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4.0 von 5 Sternen
Praxisbeschreibung, 14. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Nikon Coolpix S8100 Digitalkamera (12 Megapixel, 10-fach opt. Zoom, 7,5 cm (3 Zoll) Display, Full-HD Video, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Weil Rezensionen für mich auch möglichst Kaufentscheidungen sein sollen, versuche ich mich einmal an einer für die NIKON Coolpix S8100 und hoffe, sie hilft dabei ein wenig..
Was wollte ich haben? - Reisezoom-Kamera neben der grossen Bridge, schnell, guter Zoombereich, einfaches Handling, gute Bildqualität auch bei weniger guten Lichtverhältnissen, gute Videoqualität.
Voraussetzung? - Panasonic TZ8 nach Sturz hinüber und als Nachkauf ungeeignet, weil die mir bekannten Panasonics bei nicht mindestens guten Lichtverhältnissen eher minderwertige Bildqualität liefern.
Die NIKON:
Haptik und Optik:
In roter Ausführung ein eleganter Anblick. Rechts obenauf befindet sich neben dem sehr kleinen Einschalter und den Stereomikros das Einstellrädchen für die diversen Modi, recht schwergängig aber dadurch auch präzise. Daneben die Zoomwippe mit Auslöser, Zoom reagiert schnell, bei Videos verlangsamt. Links oben, dort wo man den Zeigefinger ablegt, liegt der aufspringende Blitz. Das automatische Aufspringen kann problemlos dauerhaft abgestellt werden (nicht so wie bei den Powershots von Canon), außer im Nachtporträt- Modus, was irgendwie schwachsinnig ist, denn was ist dann noch daran ein Nachtporträt? Auf der rechten Rückseite liegt oben ein separater Videoauslöser, daneben recht grosszügig und leicht angeraut eine brauchbare Ablage für den Daumen. Darunter liegt der kleine Knopf für die Bildervorschau und daneben das Wählrad für das Menü, den Blitz, den Makro. Dieses Rädchen ist eine Zumutung, ein No-Go, viel zu leichtgängig, fast schlabbrig. Unter diesem Wackelrad liegen die Knöpfe für die Mülltonne und das Menü, klein aber benutzbar.
Insgesamt ist die Kamera gut griffig, weil man aber mit dem linken Daumen häufig unweigerlich auf den phantastischen Monitor greift, sollte eine Schutzfolie empfohlen werden. Beim Fotografieren oder filmen verdecken die Finger nichts funktionelles, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Modellen. [3,5 von 5]
Modi und Bedienung:
Eines vorweg, Sony, Canon und Panasonic bieten in dieser Kameraklasse weit mehr manuelle Einstellungsmöglichkeiten. Hier haben wir es mit einer fast vollautomatischen Knipse zu tun.
Die Kamera ist schnell einsetzbar, das Objektiv fährt nach dem Einschalten gut 2 cm aus und das erfolgt schneller als das Hereinfahren beim Abschalten. Die Modi-Auswahl ist Standard: die AUTOMATIK, ein SCENEmodus, der angeblich selbständig den besten Modus auswählt (naja, klappt eher bescheiden) und den SCENEmodus, bei dem manuell zw. 13 üblichen Modi ausgewählt werden kann. Überraschung hier: die Einstellung Porträt liefert gerade bei eher suboptimalen Lichtbedingungen klar bessere Ergebnisse als der Automatikmodus. Dann die relativ brauchbare NACHTAUFNAHME und das besagte NACHTPORTRÄT mit permanent zugeschaltetem Blitz. Es empfiehlt sich wie bei allen kleinen kompakten Kameras im Menü die ISO-Auswahl auf max. 400 zu begrenzen, alles darüber wird eh' nur scheußlich. Anschließend kommen GEGENLICHT (wo eine Art pseudo HDR-Foto erstellt wird, nett), MOTIVVERFOLGUNG und SERIENBILDER. Diese Funktionen habe ich nicht benützt.
Im MENÜ kann die Megapixelzahl eingestellt werden, die gute Auswahl beträgt 12, 8, 5, 3, 2 MP. Der ISO-Bereich umfasst 160 bis 3200 und kann und sollte auf 400 begrenzt werden. Die BELICHTUNGSMESSUNG erfolgt einstellbar in Matrix- oder mittenbetonter Art, und sehr gut funktioniert die manuelle MESSFELDVORWAHL, so dass man hier schöne Spielereien machen kann (Blume vor weiter entfernt liegendem Haus mal scharf, mal unscharf, oder Fotos durch Maschendrahtzaun ' funzt alles bestens). Die MAKROfunktion wird über das Schlabberrädchen eingestellt und die Ergebnisse spitze (siehe meine beiden eingestellten Blütenbilder). Der Rest umfasst die üblichen Standart-Einstellmöglichkeiten, gerade ausreichend um eigene Vorlieben zu initialisieren. [3,5 von 5]
Bild- und Videoqualität:
Videos werden in 1080p und mit satter Farbfülle aufgenommen. Der Zoom ist während des Filmens in vollem Umfang benutzbar, der Autofokus steuert hervorragend schnell scharf, wenn die Lichtverhältnisse gut sind. Der Ton ist schwach, Zoomgeräusche sind kaum vernehmbar. Das Dateiformat ist mov, also Quicktimeplayer oder besser den VLC Media Player installieren. Eine bessere Videoqualität habe ich bei Kompaktkameras jedenfalls noch nicht gesehen.
Ich fotografierte ausschließlich mit 5 oder 8 MP Auflösung im Automatikmodus, bei max. 400 ISO und manueller Messfeldvorwahl. Die Bilder der NIKON bestechen mit enormer Farbdynamik, für den einen oder anderen könnte das sogar etwas zu viel sein. Der Kontrast ist hervorragend und die Schärfe beanstandungsfrei, auch bei voller Brennweite. Und endlich haben wir hier eine kleine Kompakte, die auch bei Dämmerung und bei Innenaufnahmen ohne Blitz schöne scharfe und detailreiche Fotos macht. Mein Ausschuss lag hier bei nur ca. 10%, und auch nur, weil zu viel Bewegung im Bild war. Nicht zuletzt macht es enormen Spaß, seine Bilder und Videos bereits auf dem Kameramonitor anzuschauen, mit knapp 1 Mio. Bildpunkten ist er strahlend klar und kräftig, so dass auch bei Sonneneinstrahlung noch etas auf ihm zu erkennen ist. [4,5 von 5]
Fazit:
Nach anfänglicher Enttäuschung über die geringen Einstellungsmöglichkeiten haben mich letztlich die Bild- und Videoqualität überzeugt. Es soll ja auch "nur" eine immer-dabei Zweitknipse sein. Weil ich die stets grossartigen Panasonic Lithium-Batterien gewohnt bin, empfiehlt sich übrigens ein Ersatzakku, denn so gut ist der von NIKON nicht. Das Aufladen in der Kamera finde ich nicht störend.
Angesichts des günstigen Preises (habe sie vor rd. 4 Woche bei Amazon für 179,- abgestaubt) hat die NIKON einen Vorteil gegenüber vergleichbaren weiteren Modellen. Ich werde sie behalten und wohl "ins Herz schließen" - ob das bei geneigten Interessenten auch der Fall sein wird, dazu kann meine kleine Rezension vielleicht beitragen.
P.s. Amazon wie immer schnell und zuverlässig ' Danke.
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210 von 239 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
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Nikon Coolpix S8100 - teils Top! - teils Flop!, 7. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Nikon Coolpix S8100 Digitalkamera (12 Megapixel, 10-fach opt. Zoom, 7,5 cm (3 Zoll) Display, Full-HD Video, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Als ich die Nikon Coolpix S8100 auspackte und in Gebrauch nahm, war ich sofort angetan und begeistert von dieser kleinen Kamera. Alles (fast alles!), was in den vorhergehenden Rezensionen so begeistert gelobt wurde, konnte ich ohne weiteres bestätigen:
Hochwertige Verarbeitung / Sehr gut durchdachte Bedienung mit schnellem Zugriff auf die wichtigsten Funktionen / Verzicht auf manuelle Einstellungen, dafür eine ausgezeichnete Automatik, sehr sicher, schnell und mit dem Bestreben, den ISO-Wert möglichst niedrig zu halten, also die ideale Schnellschuss-Kamera, besonders für Reisen etc. / Zusätzlich noch eine tolle Szenen-Automatik (-Erkennung), Motiv-Verfolgung, HS-Serien-Funktionen, Nachtaufnahme, Nachtportrait und Gegenlicht-Automatik, all das ist mit einem schnellen Griff zum Funktionsrad sofort einstellbar.
So betrachtet, also eigentlich ein Spitzenprodukt!
Ein weiteres absolutes Highlight an dieser Kamera ist das tolle Display, auf dem man wirklich von allen Seiten und sogar bei Sonneneinstrahlung detailgenau einschätzen kann, wie die Aufnahme wird, oder besser gesagt, werden soll!
Denn, hier beginnt es, mit dem einzigen, aber entscheidenden Mangel dieser Kamera: Das Thema Bildqualität.
In den meisten vorangegangenen Rezensionen wird ja die super scharfe und detailgenaue Bildqualität gelobt. Stimmt, kann ich bestätigen. Aber:
Diese Superqualität beschränkt sich leider nur auf ca. 60% des gesamten Bildes. Zum linken Bildrand hin wandelt sich das scharfe Bild ziemlich plötzlich zu einer recht unscharfen, verschwommenen und flauen Abbildung. Details sind nur noch schemenhaft erkennbar.
Diese Erscheinung ist, wie gesagt, besonders stark und breit am linken Bildrand, nach unten zunehmend, erkennbar, weniger stark am rechten Bildrand, aber auch hier noch störend.
Dieser Schärfeverlust ist leider so stark, dass beim Erstellen von Panoramabildern, dem sogenannten Stitching, kaum oder gar keine vernünftigen Ergebnisse erreicht werden können. Denn gerade die beim Stitching nötigen Überlappungsflächen sind doch von dieser Unschärfe betroffen.
DIN-A4-Ausdrucke, z.B. beim Erstellen von Fotobüchern, lassen diesen Mangel mit bloßem Auge massiv erkennen.
Ergänzend sei gesagt, dass das von mir Beschriebene besonders stark im Weitwinkel- bis hin zum mittleren Brennweitenbereich und zunehmend weniger zum Telebereich hin zu erkennen ist.
Schade!!!
Ich musste diese Nikon Coolpix S8100 deshalb leider wieder zurückgeben.
Oder sollte dieser Mangel etwa nur an dem von mir erworbenen Einzelstück aufgetreten sein?
Ich meine: Nein. Denn im Testbericht einer renommierten amerikanischen Fachzeitschrift wird gerade auch auf diesen Mangel besonders hingewiesen (In den USA ist dieses Modell schon früher auf dem Markt gewesen).
Dieses Kamerakonzept mit einem Leica-Objektiv ' das wäre m.E. nach ein internationaler Verkaufsrenner!
Ergänzung - 18.03.2011:
Da ich, wie oben beschrieben, diese Kamera, bis auf die genannte, auffällige Bildunschärfe links, eigentlich ganz ausgezeichnet finde, habe ich mir ein neues Exemplar bestellt. Und, mir fiel ein Stein vom Herzen: Dieses Exemplar ist nun auch in Punkto Bildschärfe rundum ausgezeichnet. Der o.g. Mangel war also nur ein Produktionsfehler bei einem einzelnen Exemplar.
Also: Meine neue Bewertung für die S8100 heißt nun: 5 Sterne (mit Zusatzsternchen)!!!
Ergänzung - 22.03.2011:
Kaum zu glauben, aber wahr:
Nachdem ich die erste S8100 wegen des Produktionsfehlers mit der übermäßigen Randunschärfe wieder zurückschicken musste, war ich die letzten drei Tage, wie beschrieben, glücklich darüber, dass das zweite Exemplar nun diesen Fehler nicht mehr hat.
Heute machte ich mich nun daran, die von Nikon in der Produktdarstellung (Nikon-Website und Kamerahandbuch) hoch gepriesene Video-Technik auszuprobieren.
Ergebnis: katastrophal!!!
Während der Video-Aufnahme ist kein Zoomen möglich!
Schwenkt man bei der somit erzwungenen festen Brennweite auf unterschiedlich weit entfernte Motive, so wird der Fokus nicht nachgeführt, also: totale Unschärfe!
Schwenkt man dann auch noch in unterschiedlich helle Motiv-Zonen, so wird die Belichtung ebenfalls nicht nachgeführt, also: total über- oder unterbelichtete Sequenzen!
Die Videofunktion dieser erneut bestellten S8100 ist also schlichtweg unbrauchbar! Also wiederum ein Kamerafehler! (Zusatzbemerkung: Natürlich ist die neueste, aktuellste Firmware installiert.)
Gezwungenermaßen werde ich also morgen auch dieses zweite Exemplar wieder zurückschicken müssen.
Inzwischen erschienene Tests und Rezensionen, das größere Schwestermodell S9100 betreffend, bescheinigen auch dieser Kamera in Punkto Bildqualitat sehr schlechte Ergebnisse. Ein deutlicher Rückschritt also, gegenüber dem Vorgängermodell?!
Gleiches gilt auch für die von mir in Erwägung gezogene Canon SX220HS (s. Tests und Rezensionen).
Und - Gleiches gilt auch für das Nachfolgemodell der hochgelobten Panasonic Lumix TZ10: Die neuen Funktionen der TZ22 machen es einfach nicht wett, dass das Wichtigste an einer Foto-Kamera, nämlich die Bildqualität, nun auch bei diesem neuen Modell deutlich schlechter ist, als beim Vorgänger!
Was ist los mit den renomierten Kamera-Herstellern, frage ich mich? Noch vor kurzen war es der ungebremste Pixelwahn, unter dem die Bildqualität leiden musste. Und nun? Kann es sein, dass die Hersteller nun auch noch die anderen technischen Grenzen der Kompakten überreizt haben? Und die Qualitäts-Kontrolle überlässt man nun offensichtlich auch immer mehr den Endverbrauchern, die dieses mit ihrem guten Geld zu bezahlen haben. Worauf soll man sich nun verlassen? Wohin steuert die Qualitätsentwicklung bei den Kompaktkameras?
Ich habe vorerst mal die Nase voll und werde sehr zufrieden und glücklich weiternin mit meiner bewährten Lumix TZ10 fotografieren.
Ergänzung - 03.04.2011:
>>> Problemlösung gefunden:
Habe die Kamera doch noch Mal bestellt, sofort probiert, das gleiche Videoproblem: kein optischer Zoom, keine Schärfe- und keine Belichtungsnachführung.
Wollte sie gleich wieder zurückschicken und habe zufälligerweise beim Herumspielen in den Einstellungen des Rätsels Lösung gefunden:
Im Auslieferungszustand ist die höchste Auflösung im Video-Menü schon eingestellt!
>>> Aber: Man muss sie extra noch einmal anwählen und dann mit "ok" bestätigen. Dann auch noch für Videos den Autofokus auf Dauerfokus stellen. Jetzt funktioniert alles bei der Video-Aufnahme bestens: Optischer Zoom, Schärfe- und Belichtungsnachführung!!!
- Ärgerlich nur, dass dieser einfache, aber doch so elementar wichtige Vorgang nicht dokumentiert wird, deutlich und mit einem Achtungs-Vermerk. Auch die Fotoredaktion von "Netzwelt.de" (Magazin für IT & Consumer Electronics) hat dieses Problem nicht lösen können, wie man hier im Internet nachlesen kann.
Zum guten Ende: Jetzt ist meine S8100 mit all den von mir beschriebenen Vorzügen eine glatte 5-Sterne-Kamera.
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