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5.0 von 5 Sternen
Wahnsinn!, 5. August 2003
Rezension bezieht sich auf: In the Nightside Eclipse (Audio CD)
Eigentlich muss über dieses Album nicht mehr viel geschrieben werden... Für alle die neu einsteigen in den Black Metal aber gerne noch einmal: Dieses Album ist ein abolutes Meisterwerk, jeder der auch nur ansatzweise etwas mit Black Metal zu tun hat, MUSS diese CD kennen. Hier haben Emperor noch etwas eingängigere Songs gespielt als auf den neueren Alben. Und es hat nicht geschadet. Im Gegenteil - dieser ganze progressive Kram auf dem "Prometheus"-Album mag zwar auch seinen Reiz haben, aber am besten können Emperor nun mal reinen Black Metal spielen. Der war damals sicher noch nicht so vielseitig, aber unglaublich atmosphärisch. Einige meckerten, der Gesang sei hier zu leise. Dabei ist es wahrscheinlich das, was (in Verbindung mit den mehr als perfekt eingesetzten Keyboards) die bedrückende Stimmung dieses Albums ausmacht. Die Produktion ist überhaupt einmalig; eigentlich das beste was einem Black Metal Album passieren kann: Die Schreie kommen wie aus unendlicher Ferne, die Keyboards wirken manchmal wie ein ruhiger Luftzug, oft aber wie ein Sturm, der von den scheppernden Drums nach vorne gepeitscht wird. Und, stellt euch vor, dazu kommen sägende Gitarren, die teils geniale Riffs von sich geben, ansonsten fügt sich der Sechssaiter, wie der Bass, gut ins Gesamtbild ein. Und, vor allem: Das ist keine dumpfe Kellerproduktion, sondern trotz allem ein klarer Sound, bei dem man eine Menge Details raushören kann, wenn man will.
Das Album, was sag ich, die Reise in eine dunkle, kalte, ferne Welt beginnt. Ein düsteres und sehr stimmungsvolles Intro bereitet den Hörer schon einmal darauf vor, dass er hier keine Kuschelrock-CD im Player hat. Und nach 50 Sekunden bricht dann der mehr als 9-minütige Orkan "Into the Infinity Of Thoughts" los. In der Mitte wird der Song dann langsamer und irgendwie majestätisch, bevor er zum Ende wieder das Hauptthema - und damit volle Geschwindigkeit aufnimmt.
Der nächste Song "The Burning Shadows Of Silence" kommt dann mit etwas weniger Keyboardunterstützung daher. Der Song ist ähnlich aufgebaut aber noch etwas düsterer und hat für mich seinen klaren Höhepunkt im langsameren Teil bei 1:30.
Anschließend bekommen wir es mit einem richtig guten Riff in "Cosmic Keys To My Creations&Times" zu tun, der sich aber nicht lange hält, sondern zu einer leicht wirren aber keinesfalls schlechten Keyboard-Gitarren-Kombination wird. Und bei 2:20 beginnt eine Keyboardmelodie die mich an die aus dem Ersten Song erinnert. Irgendwie "kosmisch" und deshalb gut passend zum Songtitel.
"Beyond The Great Vast Forest" ist die meiste Zeit eher langsam und hört sich ziemlich mystisch an. Ganz plötzlich bricht diese Melodie aber ab und ein neuer, agressiver Rythmus bringt die Wende. Wie öfter auf diesem Album kehrt der Song dann wieder zum ruhigeren Thema zurück. Das ganze passiert zweimal, dann wird es ruhiger und das gewohnt geniale Keyboardspiel unterstützt das Ende.
Auch wenn jeder Song einmalig ist, vergleichbar hört sich "Towards The Pantheon" an. Unterstützt von Akustischen Gitarren und Streichern steigert sich der Song langsam in seiner Agressivität. Die erste Minute des Songs gehört für mich trotzdem zu den besten Stellen dieser CD. Später wird es dann schneller um dann wieder mit dem unvergleichbaren Anfangsthema zu enden.
"The Majesty Of The Nightsky" beginnt extrem brutal, aber als die ersten Keyboards dazukommen, kann man ohne Probleme erkennen, dass es sich um einen Song von "In the Nightside Eclipse" handelt. Dann aber plötzlich ein irres, fast schon fröhlich klingendes Gitarrenspiel, anschließend ein ganz ruhiger Teil mit gesprochenen Vocals. Zum Ende hin wird es kurz wieder mit brutalem Blastbeat wie am Anfang.
Der nächste Song, "I Am The Black Wizards", ist immer einer der beliebtesten der Emperor-Fans gewesen. Er beginnt mit einem unglaublich guten Riff und die Keyboards sind hier etwas mehr im Hintergrund. Zum Ende hin wird es dann langsamer und die gesprochenen Vocals setzen ein, begleitet von Gekreischten.
Eine Sonderrolle nimmt aber sicherlich "Inno A Satana" ein. Die ersten 35 Sekunden verraten noch nicht viel, aber dann... Cleaner Gesang! Die Größte Überraschung dieses Albums. Auch wenn Emperor sich inzwischen aufgelöst haben, dieser Song bleibt unsterblich. Der Cleane zusammen mit dem gekreischten Gesang, dazu diese geniale Keyboardunterstützung, der Rythmus auf einmal sind einfach nur.. perfekt. Und zum Ende hin steigert sich das alles immer weiter. Einmalig!
Ist man im Besitz der neuen Edition, kann man sich über verbessertes Artwork und zwei Bonustracks, nämlich zwei Covers freuen. Das eine ist "A Fine Day To Die" (im Original von Bathory), das andere "Gypsy" (von Mercyful Fate). Beide weichen ziemlich stark vom üblichen Sound auf dem Album ab, besonders "Gypsy" überrascht den Hörer gewaltig.
Sowohl True- als auch Melodic-Black-Metaller zählen es zu ihren Lieblings-CDs. Und für mich ist dies das beste Black Metal-Album aller Zeiten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das beste Black Metal Album überhaupt, 11. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: In the Nightside Eclipse (Audio CD)
Diese CD enthält acht Black Metal Songs, alle mit Keyboard, jedoch sehr gitarrenlastigen und schnell. Dies ist die beste Black Metal Scheibe, die je erschienen ist, Songs wie "cosmic keys to my creation & times", "beyond the great vast forest", "towards the pantheon", " I am the black Wizards" und "inno a satana" sind unerreicht (und werden es wohl für immer bleiben). Auch das von Necrolord gezeichnete Cover paßt sehr gut zur Musik. Die Texte zu "cosmic keys to my creation & times" und " I am the black Wizards" stammen von Mortiis (hat mal bei Emperor gespielt). Diese CD ist ein Pflichtkauf für jeden Black Metal Fan. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Black-Metal mit Anspruch und Verstand, 5. März 2005
Rezension bezieht sich auf: In the Nightside Eclipse (Audio CD)
Bevor Emperor mit den nachfolgenden „Anthems..."-Album ihren einzigartigen Stil auf die höchste Ebene führen konnten, ließen sie mit den 1993 erschienenen „In the nightside..."-Opus bereits mächtig aufhorchen.
Los geht's mit den eiskalt klirrenden, rasend schnell intonierten „Into the infinity of thoughts", das mit bedrohlichen Intro glänzend eingeleitet wird und einen vorläufigen Höhepunkt des Albums darstellt. Diese Qualität wird von den folgenden vier Liedern dann leider nicht mehr ganz erreicht, obwohl „Cosmic keys..." von einem gekonnten Riff getragen wird.
Dafür setzen die letzten drei Tracks noch einmal verstärkt Ausrufezeichen. Vor allem „The majesty of the nightsky" ist an majestätisch (sic!) - düsterer Erhabenheit kaum zu übertreffen und wartet im Mittelteil mit dem wohl triumphalsten Riff der Metalgeschichte auf. Auf gleich hohem Level bewegt sich „I am the black wizards", hier wird ein ähnlich geniales Riff an den Anfang des Songs gestellt, um später in schleppend-mächtigem Tempo noch mal aufgegrif-fen zu werden. Mit dem experimentellen letzten Song finden Emperor dann einen würdigen Abschluß.
Auch wenn das Album im Mittelteil einige schwächere Parts hat, sind fünf Punkte aufgrund der überragenden Klasse der oben beschriebenen Songs allemal gerechtfertigt. Daß dieses Album einen Pflichtkauf für Black-Metall-Fans darstellt, steht sowieso außer Frage. Aber auch aufgeschlossene Hörer anderer Genres sollten wegen der Einmaligkeit dieses Klassikers bedenkenlos zugreifen können.
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