Kundenrezensionen

109
4,3 von 5 Sternen
Nikon AF-S DX NIKKOR 18-105mm/3,5-5,6G ED VR Objektiv
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233 von 242 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. November 2009
Über diese Rezension:
Die folgende Rezension bezieht sich auf den Einsatz des Objektivs an einer Nikon D90.
Dies ist wichtig, da die D90 in JPEG automatisch Chromatische Abberationen (rot/blau) korrigiert. Ich nutze das Objektiv bereits ein Jahr lang.

Obgleich ich die guten Testergebnisse zum Objektiv kannte, war ich sehr skeptisch, ob mir das mit der D90 gelieferte Kit-Objektiv als Standardzoom ausreichen würde. Ich kannte andere Kit-Optiken, z.B. von C****, und empfand diese als qualitativ gruselig schlecht.

Grundsätzliches
18-105mm, eine sehr nützliche Brennweite (5,8x Zoom), eigentlich ideal. Manche mögen es sicherlich etwas weitwinkliger - zu diesem Preis einfach nicht möglich.
Das Objektiv funktioniert natürlich nur an APS-C-Kameras bzw. an den Nikon Vollformatkameras nur im Crop-Modus.

Verarbeitung, Lieferumfang, Lichtstärke, Polfilter
Ich bin positiv überrascht.
Die Verarbeitung ist deutlich besser als bei vielen billigsten Kitoptiken. Sie ist natürlich nicht brillant, der Fokusring kratzt ein wenig, beim Zoomen fährt der Tubus natürlich aus. Der Bajonettanschluss ist aus Plastik (DAS mag ich nicht), das Objektiv fühlt sich etwas zu leicht an für seine Größe, das Plastik, die Schalter, alles aber fühlt sich brauchbar an, nicht mehr aber auch nicht weniger - im Gegensatz zu den vielen Kit-Objektiven, bei denen man Angst hat, sie könnten auseinanderfallen.

Alle diese Kompromisse lehnen viele Amateure mit hohem Anspruch ab; mehr als die gebotene Verarbeitung kann man für diesen Preis jedoch nicht erwarten.
Der Fokusring läuft relativ weit, manuelles Fokussieren vermeide ich dennoch meist bei diesem Objektiv.
Wichtig und gut: Das Frontelement dreht beim Zoomen oder Fokussieren NICHT mit, so dass man Polfilter problemlos nutzen kann.
Die Gegenlichtblende wird mitgeliefert.
Die mäßige Lichtstärke schränkt das Einsatzgebiet leicht ein, ist aber dem großen Brennweitenbereich geschuldet. Ein 18-105 1:2.8 existiert schlichtweg nicht.
Flexibilität oder Lichtstärke - die ewige Wahl.
Nach 1 Jahr ist noch kein Staub ins Objektivinnere vorgedrungen.

Der Bildstabilisator
Der optische Bildstabilisator funktioniert wie beschrieben, teilweise sind mit 1/8s scharfe Fotos aus der Hand möglich.

Autofokus
Der AF ist nicht sonderlich schnell (Kompaktumsteiger werden ihn vermutlich dennoch für eine Rakete halten) - auch im Vergleich zu anderen Kitoptiken. Dafür arbeitet der Autofokus präzise.

Bildqualität
Auch hier kann man viel Positives berichten.
Natürlich: Es gibt Kompromisse. Aber in den so wichtigen Kategorien Schärfe + Kontrast ist das Objektiv über jeden Zweifel erhaben. Ob 18mm oder 105mm, die Ergebnisse sind eigentlich immer schon bei Offenblende im sehr guten Bereich.
Ich kenne keine vergleichbare Optik (Preis + Brennweitenbereich), die so scharf ist.
Auch scheint es bei diesem Kit-Objektiv kaum Serienstreuung zu geben. Die Gefahr eine "Gurke" zu erwischen, scheint gering, das ist sonst oft anders.

Das größte Manko ist sicherlich und wenig überraschend die Verzeichnung:
Auf Grund des hohen Zoomfaktors und Bildwinkeln von Weitwinkel bis leichtem Tele ist dies unvermeidbar, aber es nervt hin und wieder doch.
Vor allem bei 18mm sieht man in Innenraum- oder Architekturfotos deutlich die "krummen Linien". Das Verzeichnungsmuster ist außerdem unregelmäßig, so dass man es nur mit speziellen Bildbearbeitungstools entfernen kann, die ein spezielles Profil für das 18-105 VR anbieten.

Vignettierung: Hin und wieder sichtbar bei Offenblende. Absolut akzeptabel.

Chromatische Abberationen: Meine D90 korrigiert diese automatisch und mit Schärfezugewinn in JPEG. Arbeitet man mit RAW ohne aufs Objektiv angepasste Profile oder mit einer älteren Kamera, sollte man hinsichtlich der CAs evtl. noch einmal prüfen.
Purple Fringing konnte ich ebenfalls, vor allem bei Offenblende (z.B. an Wassertropfen) beobachten, ist aber bei meinem Exemplar absolut zu vernachlässigen.

Fazit
Für alle Einsteiger eine absolute und uneingeschränkte Kaufempfehlung.
Wer glaubt in absehbarer Zeit auf 35mm Full-Frame umzusteigen, dem sei das Objektiv wg. des günstigen Preises ans Herz gelegt - das vollformattaugliche 24-120 macht an APS-C keinen Spaß - außerdem ist das 18-105 lt. Testberichten sogar schärfer!
Eigentlich ist es unfassbar, was man für dieses kleine Geld bekommt: 5,8-fach Zoom, ordentliche Bauqualität, wirklich gute Abbildungsleitung und einen Bildstabilisator.
Nikon liegt im Bereich der günstigen Standardzooms für APS-C derzeit (Nov 2009) mMn meilenweit vor der Konkurrenz (4/3-System zähle ich nicht - wg. Format und Sensorgröße).

Warum "nur" vier aber keine fünf Sterne?
Auch bei perfektem P/L-Verhältnis sollte man mMn die Verarbeitung und optische Leistung nicht ausschließlich unter diesem ökonomischen Aspekt bewerten.
Daher 4 Sterne für ein sehr gutes Objektiv.

UPDATE:
Inzwischen benutze ich das Objektiv seit fast 1 2/3 Jahren und es haben sich noch keine Abnutzungserscheinungen eingestellt. Auch dies ist für Objektive mit Bildstabilisator in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich.
Außerdem eine kleine Ergänzung zum Bokeh: Man kann ein unruhiges Bokeh in Nähe des weitwinkligen Endes des Brennweitenbereichs durch Spitzlichter kurz hinter der Fokusebene erzeugen, meist ist das Bokeh für ein Standardzoom aber absolut akzeptabel. Bei 105mm kann man durchaus ein gutes Bokeh erzielen. Auf Grund der relativ geringen Lichtstärke sollte man das unruhige Bokeh im Weitwinkelbereich aber relativ selten in Fotos zu sehen bekommen.
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79 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich habe für meine Nikon D3100 ein gutes Allround-Objektiv gesucht.
In die engere Auswahl kamen dieses Nikon Objektiv und das Sigma 18-125mm F3.8-5.6 DC OS.

Ich bin kein Profi-Fotograf, Architekt oder Geometrieprofessor (man möge mir die Anspielung auf die Rezensionen bezüglich der Verzeichnung, usw. verzeihen).
Für mich ist wichtig, was im Endeffekt herauskommt; ein gutes Foto!

Das kann das Nikon Objektiv definitiv leisten, besser sogar als das mitgetestete Sigma.

Doch nun ins Detail.

Das Nikon Objektiv ist mit 434 Gramm rund 80 Gramm leichter als das Sigma.
Ich persönlich finde das schwerere Objektiv besser, schon aufgrund der geringeren Verwacklungsgefahr.
Die 80 Gramm klingen nicht viel, fühlen sich in der Praxis aber nach deutlich mehr an, das Sigma wirkt definitiv schwerer und solider.
Die gesamte Haptik des Sigma ist besser.
Das ist aber auch der einzige Pluspunkt, in allen anderen Disziplinen liegt das Nikon deutlich vorne.

Ich habe sehr viele Vergleichsfotos in identischen Situationen gemacht.

Das Nikon Objektiv erzeugt Fotos mit schöneren Farben und besserem Kontrast, ganz extrem bei Aufnahmen im Freien mit blau/weißem Himmel erkennbar - ein sehr großer Unterschied.

Auch die Bildschärfe ist beim Nikon immer einen Hauch besser.
Klar erkennbar beim Hineinzoomen ins Bild.

Auch die bessere Lichtempfindlichkeit macht sich bemerkbar, das Nikon erreicht bei kleinster Brennweite immer eine kürzere Verschlußzeit als das Sigma.

Ein klarer Vorteil des Nikon ist sein geräuschloser Bildstabilisator, der in seiner Funktion tadellos agiert.
Beim Sigma ist ein ständiges "Surren" zu hören (auch bei ausgeschaltetem Bildstabilisator).
Das ist beim Fotografieren soweit nicht schlimm aber da meine D3100 auch einen (guten) Full-HD Videomodus hat, ist das bei leiser Umgebung schon störend auf den Aufnahmen zu hören.
Auch funktioniert im Videomodus der Autofokus des Sigma recht träge, bzw. nicht zufriedenstellend.
Hier ebenfalls ein klarer Sieg für das Nikon.

Fazit:

Für mich als "normalsterblicher" Fotografierer mit hohen Ansprüchen an die Bildqualität ist das Nikon AF-S DX Nikkor 18-105mm ED VR definitiv eine sehr gute Wahl.
Man sollte auch immer den Preis im Hinterkopf haben, bevor man zu hohe Ansprüche stellt.
Klare Kaufempfehlung!
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108 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. November 2008
Ich habe mir das Objektiv zu meiner Nikon D40 geleistet. Gründe für den Neuerwerb waren vor allem das Mehr an Brennweite (gegenüber dem Kit-Obektiv) und der Stabilisator.
Die Verarbeitungsqualität entspricht dem hochwertigen Nikon-Standard. Optisch wirkt das Objektiv für die relativ kleine Kamera sehr wuchtig, doch liegt mir die Kamera jetzt schwerer, ruhiger und ausgewogener in der Hand als zuvor, was mir - von der Natur mit eher großen Händen ausgestattet - gut gefällt.
Der Stabilisator arbeitet vorzüglich. Mir sind selbst Probebilder mit längerer Belichtungszeit aus der Hand (1/2s) sowie angelehnt an eine Wand (2.5s.) gelungen, was meine Erwartungen bei weitem übertraf.
Den ersten Härtetest hat das Objektiv bei Sportfotos im Schneetreiben großartig überstanden. Der Autofokus arbeitet schnell und präzise. Schärfe und Farbwiedergabe sind gewohnt "nikonmäßig" gut. Trotz der widrigen Bedingungen hatte ich kaum misslungene Bilder, und dass trotz der häufig genutzten Brennweite von 105mm. Beim Kit-Objektiv hatte ich selbst bei besseren Witterungsbedingungen viel mehr Ausschuss.
Auch die zweite schwierige Fotosession - Konzertaufnahmen bei 105mm Brennweite abends in einer sehr unterschiedlich beleuchteten Halle - ist angesichts der begrenzten Blendengröße (5.6) besser als erwartet verlaufen: wieder scharfe, atmosphärisch dichte Bilder ohne großen Ausschuss.
Für Hobby-Fotografen, die ein gutes und bezahlbares Immerdrauf suchen, ist das Objektiv, wie ich finde, eine echte Empfehlung.
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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. März 2009
Ich fotografiere seit fast 2 Jahren mit dem AF 18-135. Interessant am 18-105 war für mich zunächst der VR. Diesbezüglich habe ich Vergleichsaufnahmen mit ca. 1/15 s bis 1/125 s bei 105mm aus der Hand geschossen. Der Vergleich zeigt bis ca. 1/60 s deutliche Vorteile für VR. Selbst bei 1/15 s waren die Aufnahmen mit VR noch recht scharf, die ohne VR unbrauchbar (immer 5 im Vgl. mit/ohne VR). Bei 1/125 s sieht man, wie zu erwarten war, keinen Unterschied mehr. Ansonsten scheint mir dieses Glas so eine Art Nachfolger vom 18-135 zu sein, wobei ich subjektiv eine etwas wärmere Farbwiedergabe feststelle. Schärfe und Kontrast sind sehr gut für diese Preisklasse. Die teils deutliche Verzeichnung muss ggfs. (Architekturfotos u. ä.) mit Nachbearbeitung korrigiert werden (ähnlich dem 18-135mm). Gemessen auch am günstigeren Preis hat das 18-105VR meine klare Empfehlung für den Allround-Einsatz. Wer mehr will, muss auch wesentlich mehr Geld ausgeben.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Oktober 2012
Das 1,8 35 mm habe ich durch das 2,8 40 mm Micro ersetzt, weil schärfer. Wenn ich möglichst wenig Gewicht will und herausragende Bildqualität, habe ich das 2,8 40 mm Micro an meiner D5100 (1 Jahr bei mir), sonst das 18-105, weil man damit doch deutlich flexibler ist. Die Bilder brauchen dank der in die D5100 eingebauten, automatischen Bildbearbeitung (zum Aufnahmezeitpunkt), inbesondere der Verzeichniskorrektur fürs Objektiv und des Active-D-Lighting (auf Auto), nur selten nachbearbeitet zu werden (Picasa, Snapseed). Ich nehme in JPG-Fine auf, rechne in Irfanview nachträglich auf 80%-JPG-Qualität herunter, weil die Bilder dann besser werden als mit einer niedrigeren JPG-Qualitätsstufe direkt in der Kamera.

Ohne Verzeichniskorrektur würde mich die Verzeichnung des 18-105 wohl auch zu sehr stören, aber mit der Korrektur (im Auslieferungszustand der D5100 ausgeschaltet!) ist es ein Nicht-Problem. (Das 2,8 40 Micro braucht keine Verzeichniskorrektur und wird von der D5100 auch nicht korrigiert.) Mehr Lichtstärke wünscht man sich immer, aber irgendwofür müssen die hohen ISO-Zahlen neuerer Gehäuse ja gut sein (SB400 f. indirektes Blitzen harmoniert auch gut). Meine Standardeinstellung für die ISO-Automatik ist 1/200 und maximal ISO 1600. Alle Automatiken zusammen erlauben Konzentration auf Motiv und Ausschnitt und so einfach und so schnell so gute Bilder wie nie zuvor (ich hatte vorher eine D40). Wenn es noch Verbesserungspotential gibt, dann im Bereich Autofokus. Aber ich kann nicht beurteilen, ob die gelegentlichen Unschärfen ein Problem des Gehäuses/der Motiverkennung sind (die D5100 hat nur einen Kreuzsensor und insgesamt etwas wenig Autofokussensoren) oder des 18-105. Insgesamt ist die Qualität aber so gut, daß ich auf ein paar Jahre hinaus keinen weiteren Anschaffungsbedarf sehe.
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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich habe dieses Objektiv als Kit-Objektiv zu meiner D 90 gekauft und zig hunderte Fotos damit geschossen, von daher möchte ich Ihnen meine Erfahrungen näher bringen. Ich muss vorweg schicken, dass ich mittlerweile wesentlich bessere Objektive dazugekauft habe, was sich natürlich im Vergleich auf die Bewertung niederschlägt. Folge: ich benutze es immer selterner.
Das Objektiv ist für den DX-Sensor (1,5 Crop.Faktor zu FX-Sensoren) gerechnet, sprich die angegebenen Brennweiten müssen bezogen auf die Sensorgröße nicht umgerechnet werden. Im Umkehrschluss ist eine Verwendung an FX-Kameras (D 700, D 3x und D 3s) nur bedingt empfehlenswert.

Verarbeitung, Haptik, technische Grunddaten

Nikon bietet ein gutes aber nicht perfekt verarbeitetes Objektiv an, was für den Amateur und Gelegenheitsfotograf ausreichende optische Qualitäten liefert. Die Mechanik ist o.k. aber schon stellenweise nachlässig bzw. wirkt lange nicht so professionell wie bei den teuren Objektiven aus dem Hause Nikon, auch irgendwo logisch bei diesem Preis.
Mit 420 g ist es auch nicht all zu schwer, das Plastikbajonett wirkt nicht vertrauenswürdig, tut aber bislang seine Arbeit einwandfrei. Eine Gegenlichtblende wird mitgeliefert. Das Objektiv ist, wie gesagt, komplett aus Plastik gefertigt und fühlt sich auch so an, haptisch also nicht unbedingt ein Genuss, aber ordentlich. Mit einem Brennweitenbereich von 18 bis 105 mm ist die alltagstaugliche Brennweitenspanne gut abgedeckt und für die Urlaubsreise ausreichend. Als sehr vorteilhaft sehe ich den verbauten Silent-Wave-Autofokusmotor und der VR Bildstabilisator an, was die Bewertung in dieser Disziplin deutlich anhebt.

Für Verarbeitung, Materialanmutung, Ausstattung und Mechanik = 3 Sterne.

Abbildungsleistungen - Bildqualität

Es handelt sich um ein nicht sonderlich lichtstarkes (3,5 - 5,6) Konsumerobjektiv. Doch die optische Qualität der verwendeten Linsengruppen ist grundsätzlich nicht von schlechten Eltern.

Nun besitze ich kein Prüflabor, mein Test- und Messinstrument ist das Auge und der PC. Dennoch die Unterschiede zu anderen Objektiven sind sehr deutlich wahrnehmbar. Aber der Reihe nach:

Für mich mittlerweile ein wichtiges Thema, wenn es um Abbildungsleistungen geht, ist die Verzeichnungsfreiheit bzw. wie hoch ist der Verzeichnungsfaktor eines Objektives. Nun höre ich schon die Kritiker Alarm schlagen, dass man diesen unschönen Faktor am PC mit entsprechenden Programmen korrigieren kann. Klar, kann man. Mach ich ja auch, aber mal ehrlich, je besser die Grundbilddaten, umso besser kann ich später auch am PC nachbearbeiten. Wenn ich erst jedes Bild aufwendig "geraderücken, entrauschen und nachschärfen muss" kriege ich einen Hals. Vom zeitlichen Faktor abgesehen. Sicher eine gute Software für derartige Korrekturen ist das Angebot von DxO (für Sparfüchse - besser als nichts), professioneller ist natürlich Photoshop, naja ein anderes Thema.

Das 18-105er "brilliert" mit zum Teil heftigen Verzeichnungen. Besonders ausgeprägt im 18mm Weitwinkelbereich, eine "Mega-Tonne" beleidigt das Auge. Zum "Heulen" schöne Biegungen... Bei Landschaftsaufnahmen durchaus vertretbar, aber bei Architektur bzw. städtischen Abbildungen ist diese Verzeichnung sehr hinderlich, weil überdeutlich. Recht verzeichnungsfrei ist das gute Stück dagegen überraschend im 24 mm Bereich, ab 35 mm schlägt es in ein heftiges "Kissen" um, was auch bis 105 mm so erhalten bleibt. Wie gesagt, zum Tragen kommt es mehr bei Aufnahmen in der Stadt oder Gebäuden im Hintergrund. Selbst die kamerainterne Verzeichnungskorrektur (D 90) vermag diesen Fehler nicht auszubügeln. Für diese Leistung vergebe ich lediglich 2 Sterne, schade.

Ein Bereich, welches das Objektiv sehr gut löst, ist die Schärfeabbildung. In allen Brennweitenbereichen glänzt das Teil mit sehr guten, knackscharfen und kontrastreichen Abbildungen, der Autofokus (im Verbund Kamera D 90 + Objektiv) arbeitet ausgezeichnet, der VR-Modus hilft deutlich Verwacklungsunschärfen zu minimieren, dafür 5 Sterne!

Chromatische Aberrationen halten sich erfreulich in Grenzen, nur bei großen Vergrößerungen ab A 4 sind Farbsäume deutlich sichtbar, dafür 3 Sterne.

Ein weiteres Unterthema im Bereich Bildqualität sind Vignettierungen, also Abschattungen im Randbereich. Deutlich aufgefallen sind sie mir lediglich bei offener Blende in den Brennweitengrenzbereichen bei 18 bzw. 105 mm und auch nur dann, wenn der Hintergrund von gleichmäßiger Struktur und Ausleuchtung war. Als gut empfand ich die Abbildungsleistung und für mein Auge nicht mehr sichtbare Abschattung, bei Blende 8 und darüber, 3 Sterne dafür.

In Sachen Bokeh, na was soll ich sagen, da gibt es wirklich besser geeignete Objektive. Überhaupt ein einigermaßen Bokeh mit diesem Objektiv hinzubekommen ist schwierig, aber so ist das oft bei Zoom-Objektiven. (Ich belasse es bei dieser Disziplin ohne Bewertung).

Zusammengefasst in Sachen Bildqualität: 3+ Sterne (für die erstaunliche Schärfeleistung das Extra-Plus)

Preis-Leistung

In Anbetracht des doch recht günstigen Preises bei ordentlicher verarbeitungs- und optischer Qualität kann man ruhigen Gewissens 4 Sterne in diesem Sektor vergeben.

End-Fazit:

3,3 Sterne und ein Extra "+" für die Schärfeleistung

Ein gutes Alltags-Zoom der Konsumerliga, recht robust, trotz hohen Plastikanteil und billigem Kunstoff-Bajonett, dennoch sauber verarbeitet, mechanisch insoweit o.k., mit sehr guter Ausstattung ist es ein vertretbares gutes Mehrwertangebot zum Einstieg in die Nikon-SLR-Foto-Welt. Ambitionierte Amateure werden bei Zeiten objektivtechnisch umsteigen, um mehr aus ihren SLR`s heraus zu holen. Warum keine 4 Sterne, bei 3 Sternen und trotz Extra "Plus"? Die recht starke Verzeichnung über den gesamten Brennweitenbereich und das billige Kunststoffbajonett haben eine 4 Sternewertung einfach nicht zugelassen, Sorry. Dennoch ist es sein Geld wert, keine Frage.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 26. November 2010
Aufgrund der Testergebnisse bei Lenstip habe ich mir das 18-105 mal etwas näher angesehen. Ganz so euphorisch wie die Tester sehe ich das 18-105 zwar nicht, aber dennoch komme ich nach einem England-Urlaub mit ein paar Tausend Fotos zu dem Schluß, daß es sich um ein ordentliches Objektiv handelt.

Es gibt zwar durchaus einige Leute, die das 18-105 ob seines niedrigen Preises, des hohen Plastikanteils und dem Status als "minderwertiges Set-Objektiv" nur naserümpfend betrachten - schließlich KANN nicht gut sein, was nicht gut sein darf. Kein Problem, die Betreffenden mögen mit dem mehr als doppelt so teuren (aber zumindest schärfemäßig nicht nennenswert besseren) Nikkor 16-85 glücklich werden. Ich sehe es anders: Nikon ist mit dem 18-105, was das Preis/Leistungs-Verhältnis betrifft, ein großer Wurf gelungen. Selbst voll aufgeblendet ist es in der Bildmitte meistens gestochen scharf und am Rand zumindest noch OK. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, kein Knarzen, kein Klappern, kein Wackeln. Lediglich der insgesamt hohe Plastikanteil und speziell das Plastikbajonett sagen mir nicht sonderlich zu. Aber was will man von einem derart preiswerten Objektiv auch anderes erwarten? Die Konstrukteure bei Nikon werden sich gedacht haben, daß eine solide optische Leistung genügen muß.

Wenn man anderen Rezensionen und gelegentlichen Kommentaren in Foren glauben darf, dürfe es bei dem Objektiv allerdings eine gewisse Serienstreuung geben. Wie groß diese ist, kann ich nicht beurteilen, mein 18-105 war jedenfalls in Ordnung.

Fazit: Kaufempfehlung.

- Entweder als Immerdrauf für Leute, denen ein kleines ca. 6fach Zoom als einziges Objektiv genügt
- oder als Ergänzung zu einem 70-300

------------------
Bemerkung am Rande (08/2011):
Wer flexibel sein möchte, aber keine Lust auf Objektivwechseleien hat, kann sich alternativ auch ein Superzoom zulegen. Mein Favorit ist mittlerweile das Nikkor 18-200 VR II. Nicht perfekt, aber es kommt trotz des 11fachen Brennweitenbereichs erstaunlicherweise problemlos an die Bildqualität des 18-105 ran und besitzt einen hervorragenden Autofokus - flott und sehr zuverlässig. Wem das Nikkor zu teuer ist, kann sich das Tamron 18-270 VC (aber nicht das neuere VC PZD, dessen Schärfe ist schlechter) näher ansehen. Die Bildqualität ist meistens ordentlich, es gibt aber ein Haar in der Suppe: Es hat einen vergleichsweise miesen AF. Die anderen Superzooms auf dem Markt sind dennoch deutlich schlechter - zumindest die Modelle mit Stabilisator, da habe ich alle ausprobiert.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Januar 2009
Ich habe das Objektiv gekauft nachdem ich nach über 2 Jahren mit meinem Tamron 18-200mm nicht mehr zufrieden war. V.a. die Schärfe war eine Katastophe, aber auch der kontrast nichts besonderes.
Also verzichtete ich auf einen guten Teil der Reichweite, die ich ohnehin nur in 5% der Bilder nutzte, um mir eine hoffentlich scharfe Linse zu kaufen und ich wurde nicht entäuscht. Für diesen Preis bekommt man ein sensationell gutes Objektiv. Absolute Empfehlung.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Mai 2014
Ich verwende dieses Objektiv an einer 7000er Nikon . Der AF arbeit ausreichend schnell und Präzise. Die die 7000er über eine interne Fehlerkorrektur verfügt , halten sich die sichtbaren Fehler sehr in Grenzen. Die Optik ist an die Struktur der Kamera angepasst.Die Optik überfordert den Sensor der D 7000 allerdings nicht . Man kann sicher viel Geld für die Ojektive ausgeben , Ob es jedoch sinnvoll ist , sollte jeder für sich selbst entscheiden. Ich bestze noch das Nikon 50mm 1,8f und ein Sigma 18-250 mm OS. Im Bereich 18mm fallen die Verzeichnungen beim Sigma stärker auf , da bei Fremdherstellern die Fehlerkorrektur der Kamera nicht arbeitet.(irgendwie logisch , denn welches Interesse sollte Nikon auch haben die Fehler von Fremdobjetiven auszugleichen) Ich hatte die Möglichkeit auch das 17-70mm 2,8-4,5f von Sigma zu Testen . Gerade Linien wurden Oval. Das Nikon bildet für diese Preisklasse erstaunlich gut ab . Zwei Kritikpunkte sind aber dennoch anzumerken . 1. Bajonetring nur aus Kunstoff und nicht abgedichtet. (Beim 50mm 1,8f geht es doch auch anders.)
2.Bei der Anfangslichtstärke merkt man schon das Einsteiger Objektiv.
Als immer drauf durchaus zu empfehlen. Bei mir ca. 75% das Sigma 20% und das 50mm den Rest.
Fazit : Ordentliches immerdrauf zum annehmbaren Preis. Wer mehr möchte muss auch viel mehr Geld in die Hand nehmen . Oder direkt dem allgemeinen Trend folgen und auf das FX Format wechseln , wo gescheite Optik bei 800€ beginnt und bei einigen Tausend Euro endet
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Januar 2010
Ich habe das Zoom an meiner D5000 mit einem Nikon 18-55VR und einem 55-200 ED VR verglichen.

Die Schärfe und der Kontrast sind besonders in den Ecken dramatisch besser im Vergleich zum 18-55. Die Auflösung insgesamt ist sehr hoch. Die Verzeichnung ist jedoch deutlich höher als die des 18-55.
Das ist jedoch kein Beinbruch da die D5000 einen elektronischen Ausgleich dafür hat der dies fast komplett wegbügelt.

Das Objektiv ist noch eien Tick "weitwinkliger" als das 18-55 hat dafür aber keine 105mm jedenfalls nicht im Vergleich zu 105mm beim 55-200VR. Den Vergleich zum 55-200VR verlor das 18-105 allerdings sowohl bei 55mm als auch bei 105mm deutlich in punkto Schärfe. Dieses Objektiv ist unglaublich gut für den Preis.

Positiv ist auch der Schärfering der bequem gleich "hinter" dem Bajonett liegt und sehr gut funktioniert ohne das man den Automatikmodus abschalten muss. Man kann also bei mangelnder Automatik schnell von Hand nachjustieren.

Fazit:
Ein exzellentes Objektiv in Anbetracht des Preises. Einziges Manko für mich aufgrund der soliden Bauweise und der grossen Linsen ist es fast doppelt so schwer wie das 18-55VR
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