Dieses DX Nikkor ist definitv mein Lieblingsobjektiv an der D200, ca. die Hälfte der Aufnahmen mache ich damit, bin halt ein richtiger Superweitwinkelfan. Gerade bei kürzester Brennweite treten aber die typischen Schwächen eines Superweitwinkel unübersehbar auf: Farbsäume an den Kanten und tonnenförmige Verzeichnung. Die Abschattung in den Ecken fällt dagegen kaum auf. Programme für die Korrektur gibt es genug dafür. Gelegentlich liest man, das dieses Objektiv zu "weiche" Bilder liefert, ich persönlich konnte das so noch nicht feststellen, liegt vielleicht auch an den persönlichen Vorlieben, Auflösung und Detailwiedergabe sind jedenfalls als sehr gut zu bezeichnen, auch die Verarbeitungsqualität der Kunststoffassung ist 1a. Nachtaufnahmen bei offener Blende, 1/30 Sek. und ISO 1600 aus der Hand gelingen damit sehr gut. Vergleiche mit den Linsen der Drittanbieter kann ich aber nicht machen, da ich diese nicht besitze. Das Tokina erscheint mir aber als eine ernsthafte Alternative für Amateure mit knapper Kasse zu sein.
Wer jetzt mit dem neuen Nikkor 2,8/14-24 liebäugelt, sollte bedenken das es "dank" der einen Blendenstufe mehr Licht auch größer, schwerer und teuerer ist als das 4/12-24. Weiterhin fehlen dem neuen gerade am kurzen Ende zwei Millimeter Brennweite. Bei einer Kamera mit DX-Sensor bedeutet das statt umgerechnet 18mm nur 21mm - also entschieden weniger Weitwinkel. Das 2,8er kann seinen Vorteil erst richtig an einer Kamera mit Vollformatsensor ausspielen. Wer also auf absehbare Zeit beim DX-Format bleibt, sollte sich das AF-S DX 4/12-24 ruhig mal näher ansehen, da es inzwischen auch schon für einen dreistelligen Eurobetrag angeboten wird und man dafür ein sehr gutes Objektiv für den Weitwinkelbereich erhält.