3x und D700. Nur deckt das System durch den Crop-Faktor bei ihr mehr Bildausschnitt ab, so dass der Autofokus besser arbeiten kann als auf den gehobeneren Modellen. Übrigens bedingt das APS-C Format weniger Gewicht für die Spiegeloptik und wirkt sich durch geringere beschleunigte Massen positiv auf die Haltbarkeit aus. Was heißt überhaupt beschnitten? Das Kleinbildformat selbst ist nicht ein "Vollformat" und APS-C im Vergleich dazu nur halbwertig. Das wäre eine Milchmädchenrechnung. Typisch für Nikon und besser als generell bei Canon zeichnet sich die Kamera durch geringe Anfälligkeit für Dunkelrauschen aus, was sie unter anderem für die Available Light Fotografie empfiehlt. Soweit erkenne ich nur Vorteile bei der Sensorgröße, zumal ein insgesamt größeres Angebot an Objektiven nicht nur von Nikon zur Verfügung steht.
Den Unkenrufen in einigen Testberichten zum Trotz empfinde ich die Bedienung einfach. Die Einstellmöglichkeiten gleichen mehr einem 3-Gänge-Menü als Fertigkost. Sie ermöglichen die schnelle Justierung aller wichtigen Parameter für Zeit, Blende, ISO, WB, Belichtungsmessung, Fokus und Blitz. Natürlich finden sich keine dedizierten Motivprogramme, was nicht heißt, dass keine Gesichts- oder Motiverkennung eingebaut wären.
Als Bonbons obendrauf gibt es noch ein brillantes Display mit mehr als 900 000 Bildpunkten, LiveView und einen eingebauten Blitz, der auch als Steuergerät für entfesselte Systemblitze dienen kann.
Als sinnvolles Zubehör würde ich Ersatzakku, Speicherkarte (mindestens 8GB und mit hoher Übertragungsrate) sowie eine Tasche empfehlen. Den Kauf der D300s habe ich jedenfalls bis heute nicht bereut.
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51 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fast-Profi Kamera, 8. Januar 2010
Ich habe die Kamera jetzt seit 6 Wochen und habe so langsam das Gefühl, sie in den Griff zu bekommen. Als früherer Nikon Analalog-Fotograf und zwischenzeilicher Bridgekamera-Nutzer bin ich von der Fülle der Möglichkeiten schier erschlagen. Das Gerät hat eine (wie man so schön sagt) steile Lernkurve, man muss sich ernsthaft beschäftigen. Dann belohnt die D300s einen mit super-scharfen perfekt belichteten Bildern.
Einige Punkte, die mir besonders aufgefallen sind:
Die Kamera ist rasend schnell. Anschalten, fokussieren, auslösen in weniger als einer Sekunde.
Die immer so hochgelobte "Live View" Funktion halte ich noch nicht für ausgereift. Die Fokussierung ist sehr viel langsamer, dauernd klappert hektisch der Spiegel.
Der Verwackelschutz ("VRII") des 18-200 mm Objektivs arbeitet unglaublich gut. Scharfe Bilder mit 200 mm (entspricht KB 300 mm) bei einer 15tel Sekunde sind keine Spinnerei. Ich hatte lange zwischen dem Objektiv und dem Tamrom 18-270 geschwant, aber bei meinen Tests stellte sich heraus, dass das Tamrom bei langer Brennweite und schwachem Licht Probleme mit der Scharfstellung hat.
Toll ist die Option, die beiden Speicherkarten zu nutzen: Kopie des jpeg-Bildes oder jpeg auf die eine und RAW auf die andere. Das gibt mehr Sicherheit, da es leider immer noch vorkommt, dass der PC eine Karte als defekt erklärt oder gar schreddert.
Fazit: Eine tolle Kamera mit fast zu vielen Optionen, die nichts für Gelegenheits-Fotos ist.
Nachtrag: Kann mein Urteil nach einer sehr staubigen Wüstenreise nur bestätigen. Sehr robust (außer der Sonnenblende), nie Probleme auch bei über 40 Grad im Schatten, und die Sensorreinigung funktioniert tatsächlich.
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
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Die Kamera für professionelle Ansprüche!, 18. Dezember 2010
Nach 6 Monaten Nikon D300S Nutzung und ca. 7.000 Fotos hier meine Erfahrungen:
+ Für mich als Nikon D5000 Umsteiger war es eine echte Umgewöhnung: Die D300S ist gefühlt mindestens 50% breiter und mindestens genauso viel schwerer an als die D5000. Kein Wunder - ist das Gehäuse aus Metall und gedichtet.
Man hat also "richtig etwas in der Hand". Allerdings ist das auch wiederum ein kleiner Nachteil, wenn die Fotosession einmal etwas länger dauert und die Kamera mit Objektiv und externem Blitz (ein interner Blitz ist selbstverständlich vorhanden, aber bauartbedingt nur für kurze Entfernungen oder als Aufhellblitz bei Gegenlichtaufnahmen geeignet) stundenlang mitgeschleppt werden muss, z.B. bei Familienfeiern.
+ Ich kann aus praktischen Erfahrungen berichten: Selbst ein kräftiger Sommerregen zwang die D300S nicht in die Knie. Das besorgte der Zoomring meines (gedichteten!) Nikon-Objektivs, durch den ein Wassertropfen auf den Sensor geriet, aber der Nikon-Service mir (gegen Entgelt) mein Schätzchen wieder klarmachte.
+ Einfach nur großartig ist der Sucher ("natürlich" mir Dioptrieneinstellung): Hell und klar alles zu erkennen. Ein Hinweis für Freunde der Nachtfotografie: Selbst bei Dämmerung gibt es keine Probleme!
+ Das Schulterdisplay der Kamera ist groß (ca. 5 x 2,5 cm) und deshalb klar und deutlich ablesbar und reicht für die meisten Einstellarbeiten an der Kamera aus.
+ Der große 3" - LCD - Monitor verfügt über eine austauschbare aus klarem Kunststoff gearbeitete Schutzabdeckung. Man muss also keine Angst vor Kratzern direkt auf dem Display haben.
+ Die Bedienungselemente sind mit Einführung der D300S denen der D700 (Vollformat DSLR) angeglichen worden. Umfangreiche "Motivprogramme" wird man allerdings bei der D300S vergeblich suchen. Lediglich der nicht ganz billige Nikon - D300S Einführungskurs stellt ein Porträt- und ein Landschaftsprogramm als Firmware-Update zur Verfügung. Ich komme jedoch mit den angebotenen Optionen sehr gut aus und zurecht. Es ist alles da: Zeitautomatik, Blendenautomatik, Programmautomatik, manuelle Einstellungen. Mehr braucht man nicht.
+ Ein besonders häufig von mir genutztes Feature ist der Einstellring oben links auf der Kameraschulter: Hier sind nach der Entriegelung durch eine kleine Taste die Einzelbild-Einstellung, Serienbild (langsam), Serienbild (schnell), leise Auslösung, Selbstauslöser und die Spiegel - Hochklapp - Funktion durch einen Einstellring vereint.
Oben auf der Ringabdeckung findet man weitere 3 Tasten für die Bildformat-, ISO- und Weissabgleich-Einstellungen.
- Leider hat man es von Seiten der Nikon - Entwickler nicht geschafft, den rechts neben dem Display angebrachten Multifunktionswähler ("Die Wippe") mängelfrei zu bauen: Gab er bereits beim Vorgängermodell Anlass zur Beanstandung, so ist er auch bei der D300S nur mit viel Geduld zu bedienen: Butterweich und unverständlich ungenau in der Handhabung. Das nervt - vor allem dann, wenn es schnell gehen muss mit den Einstellungen. Da hätte ich mir von den Nikon - Ingenieuren mehr Kreativität und Mangelbewusstsein gewünscht.
+/- Taucht man in die Tiefen der Menüeinstellungen ein, findet sich eine geradezu unübersehbare Anzahl von Einstellmöglichkeiten. Mit der Kamera werden zwar eine gedruckte kleine, 64-seitige Schnellübersicht und ein ca. 410 Seiten starkes Benutzerhandbuch mitgeliefert, aber dennoch habe ich mich nach einigen Monaten entschlossen, den von Nikon ganztägigen Einführungskurs zu buchen. Schließlich will man sein Arbeitsgerät richtig bedienen können.
+ Für besonders erwähnenswert halte ich den "virtuellen Horizont" - eine Funktion, die ich bisher nur aus dem Flugzeugcockpit kannte und die ich sehr häufig zum Ausrichten der Kamera - vor allem bei Landschaftsaufnahmen - nutze und die erstklassig funktioniert!
+ Über die Bildqualität der von der D300S gelieferten Fotos gibt es keine Diskussionen: Nikon selbst ordnet die Kamera in den Profibereich ein und auch die zahlreichen Tests von Fachzeitschriften und das Internet bescheinigen absolute Spitzenqualität. Selbst bei ISO 1600 gelingen Fotos ohne Anzeichen von Bildrauschen. Auf eine nachträgliche Rauschunterdrückung durch Bildbearbeitung am PC kann man also verzichten.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich aber, dass die Bildqualität natürlich auch von den verwendeten Objektiven abhängt. Es ist eine echte Aufgabe, gute, von der Abbildungsleistung der D300S entsprechende, (Zoom-) Objektive im Bereich von unter 500 EURO zu finden. Da hat man es bei den Festbrennweiten schon leichter - aber bei den Zooms kann es echt ins Geld gehen!
Fazit:
Die D300S ist das Nikon TOP - Produkt auf dem DX - Sektor. Grundsolide, stabil gebaut, liefert erklassige Fotos (bei Einsatz der entsprechenden Objektive) - eben für den ambitionierten Amateur- und Profieinsatz gemacht. Mit allen Konsequenzen. Sie ist also für "Motivprogrammnutzer" eher nicht zu empfehlen.
Wer aber sich aber bereits in der digitalen Welt der Fotografie etwas auskennt, dem möchte ich die D300S sehr ans Herz legen. Sie verspricht viele Jahre viel Spaß in Hobby und/oder (Fotografen-) Beruf.
Und natürlich kann es nur eine 5-Sterne-Bewertung geben!
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